Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1560282
 QV-VV"  Mwuvu- H-Lwunuuuvv uwmqcnuußil aul CulUlS-BEHIOIIBII [lieb 
einfassnng, welche unten die liegende, Cleopatra, oben naßkteKinder 
mit Iädanzenornamenten vorstellt, Rechts {und links ist. eine Säule. 
Benutzt zu Aesopü Falnglae, Jngolstadii, Weissenlzorn 1542,' 8. Von 
diesem seltenen Buche haben wir durch Herrn Baron W. von Löffel- 
holz Kunde._  ;      1'? 2 
 745.  Gonrad Visoher "von "Ulm? Unter diesem Zeichen Riliren 
 wir einen ausgezeichneten Edelsteinschneider ein. Erlebte 
 gegen Ende des 15. Jahrhunderts, oder vielleicht zu Anfang 
des folgenden. In der k. k. Ambraser-Sammlung zu Wien 
ist ein sehr schöner Handstein aus einem 5 Zoll grossen Stücke Silber- 
glaserz. Auf einer Seite ist die Erschaffung der Eva, auf der an- 
deren die Geburt Christi dargestellt. Oben ist ganz klein Bethlehem 
und die Verkündigung der Hirten gearbeitet, alles meisterhaft und mit 
hoher technischer Vollendung. Auf der einen Seite bemerkt man das 
gegebene Monogramm. Vergl. E. Baron von Sacken, die Ambraser- 
Sammlung II. S. 90. Die Ambraser-Sammlung bewahrt noch einige 
andere geschnittene Werke dieser Art, welche aber unbezeichnet sind. 
Nur einmal bediente sich der Meister eines aus C W bestehenden M0- 
nogramms, wenn nicht das Waus V V besteht. In diesem Falle machen 
wir auf den Bildhauer Conrad Vischer von Ulm aufmerksam. Er war 
um 1500-1520 thatig, und ist vielleicht der Verfertiger der genannten 
Werke. In beiden Fällen passt das Monogramm auf ihn, da in der 
frühern Zeit des 16. Jahrhunderts das V häufig für U gilt, und somit 
auch Conradus Vlmensis gelesen werden kann. 
747. Vincenzo Giverchio, von Vasari Verchio, von Lomazzo 
il Vecchio da Crema. und von dem anonymen 
Reisenden des Morelli el Forner genannt, be- 
zeichnete nach Passavant (Kunstblatt 1838 S. 267) 
x einige Gemälde mit diesem Monogramme. Seine be- 
kannten Werke, deren sich in ltlailand finden, stammen aus der Zeit 
von 1504-1539, und man muss ihn daher von einem V. Giverchio aus 
Treviglio unterscheiden, welcher in der zweiten Hälfte des 15. Jahr- 
hunderts thätig war. Von diesem spricht zunächst Lomazzo, wenn er 
die Anfänge des Civerchio, seines Vecchio da. Crema, in das Jahr 1460 
setzt. Diesem älteren Vincenzo Civerchio gehören die Bilder aus dem 
Leben des St. Peter Martyr in S. Eustorgio zu Mailand an. In der 
Anordnung verfuhr er noch symmetrisch, und wenn er darüber hinaus- 
gehen musste, offenbarte er eine auffallende Ungeschicklichkeit. Der 
jüngere V. Civerchio, unser Meister mit dem Zirkel, bewegt sich freier, 
und huldiget dem neueren Darstellungsprincip der Schulen von Florenz 
und Padua. Es nennt ihn daher auch Vasari einen tüchtigen Maler, 
während es nicht seine Sache war, den Lombarden Lob zu spenden. 
748- Christoph van Sichem senior , welcher anfangs (um 1570) 
in Basel, und dann in Strassburg als Formschneider 
M thätig war, scheint der Träger dieses Zeichens zu seyu: 
vom, ' Man findet es auf kleinen Holzschnitten in der bei 
Theodosius" Rihel zu Strassburg erschienenen Ausgabe des Noeumv 
testamentum. Edit. p. Emsmum Roterodamum, ohne Datum. Die Zeich- 
nungen sind wahrscheinlich von Tobias Stimmer gefertigt: Das Mono- 
gramm 1 und 2 hat indessen nur theilweise Aehnlichkeit mit jenem 
des C. v. Sichem sen., welcher für Th. Rihel gearbeitet hat. Es fehlt 
der Buchstabe "S. welcher sich durch den zweiten Schenkel des V 
windet. Nur auf einem Blatte kommt das dritte Zeichen mit dem un- 
Monogrammiaten Bd. II.  19
        

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