Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1560273
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CTP- 
738 
738. eatharina Treu, geb. zu Bamberg 1742, gest. 1811, zeichnete 
C T P einige ihrer Frucht  und Blumenstücke mit den 
 .  Initialen des Namens. Diese Künstlerin erfreute sich 
eines grossen Rufes, und obwohl keine Rachel Ruysch,' so verdienen 
doch auch jetzt noch ihre Bilder alle Beachtung. Viele Gemälde kamen 
nach Russland, England und Italien. 
739- Unbekannter Maler; dessen Lebenszeit die beigefügte Jahr- 
 zahl bestimmt. Bilder mit dem gegebenen Zeichen 
waren in der Sammlung des Malers Caspar Braun in 
 Wien. Der Kunsthandlcr Joseph Grünling daselbst 
gab 1813 einen Catalog der Sammlung heraus, hat 
1' aber für den Träger des von ihm beigefügten Moiio- 
  gramms keinen Namen.  
740. Giacomo eassiiio, Münzmeister in Turin von 1484 71489, 
C T X liess die Stempel seiner Gepräge mit C. T X. bezeichnen. 
  Der Buchstabe C. bezieht sich auf ihn, und TX. bedeutet 
die Münzstätte Turin. 
741. Gaspar Ulens, Maler von Antwerpen, war_1644 Schüler von 
6 u 16,51 Peter van Lint, und gehört zu denJenigen liollandischen 
 '   Meistern, welche der Vergessenheit anheim fielen. ln 
Eberleiifs Beschreibung der Galleric in Salzdahlum von_ 1776 ist_ein 
Gemälde mit den Buchstaben (S11. angezeigt. Es stellt die halbe Figur 
des hl. Petrus im Gebete vor, und ist wahrscheinlich von diesem G. Ulcns. 
742- 0- U. Kingston, Zeichner und Architekt zu London, ist uns 
am  durch die Abbildungen in folgendem Werke bekannt: 
l Jllustration of baptismal fonts, by F. A. Palcy. London 
U . U. K . 1841. fol. Die Taufsteine, welche in diesem Werke 
gezeichnet sind, gehören verschiedenen Jahrhunderten an. 
743. Unbekannter Bildsolinitzer, welcher in_ der_ersten Zeit des 
16. Jahrhunderts in Deutschland, vielleicht in Sachsen lebte. 
 Im grünen Gewölbe zu Dresden. befindet sich ein roh be- 
handeltes, aber interessantes Schnitzwerk_ in Eichenholz, welches in 
einer reichen, aber wunderlichen Composition die Rechtfertigung des 
Menschen vor Gott vorstellt. Auf der einen Seite sieht man Christus 
am Kreuze „ und gegenüber eine Schlange am Kreuze, umgeben von 
einem Bischofe und anderen Personen. Im Vorgrunde sind Bilder, 
welche sich auf den Sündenfall und die Erlösung beziehen, und in 
der Ferne bemerkt man ein Lager. Zur Erklärung sind viele biblische 
Stellen eingeschnitten. Das Zeichen mit der Jahrzahl 1515 bezieht 
sich wahrscheinlich auf den Künstler. Vergl. Landsberg, das grüne 
Gewölbe dnc. Leipzig 184? S. 96. 
744. Urse Graf, Stempel- und Formschueider _von Basel, erscheint 
 hier nur im Vorbeigehen, da sein Zeichen von Un- 
kundigen für C V genommen werden konnte, wie diess 
am auch bei Heller der Fall ist. Das Monogrammbesteht 
,  1 aus den Buchstaben GV, unter welchen wir uber 
diesen alten Meister handeln werden. 
745. Unbekannter Formschneider, welcher mit Ursus Graf nicht 
' Eine Person seyn dürfte. Letzterer bediente sich eines 
 ähnlichen, aus G Vbestehenden und schwarz abstecheiiden 
Zeichens, und auch das gegebeneMonogramm durfte 
nicht C V, sondern G V zu lesen seyn. Der Meister scheint in Jngol-
        

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