Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1560254
286 
728 
732. 
723. Unbekannter Kupferstecher, _welcher in der ersten Hälfte 
ü des 16. Jahrhunderts in Holland gelebt zu haben scheint. Er 
 copirte ein Blatt von Lucas van Leyden, welches Bartsch N0. 83 
beschreibt. Es stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde unter einem 
grossen Baume sitzend vor. Die Mutter ist wn vorn gesehen in einen 
weiten Mantel gehüllt, und das Kind hält einen Apfel in den Händen. 
Im Grunde links breitet sich eine bergige Landschaft aus, und auf 
dem dieselbe durchschneidenden Flusse bemerkt man zwei Kähne. 
Rechts oben hängt das Täfelchen mit CT an einem Baumaste. Das 
Bild ist von der Gegenseite des Originals genommen. H. 1 Z. 5 L. 
Br. 2 Z. 2 L. 
729. G. L. Tetzel, Formschneider in Berlin, fand oben unter 
 dem Monogramm CT. N0. 724 eine-Stelle, und es ist bereits 
c- T bemerkt, was hinsichtlich der Namensbuehstaben zu wissen 
nothwendig ist.  
730. Medailleure und Münzmeister. Die älteren Münzen mit c. T. 
C T sind die würtembergischcn, welche von 1622-1628 in Ohristophs- 
  thal geprägt wurden. Die Buchstaben C. T. beziehensich auf 
diesen Ort.  
Garl und Christian Thauer waren um 1645-1658 in Berlin thätig, 
der erstere als Stempelschneider, der andere als Wardein, und beide 
zeichneten C. T. Diese Buchstaben findet man auf einer kleinen Schau- 
münzc zu Ehren der Geburt des Prinzen Carl Emil von Brandenburg 
1655; ferner auf einem medaillenmässigen Thaler von 1657 auf die 
von Polen bewilligte Souveränität des Herzogthums Preussen. 
Christian Teichmann war von 1807-1816 Münzmeister in Ehren- 
breitstein, von 1816-1830 in Limburg, und von 1830-1843 in Wies- 
baden. Auf den unter seiner Aufsicht geprägten Münzen stehen die 
Buchstaben C T.  
731. Gornelins Troost, Maler und Radirer, geb. zu Amsterdam 
1697, gest. 1750. Schüler von Arnold Boonen, entwickelte 
C:  . er ein reiches Talent, welches in vielen Dingen mit jenem 
ß des Hogarth verwandt ist. Man nennt ihn desswegen 
noch heutzutage den holländischen Hogarth. Seine Werke sind zahl- 
reich, und theils durch Kupferstiche von B. Beraerts, J. Houbracken, 
P. Tanje, S. Fokke, J. Punt, Ploos van Amstel, Pether, A. Delfos, 
R. Muys," A. Schouman , Pelletier u. A. bekannt. Auf einigen 
der nach ihm gestochenen Blätter findet man die Initialen des Namens, 
in obiger Form auf Mezzotintostichen des Arnold Rentinck. Das Bild- 
niss des letzteren ist C. T.p. und A. R. f. bezeichnet. G. Troost hat 
ebenfalls Blätter in Schabmanier hinterlassen, unter welchen das grosse 
Bildniss des Pietro Locatelli da. Bergamo zu den sehr seltenen Er- 
zeugnissen dieser Art gehört. Ueberdiess radirte der Künstler auch 
mehrere Blätter in Kupfer, so dass sich sein Werk auf ungefähr 
42 Blätter beläuft. Sie kommen in verschiedenen Abdrücken vor. 
732. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
[E des 15. Jahrhunderts in den Niederlanden lebte, vielleicht als 
Zeitgenosse des sogenannten Meisters IM mit dem Weberschiifchen 
(Maitre ä la navette), welcher zu den Brüdern des gemeinsamen Lebens 
zu Agnetenberg bei Zwoll gehört. Das Blatt mit den gegebenen Buch- 
staben ist "in der Weise derjenigen gestochen, welche man von IM 
kennt, und somit handelt es sich wohl ebenfalls um einen Bruder des 
Augustinerstiftes in Agnetenberg. Das fragliche Blatt stellt Christus
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.