Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1560156
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LOST. 
708 
710. 
des Kilpferstiches. Der Mann trägt eine Mütze gmit Lappen hinter 
dem Ohre, und blickt nach links abwärts. Ueber das zugeknöpfte Kleid 
geht ein Ueberwurf mit ausgeschlagenem Kragen. Das Gesicht ist 
läLYlZhOS, so dlass die Büste ein weibliches Anseheä halti än einer unserer 
ue en wir sie wirklich für jene der Mutter es u ens genommen. 
Der Formschneider hatte ein gutes Vorbild. Das Portrait erscheint in 
einem Oval, die Ecken der Platte sind aber ausgefüllt. H. 7 Z. Br. 6 Z. 
708- Johann Uonrad Steiner, Landschaftsmaler und Radger, geb. 
zu Winterthur 1757, gehört zu denjenigen ünstlern 
Cäast seines Vaterlandes, welche in der von Salomon Gessner 
 3 bezeichneten Richtung die landschaftliche Idylle mit 
ß  Beifall pflegten. Er ist durch eine grosse Anzahl von 
Zeichnungen in Aquarell, Gouache, Bister und Crayon bekannt. Auch 
in Oel malte er auf Papier , selten aber findet man Landschaften auf 
Holz oder Leinwand. Seine Werke sind mannichfaltig, da er die Schweiz 
nach allen Richtungen bereiste, und dreimal Italien durchwanderte. 
Auch eine bedeutende Anzahl von radirten Blättern in grossem und 
kleinem Formate findet man von ihm. Ein Theil ist zu Folgen ver- 
einiget; andere Blätter erschienen einzeln. Auf radirten Landschaften 
findet man die gegebenen Zeichen, da der Künstler nicht immer den 
Namen beisetzte. Er starb um 1818. 
7Ü9. Garl Starke, Kupferstecher, war um 1790-1810 in Weimar 
Uhr, J, thätig. Er arbeitete meistens für den Buchhandel. In der 
"K" c Zeitschrift: London und Paris. Weimar 1798, sind viele 
Blätter von ihm, gewöhnlich Carrikaturen nach J. Gillray. Auf diesen 
Blättern steht der Name, oder die Abbreviatur desselben. Auf anderen 
Blättern fehlt der Buchstabe C, indem St ck fe. daraufsteht. 
710. Gianantonio Bazzi de Verze (Vercelli), genannt Oavaliero 
Sodoma, wird hier eingeführt, um gleichsam anzufragen, 
ob das gegebene, von Brulliot I. No. 230 beigebrachte 
 Zeichen ihm angehören könne. Nach der Angabe des 
erwähnten Schriftstellers findet man es auf Gemälden, 
welche an jene aus der ersten Manier des Cav. Sodoma erinnern, in 
der Behandlung aber trocken, in den Schatten schwarz und ohne 
Transparenz sind. Brulliot nennt ein Bild der Verkündigung Maria 
in S. Simone zu Viterbo, auf welchem das gegebene Zeichen vorkommt. 
Er glaubt es einem alten italienischen Maler aus der früheren Zeit 
des 16. Jahrhunderts zuschreiben zu müssen. Dieser könnte nun Sodoma 
seyn, welcher in seinen Werken so ungleich ist, dass ihn Vasari, 
freilich nicht ohne Animosität, bald tadelt, bald lobt, sein Colorit als 
finster, und auch als feurig bezeichnet. Nur die Bilder der letzteren 
Zeit des Künstlers ündet Vasari immer tadelnswerth. Die Gemälde, 
deren Farbe verdumpft und verdunkelt ist, scheinen nicht sehr selten 
zu seyn. Diess ist nach Kugler mit einem Gemälde in der Gallerie 
des kgl. Museums zu Berlin der Fall. Es stellt den Leichnam des 
Herrn auf dem Schoosse der Maria vor, und könnte in die Categorie 
der von Brulliot bezeichneten Werke gehören. Das obige Monogramm 
ist ohne grossen Zwang auf Cavaliere Sodoma zu deuten. Der erste 
Buchstabe würde im WorteCavaliere seine Erklärung finden, und 
es ist bekannt, dass der Meister auf seine Ritterwürde stolz war. Das 
Monogramm kann man Antonio lesen, und das S müsste Sodoma be- 
deuten. Der Cavaliere Antonio Sodoma ist nun fertig für diejenigen, 
welche ihn anerkennen wollen. Sodoma lebte um 1479-1554. Im 
Künstler-Lexicon XII. S. 344 E. haben wir ausführlich über ihn gehandelt.
        

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