Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559817
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654. 
In der Mitte am Felsen bemerktman das Monogramm, und rechts- die 
Jahrzahl 1561. Im oberen Rande steht in beweglichen Lettern: 
Sanctus Hieronimus Stridonensis Theologus, und unten im Rande: Ge- 
druckt zu, Breslau by Crispino Scharfenberg. Höhe 10 Z. 10 L. Breite 
8 Z. 3 L., ohne Rand.  Ein zweites Blatt mit diesem Zeichen stellt 
den leidenden Heiland auf einem Hügel sitzend nach links vor. Das 
Monogramm steht nach Brulliot rechts am Hügel, und links an einem 
Steine 1572. Im unteren Rande ist gedruckter Text: Mir hastu arbeit 
gemacht   wer will mit dir haddern. H. 11 Z. 1 L. u. 1 Z. 3 L. 
Rand. Br. 8 Z. 6 L. Das im k. Cabinet zu München vorhandene 
Exemälar hat auch auf der Rückseite eine bildliche Vorstellung, eben- 
falls hristus mit der Dornenkrone sitzend mit dem Rohre in den 
Händen. Das Haupt wendet" er iiachrechts, und in halber Höhe gegen 
den Rand zu steht: ECCE l HOMO. H. 10 Z. 8 L. Br. 7 Z. 3 L. 
Dieisär Holzschnitt ist ohne Zetichen. Man ltindet auch Abdrücke in 
He un e a er immer nur an einzelnen B attem,  
Es fragt sich nun, ob der Buchdrucker C. Scharlfenberg zu den 
Fornischneiderm gezahlt werden könne. Diese__Frage ist zu bejahen, 
wenn er vor seiner Etablirung in Breslau zu Gorlitz sich aufgehalten 
hat. Frenzel beschreibt im Catalog Sternberg II. No. 1478 ein sehr 
grosses colorirtes Formschnittwerk, welches Christus am Kreuze mit 
äiblisghin Sprlüchän vgrstält. ObonUstzeht _Ettliche Trogspzlichrgtvä zz 
en eien: ct m er err etc. nen ies man: u OTIZ urc 
Crispin Scharfenberg. "Formsclmeider.  Hier haben wir nun wirklich 
einen Formschneider dieses Namens, leider aber fist das Blattolgäine 
Jahrzahl. Der Buchdrucker C. Scharffenberg erö iiete seine ziii 
in Breslau 1553, und es wäre wohl möglich, dass er von Görlitz dort- 
hin gezogen ist. In diesem Falle wird er auch in Breslau das Schneid- 
messer Vnicht zur Seite gelegt haben. Mit dem Zeichen und der Jahr- 
zahl 1561 igtldas in Holz geschnittene Bildniss des Königs Sigmund 
August von 0 en in verzierter Einfassung bezeichnet dessen Platte 
vor ungefahr 10 Jahren mit vielen anderen in einer Rüstkammer der 
Universität zu Crakan vorgefunden wurde. Muczkowski, der Biblio- 
thekar derselben, liess 1849 neue Abdrücke machen. Dieses Blatt 
finälet 1223,11 iiä einer Bibehhweltche Saufdfosteii) des geitianigen Iläönigs 
ge ruc wor en zu seyii se ein. ie is in o en un er em_ amen 
Biblia Leopoldi bekannt, und ihrer Holzschnitte wegen geschätzt. Auf 
mehreren Blättern stehen auch die Buchstaben CS, worunter wohl 
ebenfalls C. Scharffenberg zu verstehen ist. 
654. Gornelius Sutterman oder Sustermans, und Christoph 
Schwarz jun. können Anspruch auf ein Zeichendiesei" 
7 6  61 Art haben. Der erstere wurde 1642 kaiserl. Hofmaler 
  in Wien, und kommt noch 1662 in den k. k. (Jammer- 
Rechnungen vor. Er malte Bildnisseuind historische Darstellungen 
auf Holz, theils {ignrenreiche Compositionen. Ein Solches Gemalde 
kommt zu München im Privatbesitze vor. Es ist mit dem Monogramme 
und der Jahrzahl 1661 oder 1667 bezeichnet. Ob dieses Bild dem 
C. Sutterman, oder dem jüngeren Christoph Schwarz angehöre, können 
wir jedoch nicht bestimmen, indem jeder dieser Meister eines aus C S 
bestehenden Monogramms sich bedient haben könnte._ Weder dereine, 
noch der andere kommt im Künstler-Lexicon vor, beide aber verdienen 
ihre Stelle. Ch. Schwarz scheint gegen 1625 auf den Schauplatz ge- 
treten zu seyii. In der Sammlung des k.  ätaatsratäies 
v; Kirschbaum zu München war ein {igurenreic es emä e mit er 
Äuferstehun der Todten nach derVision des Ezechiel", von 1625. 
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Auch Gemälde mit den Jahrzahlen 1630-1650 kommen vor.
        

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