Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559805
CS. Nr. 651- 653. 241 
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der hl. Urkunde, theils aus der Geschichte des Mittelalters. Auch 
das Nibelungenlied begeisterte ihn zur malerischen Produktion, wie 
diess überhaupt bei vielen Künstlern in der Zeit des Aufschwunges 
der neueren deutschen Kunst der Fall war. Mehrere seiner früheren 
Gemälde sind mit dem Monogramme bezeichnet. Später malte er 
meistens Bildnisse, wozu ihm seine Stellung als Hofmaler in Schwerin 
Veranlassung gab. Nach Zeichnungen von C. Fohr radirte er vier 
Darstellungen aus den Nibelungen, qu. fol. 
651. Uornelius van Sichem soll nach Christ, Monogn-Erklärung 
S. 156, der Träger des ersten Zeichens heissen. Der 
genannte Schriftsteller will ihn von Christoph und Carl 
gg van Sichem unterschieden wissen, wir glauben aber 
1 I im Gegentheile, und haben es auch im Künstler-Lexicon 
XVI. S. 343 ausgesprochen, dass ein Cornelius van Sichem nur durch 
grundlose Verwechslung mit dem jüngeren Christoph van Sichern zur 
Verwandtschaft: der genannten Kupferstecher und Formschneider kam. 
Christ fügt seinem Monogramme die Jahrzahl 1625 bei, sagt aber 
nicht, auf welchem Blatte es vorkomme. Er könnte indessen das 
zweite Zeichen ungenau nachgebildet haben. Man findet es nach 
Heller (A. Dürer S. 651 No. 1786) auf einer Holzschnitt-Copie des 
Blattes von A. Dürer, welches den Abschied Christi von der Mutter 
vorstellt, B. N0. 21. Heller sagt, dass das Blatt die Jahrzahl 1626 
trage, scheint es aber nicht gesehen zu haben, da er bemerkt, dass 
das von ihm beigefügte Schneidmesser wahrscheinlich fehle. Heinecke 
(Neue Nachrichten dcc. S. 180) weiss ebenfalls von einer Copie dieses 
Blattes, er gibt aber das dritte Monogramm mit der Jahrzahl 1625. 
Das eine oder das andere dieser Zeichen dürfte Christ ungenau iiach- 
gebildet haben. 
652. Gar! Schmid, Maler von Aachen, inzichte seine Studien an 
der k. Akademie iii Berlin, und copirte da auch einige 
historische Gemälde des k. Museums. Später begab sich 
 S der Künstler nach Frankreich, wo er mehrere Portraite 
x malte, sowohl Brustbilder als ganze Figuren. Schmid 
erwarb sich als Bildnissmaler Ruf. Doch findet man auch historische 
Gemälde und Genrebilder von seiner Hand. Auf einigen _Gemalden, 
besonders auf solchen aus der Zeit von 1825-1836, steht ein aus US. 
gebildetes ltlonogramm. 
653. Grispin Soharifenbei-g, Buchdrucker inbBreslau, soll nach 
Brulliot l. N0. 1462 der muthmassliche Träger dieses Zeichens 
seyn. Gewiss ist, dass von 1553-1576 ein Buchdrucker dieses 
'  Namens gelebt habe, ob aber die Holzschnitte mit diesem Zeichen 
  von ihm selbst herrühren, ist eine andere Frage. Seine Verlags- 
Vignette, welche in einem im RenaissancciStyl verzierten Wappen mit 
einem Berge und einer Ortschaft besteht, ist mit den Buchstaben C S. 
bezeichnet, nicht mit dem Moiiogramine. In seinem _Verlage erschienen 
die Werke des bekannten Reclienmeisters Adam Ries, und auf dem 
Titel ist Schal-ffenbeyjgls Signet. Man findet es auch auf dem Titel 
des Satzbüchleins des Johann Sackerwitz, herausgegeben Ivon Boneventura 
yermann, deutschen Seltulhalter in Breslau 1567.  Brulliot fand das 
gegebene Zeichen auf einem Holzschnitte aus der Oftizin des Crispin 
Scharffenberg. Dieses Blatt stellt den hl. Hieronymus in seiner Felsen- 
höhle vor wie er sitzend vor dem Crucitixe schreibt. Iiinks hinter 
der Höhld bemerkt man zwischen zwei grossenBaumstanimen den 
Löwen, und der Bogen der Grotte gewährt die Aussicht auf einen Fluss. 
Monogrammisten Bd. II. 16
        

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