Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559661
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602. 
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um 1670 u. s. w. Sie sind gestochen, und einige auch in schwarzer 
Manier ausgeführt. Geistreich geschabt ist das Brustbild eines Mannes 
mit Stutz- und Schnauzbart nach P. P. Rubens  4. Es rührt wahr- 
scheinlich von dem älteren Romstet her. Es ist oft schwer zu be- 
stimmen, welchem der beiden Romstet irgend ein Blatt angehöre. Der 
jüngere hatte weniger Geschick. 
599-. Richard Gosway, Miniaturmaler, gründete um 1770 in London 
seinen Ruf. Er malte Bildnisse und mythologische Darstell- 
m ungen, welche man als Meisterstücke ihrer Art erklärte. Viele 
seiner Bilder wurden in Kupfer gestochen. Das Portrait des 
Malers Paul Sandby, welches R. Dagley in Zeichnungsmanier stach, 
ist mit dem gegebenen Zeichen versehen, welches demnach auch auf 
andern Bildern des Meisters vorkommen dürfte. Sandbys Portrait 
findet man in folgendem Werke: Library of the [im arts II. London 
1831.  R. Cosway starb um 1810. 
ÖÜÜ. Joseph Garl Boettiers, Medailleur, geb. zu Paris 1691, soll 
Ä nach Brulliot I. No. 1443 Schaumünzen mit diesem Zeichen ver- 
sehen haben. Der genannte Schriftsteller beruft sich auf Köhlefs 
Münzbelustigungeu XX. S. 347 No. 8, F. W. A. Schlickeysen, Er- 
klärung der Abkürzungen auf Münzen 620., scheint aber kein Werk 
mit dem gegebenen Monogramme zu kennen, da. er S. 80 u. 149 nur 
von der Signatur C. R. und l. C. B. spricht. 
601. Rembrandt van Rhyn, über welchen wir unter dem Mono- 
q, gramm H R. und Rt. ausführlich handeln werden, bediente sich 
M33 der gegebenen Zeichen nur auf sehr wenigen Blättern. Sie 
QM?" bestehen nur scheinbar aus den Buchstaben CR, indem der 
Künstler sich kein C gedacht haben kann. Es ist nur ein R mit einem 
willkürlichen Zuge von unten auf anzunehmen. Das erste Zeichen 
findet man auf einem Blatte, welches wir unter den von Baitsch be- 
schriebenen Radirungen nicht herausfinden konnten. Es gibt das Brust- 
bild eines Mannes im Mantel mit Pelzkragen nach_ links gewendet, von 
woher das Licht entgegenfällt, so dass die stark nach dem kahlen 
Scheitel gehende Stirne mit den Falten des Ernstes, die vorstehenden 
Backenknochen, der fein geschnittene Mund, das etwas zurüekgezogene 
Kinn und das gerade vor sich hinblickende Auge vom Lichte getroifen 
werden, und die linke Seite des Gesichtes von den Backenknochen ab 
beschattet ist. Das Monogramm mit 1633 steht oben ziemlich in der 
Mitte. H. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 81], L. 
Das zweite Zeichen mit 1635 bemerkt man links oben auf einem 
Blatte mit dem Brustbilde eines Rattenfängers in Profil ilach rechts. 
Er hat einen struppigen Bart, und eine hohe, mit Pelz verbrämte 
Mütze, unter welcher das kahle Hinterhaupt hervorschaut. Der Mann 
hält eine Stange aufrecht, an deren Spitze eine todte Ratte hängt. 
H. 1 Z. 4 L. Br. 1 Z. 21], L.  
Diesezwei Blätter sind sehr selten, und sie scheinen weder von 
Bartsch, noch von Chev. Clanssin gekannt zu seyn. Die Kunde davon 
verdanken wir dem Hrn. Baron v. Löffelholz in Wallerstein. 
502. Friedrich Garl Bllpprßßht, Maler, Radirer und Formschneider 
ß in Bamberg (1779-1831), wurde bereits oben unter dem Mono- 
j' gramme CF R No. 50 eingeführt, und daher dient dieser Ar- 
m7"- tikel nur zur Ergänzung des früheren. Man findet die ge- 
gebenen Zeichen auf etlichen Radirungen von Rupprechüs Hand. Das 
erste Monogramm, mit der Jahrzahl 1819, steht auf 16l28nl Blatte mit 
a.
        

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