Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557490
breite Holzschnitt deutet auf Ch. Froschover in Zürich, da in dem- 
selben dessen Symbol, der Baum mit dem Frosche, vorkommt, und 
die Buchstaben C. F oben in den Zweigen ebenfalls auf ihn deuten. 
Dieses gut geschnittene Blatt stellt einen Apfelbaum mit Früchten dar, 
dessen Rinde in Streifen von einem Geistlichen abgerissen wird. Auf 
einem dieser Stücke stehen die Buchstaben ZCH. Ein Engel mit gen 
Himmel gestreckten Armen steht seitwärts von dem Baume, der bereits 
seine Früchte und Blätter abwirft. Unter dem Bande mit C. F sieht 
man einen Frosch. Der Baum mit diesem Frosche ist das Symbol des 
Christoffel Froschover, oder Froschauer, welcher in der Froschan zu 
Zürich seine Ofüzin hatte. Er wechselte aber mit der Vignette, indem 
der Baum auch mit mehreren Fröschen vorkommt, wie am Ende der 
Froschovenschen Bibel, über die wir unter dem Monogramme VS 
handeln werden. Der Frosch kommt auch auf dem schönen, und die 
Quartseite einnehmenden Titelholzschnitte des erwähnten Buches vor. 
Dieses Blatt stellt Christus dar, wie er auf dem Schiffe ruht, während 
der Tod das Ruder regiert. Der Knochenmann hält ein Stundenglas 
in der Hand, und auf diesem sitzt ein Frosch. Verschiedene andere 
allegorische Figuren stellen die Tapferkeit, die IIoHnung, die Klug- 
heit 11., s. w. vor. Das Schiff wird von Gott Vater an einem Anker 
gehalten. Von diesem seltenen Buche haben wir durch Herrn Wiech- 
mann-Kadow Kunde, und nach der Ansicht dieses erfahrnen Kenners 
deutet der Holzschnitt auf die oberrheinische Schule hin. Wenn wir 
aber die Buchstaben C. F auf Christoph Froschover in Zürich deuten, 
so werden wir wohl nicht irren, indem es nicht ausgemacht ist, dass 
derselbe die beiden Blätter des Pilgerschides selbst geschnitten habe. 
Die zweiten Initialen beziehen sich ebenfalls auf Ch. Froschauer. 
Sie stehen zu den Seiten eines Wappens, welches in dem schräg geg 
theilteu Schilde zwei Frösche zeigt. Diesen Schild bemerkt man in 
einer in Holz geschnittenen Karte der Eidgenossenschaft von 1545, fol. 
Sie bildet einen Theil der bei Froschover erschienen XII Landtafeln, 
über welche wir unter dem Monogramm HVE weitere Nachricht geben. 
22. Friedrich Christian Flles fand oben unter dem Monogramm 
C F N0. 9 eine Stelle, und es ist daher nur zu bemerken, 
C, F. dass sich die Initialen des Namens auf Bildnissen in den 
Häusern der höheren Stande zu Nürnberg finden. 
23. Gornelis Floris, Bildhauer und Architekt von Antwerpen, 
C F wurde 1539 freier Meister, und als solcher 
  in das Buch der Bruderschaft der Confrater- 
a F_ [nucntm- 1554, nität (Liggere) des hl. Lukas eingetragen. 
 Sohn eines gleichnamigen Künstlers, und Bru- 
der des bekannten, ehemals hoch gepriesenen Malers Franz Floris, 
machte er sich durch seine Werke einen rühmlichen Namen. Er baute 
das Rathhaus in Antwerpen, und das Huis van Ostenrijk daselbst. Als 
Bildhauer kann man ihn in der Ilauptkirche zu Doornik kennen lernen. 
Im Chore derselben sind drei Statuen in Marmor, und zwölf Basrelifs 
von seiner Hand. 
Hier handelt es sich aber zunächst um eine Sammlung von 20 
Kupferstichen nach seinen Zeichnungen. Sie stellen Vasen, Schalen 
und andere Gefässe vor, und sollten als Muster für Bildhauer und 
Goldschmiede dienen. Dieses Werk erschien unter dem Titel: Come- 
tius Floris Antverpiensis hujus opcrüs inventor MD. XL VIII. Hieronymus 
Cock oarcudebat, fol. Auf einigen Blättern zeichnete Floris mit den 
Buchstaben C. F., oder Cor. fl. Dann gab H. Cock auch noch archi- 
tektonische Abbildungen nach den Zeichnungen des Cornelis Floris
        

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