Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559649
591 
594. 
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daher der Vater dieses Zeichners seyii. Uebrigens hat das Mono- 
gramm Aehnlichkeit mit jenem des Landschaftsmalers Christian Richter, 
dessen Name aber doch nicht leicht in Rynvisch aufgehen konnte. 
591. Ulrich von Gfüllüüh, wohl ein lfIachkömmling-des berührnten 
Malers Lucas Cranach, erscheint hier als Kriegs-Ingenieur. 
Ä) Sein Zeichen findet man auf eilf radirten und gestochenen 
Blättern, welche schwere Geschütze und andere zur Artillerie 
gehörige Gegenstände vorstellen. Sie geboren in folgendes Werk: 
Deliciae Cranachianae, oder Vmch von Crannchs, wezlaml Obnstert von 
General-Ingenieurs Bare und Kunstrewhe Frzed- und Kmegs- Invenmoaes. 
Hamburg bei Gottfried Schultzen. 1672, kl-_ f01- In der Vorrede hBISSt 
es, dass Cranach die Blätter selbst gezeichnet und gestochen habe. 
Das Monogramm bezieht sich daher auf ihn. 
592. Garl Reinhardt, Zeichner und Maler, wurde 180_8 zu Leipzig 
geboren, und von seinem Vater,_ einem mittel- 
mässigen Künstler unterrichtet. Bei ihm vereinig- 
ä ten sich Talent und Humor, nur fand er bei seinem 
I ' 1 lebhaften Geiste nicht diclanäehöriäe läuhe, um 
ersteres vollkommen auszu 1 en. ein ardt lebte 
  München und malte Land- 
(PX,  Zgiiladgäs glälchiszlaligr meistens, ebene Ge 
,  , genden 
mit hinlQHdi-izontel vorstellen. Sie sind spärlich ausstaftirt, da 
Bäume und Figuren mehr Zeit erforderten, als der Künstler ver- 
wenden wolällze. Eigeiltllähß Ggnrebilder iängen sich aus diesein Gäslrlllde 
nicht von i m, o geic er iguren un cenen in origine er eise 
anfassen konnte. Diess beweisen die Zeichnungen, welche er zur 
Illustration der in München bei Braun und Schneider erschienenen 
fliegenden Blätter lieferte. Von 1850  1852 trug er auch zur Illu- 
stration der Düsseldorfer Monatsblätter bei, theils mit Zeichnungen 
zum_Holzschnitt, theils mit Original-Lithographien, deren dieser Zeit- 
schrift beigegeben wurden. Von 1853-1854 lagerte sich sein Witz 
im Berliner Kladderadatsch, und in einer zu Hamburg unter dem 
Titel "Asmodi" gegründeten humoristisch -satyrischeii Zeitschrift ab. 
Letztere ging aber bald den Weg des Fleisches, und somit verliess 
Reinhardt Hamburg, um in Wien sein Heil zu. suchen. Er lebt noch 
gegenwärtig iii dieser Stadt, und beschäftigt sich mit Zeichnungen zur 
Illustration des Figaro, dessen Tendenz ebenfalls eine humoristische ist. 
Reinhardt gewann in Wien eine grössere Stabilität, als in den ge- 
nannten Städten. Seine humoristischen Expektorationen finden Beifall. 
Auf Blättern der genannten Werke stehen die gegebenen Zeichen, die 
grösseren auf Lithographien, die kleineren auf Holzschnitten. Auch die 
Buchstaben CR ohne Verschlingung kommen auf seinen Zeichnungen vor. 
593. (jharles Kegnier, Kupferstecher zu Paris, gehört zu den 
ü, bessten jetzt lebenden Künstlern seines Faches. Er stach 
ICPMDK Genrebilder nach Eduard Girardet und andern Meistern. 
Die gegebenen Zeichen kommen auf Blättern in J. H. von Hefnefs 
Trachten des Mittelalters vor. Die erste Abtheilung dieses Pracht- 
Werkes wurde 1853 vollendet, und es ist bei ununterbrochenemfort- 
Bange noch nicht abgeschlossen. 
594. einem im, d. i. König Carl 1. von England. Er liess 
die Gemälde und Zeichnungen seiner Sammlung mit einem 
Stempel bezeichnen, Welcher auf den Blättern, und auf der 
Rückseite der Gemälde eingedruckt ist. Seine Kunstwerke 
gingen den Weg der Versteigerung, und daher findet man 
Monogrammisten Bd. II. 1D
        

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