Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559634
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vorstellen, und zu den Seltenheiten gehören. Sie kommen im Frauen- 
holz'schen Auktions-Catalog von 1792 N0. 290 vor, und wir fanden sie 
in keinem der vielen uns zu Gebote stehenden späteren Kupferstich- 
Verzeichnissen mehr aufgeführt.  
Das zweite Zeichen, mit dem Beisatze F. A. 1616, steht auf Sedez- 
blättchen mit Goldschmiede-Ornamenten, in welchen phantastische 
Figuren, Thiere und Pflanzen oder Laubwerk vorkommen. Vgl. auch 
unten CR. FA. 1616 N0. 631. 
589. Unbekannter Graveur, welcher um 1544 thätig war, und 
R wohl zur Classe der Goldschmiede gehört. Im Besitze des 
VCR. Kaisers von Oesterreich befindet sich ein kostbarer Schrank, 
welcher mit acht vergoldeten Kupferplatten geziert ist. Bei der 
iWiederherstellung desselben 1843 wurden einige Abdrücke auf chine- 
sisches Papier gemacht, und diese Blätter, radirte und geätzte Land- 
schaften in Lautensacläs Manier, beschreibt F. v. Bartsch (Die k. k. 
Kupferstichsammlung in Wien S. 141) wie folgt. Sie sind 5 Z. 5 L. 
bis 8 Z. hoch, und 7 Z. 11 L. bis 8 Z. 3e-5 L. breit. 
1M) Eine Seegegehd bei Sonnen-Auf- oder Untergang. Unten im 
Wasser gegen einen vereinzelten Baum steht das Monogramm.  
2) Eine ähnliche Seegegend. In der Luft ziehen fünf Vögel. 
Rechts vor den Wurzeln eines Baumes, dessen Zweige die Plattenlinie 
übersteigen, steht auf einem ovalen Kiesel das Zeichen.  
3) Ein von Bergen undFelsen umgebener See. Der abendliche 
Himmel ist stark umwölkt. Das zweite Zeichen steht links an der 
Flache eines Felsenstückes. 
4) Ein kleiner Binnensee durch eine bergige Gegend eingeschlossen. 
Zwei Städte, eine am See, die andere auf der Anhöhe, unterbrechen 
die Landschaft. Die Mittagssonne kommt unter Gewölk hervor. Das 
Zeichen (Spiegelschrift) steht unten in der linken Ecke auf einem 
Täfelchen.   
5) Fabrikgebäude auf zwei Inseln im See, welche durch Brücken 
mit dem Festlande verbunden sind. Rechts unten stehen die Buch- 
staben CR auf einem Ziegel. 
6) Eine Masse von Gebäuden in drei Reihen über einander, an 
einem Flusse gelegen. Im Vorgrunde links bei einem Fusssteige, der 
zur Brücke führt, steht ein Kreuz mit dem Abzeichen einer Scheere 
zwischen der Jahrzahl 1544, und unterhalb dem Kreuze in der linken 
Ecke sieht man das Zeichen im Tafelchen." 
_7) Landschaft, welche in der Mitte durch einen starken Baum in 
zwei Theile geschieden ist. Rechts und links stehen Burgen auf An- 
höhen, in der Tiefe sieht man eine Meierei und einen Teich. Unten 
links in der Ecke ist das Zeichen auf einem Zettel. 
8) Mehrere Wohngebäude von einem Zaun und von Bäumen um- 
geben. Ein Fussweg führt zum Eingange eines Schlossthurmes. In 
der linken Ecke unten das Monogramm. 
590. G. Rynvisch soll der Träger dieses Zeichens seyn, welches 
man auf Landschaften in Oel findet. Wir haben nie 
7' 6 6. ein Bild dieser Art gesehen, und auch der Name scheint 
Zweifel zu erregen, da er weder von deutschen, noch 
von holländischen Lokalschriftstellern erwähnt wird. Heinecke, Nach- 
richten von Künstlern II. S. 48, kennt jedoch Zeichnungen von 
E. Rynvisch, welche in Breughelis Manier behandelt! sind, und- theils 
die Jahrzahl 1653 tragen. Der Monogrammist G. Rynvisch könnte
        

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