Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559571
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573 
1575. 
welche die Scene beobachten, während ein dritter auf dem Boden 
schläft. Links sind drei andere Zeugen der Handlung. Im unteren 
Rande ist Schrift: Quo mm penetrat etc. . und an der Basis eines 
Pfeilers in der Mitte des Bildes steht die Jahrzahl1542, welche aber 
später eingestochen zu seyn scheint. H. 5 Z. 1 L. Br. 11 Z. 4 L. 
Das gegebene Zeichen weicht von jenem, welches Brulliot I. 
No. 1439 beibringt, ab. Es stimmt auch wenig mit derrsicheren 
Monogrammen des Cesare Reverdino, und da überdiess auch die Ma- 
nier des erwähnten Blattes mit den sicheren Stichen desselben geringe 
Aehnlichkeit hat, so wird das Zeichen wohl einem andern Meister 
angehören. Es scheint auch nicht aus den Buchstaben CR. sondern 
aus GR zu bestehen. Man nennt zwar den Meister nicht selten 
Gasparo Reverdino, aber nur willkürlich, da er Caesar heisst. Viel- 
leicht ist der Träger des Monogramms jener Georgins Reperdius von 
Lyon, dessen Nicolaus Bourbon in seinen Nugae. Lugduni 1558 p. 427 
neben Hans Holbein preiset. Wir haben darüber unter dem Mono- 
gramm Ce Re l. c. gehandelt. 
573- Unbekanntes Zeichen, welches wahrscheinlich einem Tapeten- 
wirker angehört. Man findet es in Hautelisse-leppiche ein- 
gewirkt, welche in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts 
zu Brüssel fabricirt wurden. Fünf solcher Tapeten erwarb 
 der Herzog Wilhelm V. von Bayern. Sie stellen Schlachten 
vor, nach Cartons eines Malers aus der Schule des Martin 
Heemskerk, wenn nicht dieser selbst die Zeichnungen ge- 
liefert hat. Diese kostbaren Tapeten waren ursprünglich für die neue 
Veste in München bestimmt, gingen dann in die von Maximilian I. 
erbaute Residenz über, und wurden zur Zeit der Regierung des Königs 
Maximilian I. (1- 1825) im k. Schlosse zu Nymphenburg aufbewahrt, 
wo sie wahrscheinlich noch vorhanden sind. Jeder der Teppiche hat 
als Fabrikzeichen auch einen einfachen rothen Schild, zu dessen Seiten 
der Buchstabe b steht, wohl als Hindeutung auf die Fabrikstadt Brüssel. 
574 Garl Ludwig Bllndt, Landschafts- und Architekturmaler von 
Königsberg, machte seine Studien auf der k. Aka- 
demie in Berlin, und brachte da von 1826 bis 1828 
mehrere Bilder zur Ausstellung, besonders Land- 
schaften und architektonische Ansichten. Später be- 
 gab sich der Künstler nach Italien, wo er das Fach 
der Bautenmalerei mit noch grösserem Eifer piiegte. 
Seine Werke bestehen in Ansichten aus Rom, der Campagna, aus 
Neapel und Sjeilien. Eine Ansicht der St. Peterskirche in Rom er- 
warb 1844 der König von Preussen. Rundt bediente sich auf Ge- 
mälden und Zeichnungen häufig eines Monogramms, sowohl auf Bildern, 
mit Vaterländischen Ansichten, als auf solchen, welche er in Mittel- 
Italien und Sicilien geschöpft hatte. Brulliot II. No. 2816 gibt das 
ersteZeichen, der Künstler verband aber auch das L damit. Das 
zweite Monogramm steht auf einem lithographirten Blatte, welches 
einen Klosterhof vorstellt, in welchem ein Mönch liest, und ein anderer 
dem Reisenden Speise reicht. Unten steht: St. Scolastica a Subiaco. 
Napoli  1834. fol. 
575. Glaude Bivard, Goldschmied und Kupferstecher, war um 
1630  1645 in Lothringen thätig. Er stach eine grosse An- 
m. zahl von Blättern mit Mustern für Goldschmiede oder Juwe- 
liere, welche zu mehreren Folgen vereiniget, und theils mit arabischen, 
theils mit römischen Zahlen nummerirt sind. Auf Jedem Blatte steht
        

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