Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559564
571 
572. 
217 
Doch ist eine Einfassung gegeben, wogegen aus der Dürewsehen Com- 
position weggelassen wurde. Die grössere Vignetteliat aber einen 
Zusatz. Links unten- kniet ein Mann in altdeiitscher Traclitmit ge- 
falteten Händen, und zu seinen Füssen bemerkt man das Zeichen in 
einem Schildchen. Dieselbe Vorstellung in kleinem Formate hat das 
erste Monograrum im Wappen. H. 2 Z. 11 L. Br. 2 Z. 1 L. Die 
Gruppe des ewigen Vaters mit dem Leichname des Sohnes auf dem 
Schoosse ist von der Seite des Originals genommen, doch sind die 
Engel weggelassen. Bartsch P. gr. VII. p." 474 beschreibt die mittlere 
Vignette, welche unten in der Mitte der aus Festons von Blättern und 
Früchten gebildeten ovalen Einfassung das zweite Zeichen hat. H. 4Z. 
2 L. Br. 3 Z. Die Gruppe.mit Gott Vater und dem Sohne ist die- 
selbe, wie in der kleinen Vignette, welche keinen knieenden Mann 
zeigt. Die Einfassung des Ovals enthält aber rechts und links Schweif- 
werk mit Fruchtbüscheln, und unten reicht aus der Schweifung je ein 
Thierkopf heraus. In der Mitte unten ist das zweite Zeichen. H. 2 Z. 
7 L. Br. 1 Z. 11 L. Die von Bartsch beschriebene Vignette findet 
man gewöhnlich am Ende einer zu Wittenberg von Crato gedruckten 
Bibel von 1561. Die kleinste Vignette ist am Ende der Enarrationes 
leczionum evangelicarum a Petra Palladio. Vitebergae excudebat Johannes 
Crato     
.Bartsch lässt das Monogramm angedeutet, Brulliot I. No. 1452 
schreibt es aber dem Conrad Rühel zu. Letzterer erhielt 1560 auf 
die Herausgabe der Bibel des Dr. M. Luther ein churfürstliches Pri- 
vilegium, er war aber nicht Drucker. Er bekleidete eine magistra- 
tische Stelle, und starb als Bürgermeister von Wittenberg. 
571. Unbekanntes Zeichen, welches Christ, Monogn-Erklärung 
S. 154, mit der Bemerkung beibringt, dass "es gefunden 
werde. Er sagt indessen nicht, ob auf einem Gemälde, oder 
auf einem andern Kunstprodukte. Wir sahen nie ein sol- 
 ches Zeichen, glaubten aber, das Monogramm nicht weg- 
lassen zu dürfen, da es auch in die Werke von Brulliot und__Heller 
überging.   
572- 68688.! neverdiiius, über welchen wir unter dem Mono- 
gramme Ce-Re I. N0. 2508 ausführlich gehandelt haben, gilt 
als der muthmassliche Träger dieses Zeichens. Bartsch P. gr. 
XV. p. 487, ist nämlich mit dem Blatte, auf welchem, das 
Monogramm sich findet, nicht einig, und zählt es daher unter die 
zweifelhaften Stiche des Caesar Reverdinus mit um so grösserem Rechte, 
als ihn die technische Behandlung vollkommen unterstützt. Dieses 
fragliche Blatt ist frei radirt, während die Stiche dess G. Reverdinus 
in der Weise des Giulio Bonasone, oder Agostino Veneziano ausgeführt 
sind. 'Er zählt zur Schule des Marc Anton, während unser Mono- 
grammist jener von Fontainebleau anzugehören scheint. Das Blatt 
mit dem gegebenen Monogramme stelltCimon und Pero vor. Ersterer 
lehnt sich an die Fensterstangen seines Gefängnisses, und Pero sitzt 
rechts mit dem Kinne im linken Arme auf einem Steine, im Begriffe, 
dem Vater die Brust zu reichen. Links unten bemerkt man das 
Zeichen; H, 5 Z, 10 L. ÄBr. 3 Z. 4 L. Die Zeichnung. zu diesem 
Bilde scheint dem A."Zaiietti' (Cabinet Cicognara p. 520 N0. 1413) 
von Rosso Rossi (Maitre Roux) zu seyn_, sie wurde aber von unserem 
Künstler nicht vollständig gegeben- "Dleselbe GrllPpitkommt nämlich 
von der Gegenseite in einem sehr gut und coi-rekt gestochenen Blatte 
eines anonymen Meisters vor. Die Coniposition desselben ist reicher. 
Rechts in der Thüre des Gefängnisses zeigen sich zwei nackte Männer,
        

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