Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559449
531 
534. 
205 
man bei oberflächlicher Betrachtung jedoch auch für C F nehmen 
könnte, wie diess bei Christ S. 139 der Fall ist, auf welchen sich 
Heller beruft. Letzterer fügtedie Copie des gegebenen Zeichens auch 
der ersten Ausgabe seines Werkes über Lucas Cranach bei, und 
änderte es in der zweiten, 1844 erschienenen Auflage nicht ab. Nach 
der Angabe dieses Schriftstellers steht es auf dem nach L. Cranach 
in Holz geschnittenen Bildnisse des Churfürsten Johann Friedrich II. 
von Sachsen, B. N0. 138, und auf Blättern in: Hufz Postilla von Dr. 
Martin Luther. Wittenberg 1.570,- fol. Wir haben unter dem Mono- 
gramme C E. I. No. 2487 über diesen Meister gehandelt, und enthalten 
uns daher hier des Weiteren, da CE zu lesen ist.  
531. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1618 in Augsburg 
gearbeitet haben dürfte. Man findet sein Zeichen auf dem 'I'itel- 
'67: kupfer im Fasciculus sacrarum precum Joannis Abbatis Lomba- 
censis. Augusta Vindelic0rum'1625, 16. Dieses hübsche Blättchen stellt 
die thronende hl. Maria mit dem Kinde auf dem Schoosse vor, nach 
einem alten Bilde im Kloster zu Lambach. Vor ihr kniet Bischof 
Adalbero von Würzburg, der Stifter des Klosters, und unten ist letz- 
teres gestochen. Das Monogramm steht rechts unterhalb des Thrones, 
und im Rande liest man: Sancta Maria 0m Pro Nobis 1619. 
532. G. Pichl oder Pichler scheint der Träger dieses Mono- 
gramms zu heissen. Nach Brulliot I. No.1427 findet 
man es auf kleinen Gemäldemmit historischen Vor- 
66, Stellungen, und zuweilen schliesst sich an das Zeichen 
l die Sylbe IOHL. In der Kunstgeschichte war bisher 
weder ein C. Pichl, noch ein G. Pichler bekannt, was 
aber nicht hindert, seine Existenz anzunehmen. 
533. Ohristofano P3010 Galli, Landschaftsmaler und Radirer, 
 scheint durch das gegebene, aus G oder CP bestehende Zeichen 
Iseinen Namen angedeutet zu haben. Dieser Meister ist wenig be- 
kannt. Nur Zani nennt ihn als Zeichner und Radirer, ohne Angabe 
seiner Lebenszeit. Galli war ein Zeitgenosse des Caesar Anton Accius, 
welcher um 1609 blühte. Seine Blätter haben mit jenen des letzteren 
Künstlers viel Aehiilichkeit. 
Obiges Zeichen fand Börner in einer radirten Landschaft. Im 
hügelichen Vorgrnnde rechts steht ein Baum, dessen Wipfel an die 
obere Einfassungslinie reicht. Bei diesem Baume sieht man ein Thor 
und einen Zaun, in der Mitte des Blattes ein Gebäude mit rauchendem 
Schornstein, und in weiterer Entfernung links am Ufer des Flusses 
ein zweites Haus, dessen Schornstein an der Aussenwand eniporsteigt. 
Eine andere Staifage ist nicht angebracht. Rechts unten im-Vor- 
gruude am Ende einer Baumwurzel steht das Zeichen. H. 4 Z. 9 L. 
Br. 6 Z. 4 L. 
Ein zweites landschaftliches Blatt trägt den Namen dieses Meisters. 
Links vorn kommt ein Fluss unter der steinernen Brücke hervor, und 
strömt hinten rechts der Stadt zu, welche durch eine Brücke ver- 
bunden ist. Rechts unten im Wasser: Christofano P." Galli F. 1600. 
H.4Z.8L. Br.6Z.6L.  
534. Garl I. König von England war als Prinz ein eifrigerKunst- 
l freund, und versah die in seiner Sammlung vorhandenen Ge- 
mälde, Zeichnungen und Kupferstiche mit einem Stempel. 
C P DieseiKiinstschätze wurden nach seinem Tode zerstreut, und 
daher findet man noch in verschiedenen englischen Cabinetten Gemälde 
und Zeichnungen mit dem gegebenen Stempel. 
        

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