Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559391
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516. 
auch Blätter in Holz geschnitten. Erstere liess Kaiser Carl V. für 
Tapeten machen, und erst gegen Ende seines Lebens kamen die Form- 
schnitte zu Stande. Zu den Seiten jedes der reichen Hauptbilder ist 
eine Caryatide, um denselben einen Abschluss zu geben. Das Werk 
besteht mit dem Titel und der Schlussvignette in 10 Blättern, qu. f0l., 
und gr; qu. roy. foL, es kommen aber gewöhnlich nur 7 Blätter vor. 
Der Titel lautet: Les moeurs et fachom de faire des Turcz, avecq les 
Religionx y aparcenentes etc. 1583. Auf der Schlussplatte steht: Maria 
Ver-Hulst veufve du dict Pierre d'Alost trepasse en l'un MDL a faict 
irnprimer les dtet figures soubz grace et privileye dümperiale Majeste m 
l'un MCCCCCLIII.   
  Ein zweites Werk mit Holzschnitten nach P. Coeck hat folgenden 
Titel:_ De Triumphe van Antwerpen. De seer wondertycke, schoone, 
triumphelycke lncompst van den hooghmogenden Prince Philips, Prince 
van Spaignm, Carola" des Vyfden. Keysers sone, in de stadt van Ant- 
werpen, .Anno MCCCCCXLIX. Duer Cornetium Grlapheum. Antwerpen 
1550, fol. Im Vorworte heisst es, dass die Figuren (Zeichnungen) 
durch den kaiserlichen Hofmaler Peter van Alost gefertigt worden 
seien, und am Schlusse des Werkes steht: Geprtnt Tantwerpen voer 
Peeter Coccke van Aetst l- 1550. Die Ausgabe mit holländischem Text 
ist noch viel seltener, als jene mit lateinischem. Sie erschien gleich- 
zeitig unter folgendem Titel: Spectavulorum in suseeptione Phitippi Hisp. 
Prin. Divi Caroti V. Caes. F. An. M.D XLIX. Anteerpiae aeditorum miri- 
fieus Apparatus. Per Cornelium Scrib. Grapheum, eius Vrlvis Seeretarium, 
e vere et ad vivum aceurate deseriptus. Am Ende: Excus. Antverpiae, 
pro Petra Alostei. impressore iurato, typis aegidii Disthemii An. 1550 
Mm. Jun, fol. Die lateinische Ausgabe enthält um zwei Holzschnitte 
weniger," als die holländische; Es fehlen die reichen Titel- und Schluss- 
verzierungen. Keiner der Holzschnitte in den erwähnten Werken trägt 
aber das gegebene Zeichen. 
P. Coeck übersetzteauch das fünfte Buch der Architektur des 
Serlio, welches mit Holzschnitten geziert unter folgendem Titel _er- 
schien: Den vijljten boeck van Architecturen Sebastiani Serl-ij m den 
welken van diuerschen formen der Templen getracteert etc. Duergesedt wten 
Italiaensche in nederlandts, duer Peeter Coecke van Aelst doen tertijt 
Sehtldere der K. Maiesteyt.  Antwerpen 1553. fol. Keiner der Holz- 
schnitte ist mit dem Zeichen versehen, und somit kann man es für 
Peter Coeck wohl nicht mehr beanspruchen. 
 516. Pietor Glaelssens oder Ulaessens, Maler und Goldschmied 
von Amsterdam, welcher 1500 geboren wurde, scheint der 
Träger dieses Zeichens zu seyn. Brulliot I. No. 1421 bringt 
ß es mit jenen Monogrammen, welche dem Peter Coeck von 
 1 Alost zugeschrieben werden, ohne einen evidenten Beweis 
dafür liefern zu können. P. Claeissens malte Bildnisse und historische 
Darstellungen. Im Museum zu Brügge ist ein Gemälde, welches den 
Triumph des Friedens vorstellt, eine reiche Allegorie auf Kaiser Carl V. 
Der Prinz von Oranien besitzt ein Votivbild, welches einen knieenden 
Ritter mit vier Söhnen zeigt. Diese Gemälde beurkunden einen Meister, 
welcher bereits der manieristischen Richtung verfallen war, aber in 
dieser noch immer ein lobenswerthes Streben zeigt. Vorzüglicher ist 
er in Portraiten, in welchen Charakter und Leben sich paaren. Wir 
haben Kunde von einem ausgezeichnet schönen männlichen Bildnisse, 
welches in den sprechenden Zügen die grösste Aehnlichkeit vermuthen 
lässt. Auf diesem Bilde steht das zweite Zeichen, und wir glauben, 
es dem P. Claeissens zuschreiben zu dürfen. Das erste Monogramm
        

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