Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557465
 Dieses sehr geistreich behandelte Blatt beschreibt Rudolph Weigel 
1m Kunstkatalog N0. 19034, und werthet es auf 10 Thlr. 
5) Brustbild eines jungen Mannes nach links, 1642. H. 6 Z. 
lL. Br.4Z.6L. 
Dieses Blatt nennt Heller in der neuen Auflage seines Hand- 
buches für Kupferstichsammler, er scheint aber nicht sicher zu seyn, 
da. er das Brustbild N0. 3 zweimal anführt, und die Grösse mit 
unserm Blatte dieselbe ist. In diesem Falle liegt in der Jahrzahl 
ein Irrthum. 
6) Die halbe Figur einer ältlichen Frau vor dem Tische, auf 
welchem sie mit beiden Händen ein fast geschlossenes Buch hält. 
Ihr Mantel ist mit Pelz gefüttert, und auf dem Kopfe trägt sie eine 
Haube von reichem Stoffe. Dieses äusserst seltene Blatt ist im 
Catalogue de la Collection de M. F. van den Zande, redigä par 
F. Guichardot, N0. 1108, beschrieben. Es ist sicher von der 
Hand jenes Meisters, welcher das Blatt N0. 3 radirt hat. H. 18 cent. 
Br. 13 cent. 6 mil. 
15- Stempel der im Jahre 1755 von dem Churfürsten Carl 
Theodor von der Pfalz zu Frankenthal in Rheinbayern 
m gegründeten Porzellan-Manufaktur. Diese Anstalt ent- 
wickelte grosse Thätigkeit, und lieferte auch verschiedene 
Kunstprodukte. Hier handelt es sich indessen nur um 
l den Stempel, welcher den Fabrikort bezeichnet. Man 
findet ihn unter Gruppen, Figuren, Vasen und anderen 
Gefässen eingedruekt. 
15- Dom Ferdinand August, Prinz von Sachsen-Coburg, seit 
1836 König von Portugal, radirte eine bedeutende 
(EX  Anzahl von Blättern, von welchen die früheren 
jeo; in der Zeichnung zwar etwas schwach, übrigens 
aber geistreich behandelt sind. Bei minderer Eile 
k? hatte aber der König auch in der Zeichnung Gu- 
' '33 o tes geleistet, da er ein entscliiedenes Talent zur 
Kunst besitzt. Die Blätter sind von 1837 an datirt, und meistens mit 
den drei ersten Monogrammen versehen. Zuweilen sind auf einer 
Platte mehrere Bilder gegeben, theils Copien nach Gemälden, theils 
nflch Aquarellen. In anderen Blättern ist die Hauptdarstellung von 
einer Reihe kleiner Figuren, oder von anderen Gebilden der Phantasie 
umgeben. Auch Mitglieder der königlichen Familie, und andere Per- 
Sonen des Hofes und der Gesellschaft hatte er vorgestellt. Graf 
A-__Raczynski (Dict. hist. artistique du Portugal p. 86) beschreibt 45 
Blatter von 1837-1845. Im Jahre 1846 malte der König alle Figuren 
In den sechs Landschaften über den Thüren der Königin im Palais 
de Necessidades, er griff aber später auch wieder zur Radirnadel, so 
dass die Blätter des Königs bereits zahlreich sind. Man findet aber 
deren nur selten, du sie nicht in den Kunsthandel, sondern nur als 
Geschenk an erlauchte Personen oder an Notabilitäten kamen, welche 
dem Könige nahe standen. Folgende Blätter bilden die Fortsetzung 
de?! Verzeichnisses, welches Graf A. Raczynski gibt. 
l 1) Die in einer Landschaft bei einer Aloe auf ein Vögelchen 
auernde Katze. Unten steht das Zeichen mit fec. 1845 d Lisbonne. 
H.5Z.8L. Br.4Z.3L. 
 2) Zwei am Eiiigange des Dorfes galopirende Reiter verscheuchen 
ein Schwein und zwei Hühner. Am Wege sitzen zwei Kinder bei 
einem Hunde. Mit dem erwähnten Zeichen und der Jahrzahl 1848.
        

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