Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559263
GOR. 
492. 
187 
von Strahlen umgebene Haupt nach dem Kopfe des Jesusknaben. 
Rechts am Rande steht: Corio. f. Oval, H. 4 Z. 5 L. Br. 5 Z. 8 L. 
In diesem sehr schönen, von Bartsch nicht erwähnten Blattc, tritt 
das leichte Spiel der Radirnadel in bewunderungswürdiger Weise hervor. 
Der Künstler wählte eine Guido RenPsche Madonna zur Nachbildung. 
R. Weigel fügte dem 12. Hefte seines Prachtwerkes: Holzschnitte be- 
r-ühmter Meister etc., eine treifliche von Krüger gefertigte Oopie bei. 
4) Eine junge Märtyrin, wie sie der Engel auf einen mit der 
Krone herabschwebenden Himmelsboten aufmerksam macht. Cherubim 
urnschweben die Gruppe der beiden halben Figuren, Unten links 
steht: Coriot Eq. F. H. 5 Z. 10 L. Br. 5 Z. 
Dieses Blatt kennt Bartsch nicht. Wir finden es nur von R. Weigel 
im Kunstkatalog N0. 1975 beschrieben. Der Verfertiger scheint aber 
nicht Gio. Bat. Coriolano, sondern Bartolomeo Coriolano zu seyn, da 
sich unsers Wissens nur letzterer Eques nennt. 
5) Jahel, wie sie auf dem Boden knieend dem Sisera einen Nagel 
durch den Kopf schlägt. Links am Steine steht: SIC STERNITVR 
ERROR VERITATIS PVNCTQ, und rechts unten: I. F. B. I. Corio. f. 
H.3Z.2L. Br.4Z.5L. 
Bartsch sah dieses Blatt nicht, und zeigt es daher P. gr. XIX. 
p. 68 nur nach Malvasia an. Der Künstler hatte eine Zeichnung von 
Giovanni Francesco Barbieri (Guercino) zur Vorlage. Auf diesen 
Meister beziehen sich die Initialen I. F. B. I. 
6) Der unter dem Zelte schlafende Amor, nach einer Zeichnung 
von Guido Reni in Helldunkel ausgeführt. Ohne Zeichen und Namen, 
aber dem G. B. Coriolano zugeschrieben. H. 3 Z. 6 L. Br. 5 Z. 6L. 
Kupferstiche. 
Folgende Blätter entgingen den Nachforschungen des A. v. Bartsch. 
7)_ Das Bildniss des Rechtsgelehrten Jacobus Gallus. Sehr schönes, 
und sehr seltenes Blatt mit dem Namen. H. 6 Z. Br. 4 Z. 
8) Ein nach rechts vorn im Galopp reitender geharnischter Heer,- 
führer, anscheinlich Portrait. Links im Mittelgrunde ist eine Schlacht 
vorgestellt, und rechts oben ein Wappen angebracht. Im Boden steht: 
ll Coriolano. H. 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 8 L.  
Dieses Blatt gehört vielleicht zur Beschreibung der Leichenfeier 
des Marchese Pepuli.   
_9) Das Titelkupfer zum Princeps des L. Caraccioh. Am Tisch- 
tePPICh Steht in Absätzen: Princeps [ Comitis Ludovici  Caraccioli 1 
Odoardo  Famesio l serenissimo  Placemii typis J. Anlonii Ardizzoni 
MDCXXXIII. Coriolanus F. H. 9 Z. 7-8 L. Br. 6 Z. 6 L. 
Nach Adelung's Angabe lautet der Titel: Princeps, in quo a prignis 
annis ad ultimam seneotutmn instituilur princeps etc. Piacenza 1634, ol. 
Diese Angabe ist wahrscheinlich nicht genau. 
10) Eine Wand mit Candelabern und Pilastern, an deren Basen 
Statuen der Päpste des Namens Gregor angebracht sind. In der zweiten 
Abtheilung sind allegorische Vorstellungen. Il Coriolano f. H. 10 Z. 
3 L. Br. 14 Z. 2 L. 
Dieses Blatt ündet man in folgendem Werke: APPMQIOYWTICÜTE 
delF anniversario ä Gregorio XV. celebrato in Bologna-MDCIXAIV, fol. 
11). Eine Wand mit ähnlicher Verzierung. Die Statuen haben 
andere Stellungen, und auch die Allegorien sind anderernArt. _ll Corio- 
lrmo f. In der Grösse des obigen Blattes, und 1n dem ersvahnten Werke. 
12) Porte (PArchitemu-a ruslica. Folge von 20 Blattern mit der 
Bezeichnung: Corio. f., Il Corio. f. und Il Cortolano f., qu. fol.
        

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