Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559250
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COR. 
490 
492. 
einigen Blättern zeichnete der Künstler wie oben gegeben, auf andern 
steht: Costunß" Der volle Name: Constan." Malombra, kommt selten 
vor. Dass der Künstler aus Padua stamme, bewciset eine Landschaft 
mit der Ansicht einer Stadt. Dieses Blatt ist bezeichnet: Patavii 
Constantinus faciebat. 
Unter den Initialen L. D. B. finden wir Gelegenheit, mehrere 
Blätter dieses Meisters zu verzeichnen. 
499. Johann Jakob Oormann oder Kornmann, Wachsbossirer und 
COR Medailleur von Augsburg, einer der berühmtesten Künstler 
 seines Faches in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts (1- 1650), 
zeichnete seine Gepräge meistens mit dem Namen (Cormano), nur 
wenige mit I.  so (lass wir auf ihn zurückkommen. Die gegebene 
Abbreviatur findet man auf dem Revcrs eines seltenen, schönen und 
4 Zoll grossen Medaillons mit dem Bildnisse des Philippus Pirovanus, 
S. Rotae Romanae Decanus, von 1641. Die Rückseite Stellt ein Schiff 
in vollen Segeln vor. Mazzuchelli p. 106 I. 
491. Zeichen der Münze in Oordoba. Man findet diese Abbre- 
COB viatur auf spanischen Münzen des 15. Jahrhunderts, und man 
 wird daher nicht den obigen Künstler als Medailleur vermuthen. 
492- Giovanni Battista Ooriolano, wahrscheinlich der ältere Bruder 
1 des Bartolomeo, welcher hier nur mit einem 
6073 einzigen Blatte erscheint, wurde nach Zani 1589, 
Corio. f, nach Maliie 1596 zu Bologna geboren. Der Sohn 
  des Cristoforo Coriolano, widmete er sich unter 
COHOL Eq" F' Valesids Leitung der Malerei, machte sich aber 
in weiterem Kreise durch seine radirten und gestochenen Blätter be-. 
kannt. Die reinen Nadelarbeiten gehören zu den Seltenheiten, da die 
Platten nach einer geringen Anzahl von Abdrücken mit dem Stichel 
vollendet wurden. Bartsch P. gr. XIX. p. 35 1T. beschreibt 223 Kupfer- 
stiche von seiner Hand, und dazu vier Holzschnitte. Hinsichtlich der 
letzteren Blätter kommt Bartsch mit seiner vorgefassten Meinung, dass 
die älteren Meister nicht selbst das Schneidemesser geführt haben, in 
einen Widerspruch, indem er sagt, dass Coriolano einige Holzschnitte 
hinterlassen habe, welche eben so zierlich behandelt seien, als die 
übrigen Kunstprodukte desselben. Wir gehen hier zunächst auf einige 
Blätter dieser Art ein, und lassen dann Kupferstiche folgen, da das 
Verzeichniss, welches Bartsch gibt, einige Zusätze erfordert. 
G. B. Coriolano starb 1649. 
Holzschnitte. 
1) fB. N0. 4] Das Bildniss des Arztes Fortunins Licetus aus Genua. 
Links unten in der Sehrifttafel: Io. Bapt." Coriolanus F. Dieses treff- 
liche Blatt findet man in folgendem Werke des Dr. F. Licetus: De natura 
et de arte libri II. Utini 1640, 4. Auf dem Schilde rechts unter dem 
Bildnisse steht die Jahrzahl MDCXXXIX. H. 6 Z. 3 L. Br. 4 Z. 8L. 
R. Weigel gibt in seinem Prachtwerke: Holzschnitte berühmter 
Meister etc. I. N0. 4, eine treifliche Copie dieses malerischen Blattes. 
2) fB. N0. 3] St. Philippns Neri, Ilalbe Figur in runder Ein- 
fassung. Unten in der Mitte im Cartouche: S. FILIPPO NERL, 
rechts: Cor. I-I. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 2 L. 
 3) Die hl. Jungfrau mit dem schlafenden Kinde. In einen falten- 
reiehen Mantel gehüllt, neigt sie sich gegen rechts, und senkt das
        

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