Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559133
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CML 
CMM. 
449 
451. 
449. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
C M Z des 18. Jahrhunderts in Frankreich lebte. Das ge- 
 JUL f" gebene Zeichen findet man auf einem Blatte mit dem 
Gedenksteine des Voltaire nach der Zeichnung eines N L. Im Rande 
steht: Le Tombeau de Voltaire dediä ä M. de Vilette, Dame de Ferney, 
qu. fol. 
45Ü. Unbekannter Maler, dessen Lebenszeit die beigefügte Jahr- 
zahl bestimmt. Nach der Mittheilung des unlängst 
g verstorbenen Dr. Goldschmid in Frankfurt findet man 
15 1' dieses Zeichen auf einem Gemälde historischen Inhalts. 
Man wollte es dem Michael Coxcie zuschreiben, gegen welchen 
wenigstens die Zeit nicht spricht. Es fehlen uns aber alle weiteren 
Anhaltspunkte, und somit zählen wir den Monogrammisten vorläufig 
zu den Unbekannten. 
Doch bediente sich auch Melchior Lorch eines ähnlichen 
Zeichens, welches Brulliot I. N0. 1976 in Nachbildung gibt. Lorch 
war Maler, Kupferstecher und Formschneider, es ist uns aber kein 
Blatt mit diesem Zeichen und der Jahrzahl 1561 bekannt. M. Lorch 
wollte nicht CM L zeichnen; wenn je ein demC gleichender Schnörkel 
vorkommt, so ist er ohne Bedeutung. Heller (Mouogn-Lexicon S. 85) 
lässt den Buchstaben F aus dem Monogramme weg, fügt aber auch 
ein dem obigen ähnliches Zeichen bei, mit der Bemerkung, dass 
einige den Michael Coxis, andere den Melchior Lorch darunter ver- 
muthen wollen. Lorch stammt aus Flensburg, und somit könnte man 
ohne Zwang M. Lorch Flensburgensis lesen. 
451- Giuseppe Maria Mitelli, Maler und Radirer, geb. zu B0- 
logna. 1634, gest. 1718. Schüler von F. Albani, Guer- 
M M, cino,' F. Tori-e und S. Cantarini, den bessten Malern 
 seiner Zeit, sollte man ihn selbst als solchen loben 
Wßj können, was aber nicht der Fall ist. Die wenigen 
1 Bilder, welche man von ihm findet, verrathen kein 
grosses Talent, und auch seine vielen Radirungen lassen viel zu 
wünschen übrig. Bartsch P. gr. XIX. p. 267 beschreibt deren 162, 
hält aber das Verzeichniss nicht für vollständig. Auf mehreren Blät- 
tern ündet man die obigen Zeichen. Es ist GM M zu lesen, wer aber 
das Monogramm nicht aus Erfahrung kennt, wird C vermuthen. Auf 
andern Blättern steht die Abbreviatur G. MA. MTI F., worauf wir 
zurückkommen.  
Nachträge zum Peintre-graveur und zum Ilünstler-Lexicon, 
wo sich bereits Supplemente finden. 
1) Die Geburt Christi, oder die Anbetung der Hirten. Maria. 
sitzt links neben Joseph, und reicht dem in der Krippe liegenden 
Kinde die Brust. Der Raum ist durch eine Querstange abgeschlossen, 
und um diese versammeln sich die Hirten, welche in der Mitte eine 
Gruppe bilden. Oben schwebt Gott Vater, und rechts öffnet sich die 
Aussicht auf Landschaft mit einer Stadt. Nicol. Abbatis Innen. Joseph 
M? Mitelli delin. et Incidit, gr. qu. fol. 
Im spätern Drucke hat dieses seltene Blatt die Nummer 38. 
2-18) Maria Vergine coronata. Descrizione e Dichiaraziono dclla 
diuota soleüild futta in Reggio 1674. Composta dalf Ab. Giacomo 
Cerlani.  In Reggio MUCLXXIC, fol. 
In diesem schönen und seltenen Werke sind 16 radirte Blätter 
von Mitelli, welche alle den Namen des Künstlers tragen.
        

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