Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559116
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CMF. 
440 
442. 
mit jenem Meister Eine Person zu seyn, welcher auf Kupferstichen 
GOR. MET. zeichnete. Letzterer mag Metsys heissen, da eine Familie 
dieses Namens nachweisbar ist, ein Maler oder Kupferstecher Cornelius 
Metsys ist aber noch nicht urkundlich erwiesen. Wir haben darüber 
unter der Abhreviatur COR. MET. gehandelt, und enthalten uns daher 
der weitern Bemerkung. 
Das erste Zeichen, mit der Jahrzahl 1543, gibt Dr. Waagen im 
Cataloge der Gemäldesammlung des k. Museums zu Berlin S. 238. 
Man findet es auf einem Gemälde, welches eine Herbstlandschaft mit 
Staffage vorstellt. Dieses Bild ist bereits unter dem Monogramm CM A. 
1. c. beschrieben, und desswegen gehen wir hier nicht weiter ein. 
Die beiden andern Zeichen findet man auf Kupfcrstichen, welche 
Brulliot I. N0. 1'202 dem Gornelius Matsys zuschreiben will. Bartsch 
fügt im P. gr. lX. p. 97 u. Table des monogr. IX. pl. V. ein Mono- 
gramm dieser Form nicht bei, scheint aber die von ihm verzeichneten 
Blätter nicht alle selbst gesehen zu haben. Von N0. 38-46 be- 
schreibt er eine Folge von weiblichen Figuren, "welche die Tugenden 
vorstellen, und darunter ist N0. 40 mit dem Monogramm C M E be- 
zeichnet. Dieses Blntt stellt die mütterliche Liebe mit drei Kindern 
vor. Link: unten steht: CHABITAS, und rechts bemerkt man das 
Monogramm. Ob das fragliche Monogramm noch auf einem andern 
Blatte der Folge vorkomme, wissen wir nicht, da. uns diese Vorstell- 
ungen nicht zu Gesicht gekommen sind. Bartsch gibt das Zeichen 
nicht, sondern bemerkt nur im Allgemeinen, dass ein solches, nämlich 
jenes des Cornelius Matsys, auf den Blättern der Folge mit den 
Tugenden vorkomme. Jedes Blatt hat eine lateinische Unterschrift. 
H. 2 Z. 3 L. Br. 3 Z. 4-5 L. 
440- Giuseppe Maria Mittelli, Maler und Radirer, bediente sich 
dieses Zeichens selten, sondern gewöhnlich eines Monogramms, 
gar welches nnscheinlich aus den Buchstaben CMM besteht, so 
dass wir es unter diesen Buchstaben geben. Der erste Buch- 
stabe ist aber nicht C, sondern G in Cursivform. Das obige Zeichen 
Endet man auf einem radirten Blatte nach Guido Reni. Es stellt 
_zwei weibliche Köpfe in leichten Skizzen vor. Jener links ist in Profil, 
der rechts in 314 Ansicht genommen. Links unten steht: Gido 1., 
rechts das Monogramm. H. 5 Z. Br. 7 Z. 
441- Oatharina Maria Fanshawe, Kunstliebhaberin, wurde um 
1775 in England geboren. Sie radirte nach Brulliot 
 I. N0. 1237m ungefähr 20 Blätter mit historischen 
Compositionen, deren mehrere mit dem Monograrnme 
bezeichnet seyn sollen. Wir fanden das erste Monogramm auf einem 
radirtexi Blatte mit einem stehenden Bauernknaben auf dem Felde, welcher 
eine Gabel in den Boden stösst, gr 8. Das Blatt mit dem dritten 
Zeichen stellt einen Mann vor, wie er den auf seinen Knieen sitzen- 
den Knaben lesen lehrt. Links neben ihm steht ein Hund, fol. Diese 
beiden Blätter sind schön radirt.  Auch Brulliot sagt, dass die Blätter 
dieser Künstlerin mit Geist und Geschmack behandelt seien. 
442. Carlo Maratti gelangte durch den bekannten Maler Bartho- 
C M F lomäns Weiss von München (1- 1815) zu der Ehre, ein von 
 l   diesem" radirtes Blatt hinnehmen zu müssen. Es stelihdie 
Madonna mit dem Kinde vor, wie dieses die hl. Catharina küsst. Halbe 
Figuren in 8. Im Catalog Blücher wird dieses Blatt dem C. Maratti 
zugeschrieben, Weiss hatte aber nur dessen Manier nachgeahmt, und 
zur Täuschung die Initialen C. M. F. beigefügt. 
        

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