Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559070
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OMA. 
432. 
Die Variation des Monogramms in CMA und CM E würde demnach 
von keinem sehr grossen Belange seyn; es steht aber doch in Frage, 
ob das Gemälde und die Kupferstiche mit CM E wirklich von C. Matsys 
herrühren. Bartsch geht darauf nicht ein, er zählt nur die mit COR. 
MET. bezeichneten Blätter auf, welche jetzt ziemlich allgemein dem 
Cornelis hlatsys zugeschrieben werden, während Bartsch behauptet, 
dass Heinecke den von Füssly Cornelius hletensis genannten 
Meister irrig mit CoinMatsys verwechsle. Wir werden an betreffender 
Stelle darauf zurückkommen. V. 
Bartsch P. gr. IX. 1). Q7 beschreibt 58 Blätter von O. Matsys, das 
Verzeichniss ist aber damit nicht vollstandig. Fast auf jedem Blatte kommt 
das Monogramm vor, zuweilemauf einem Täfelchen, und mit den Jahr- 
zahlen von 1544-1560. Zwei Kupferstiche sind mit dem Namen des 
Künstlers bezeichnet, die Ankündigung der Geburt des Samson durch 
den Engel, B. N0. 8, und die Segnung des Abraham durch Melchisedech, 
B. N0.21. Er nennt sich Oornelius Matsys, und daher bleibt es 
auüallend, dass er auf andern Blättern Cor. Met. gezeichnet haben 
sollte. Wir fügen hier einige_Stiche bei, welche dem Verfasser des 
Peintre-graveur unbekannt geblieben sind. Darunter ist ein Zierblati; 
mit dem Zeichen und der Jahrzahl 1560. Die Lebenszeit des Künst- 
lers ist also weiter auszudehnen, als Bartsch bestimmt. 
Nachträge zum Peintre-graveur von A. Bartseh. 
1) Die Folge mit Vorstellungen aus der Geschichte des Samson, 
B. N0. 8-- 19. H. 3 Z. Br. 3 Z. 11 L. 
Bartsch kennt zweierlei Abdrücke. Die ersten tragen das Zeichen 
und die Jahrzahl 1549, "die zweiten 1562, diess durch Abänderung 
der frühern Ziffern. Es scheinen indessen die Platten mit stärkeren 
Retouchen noch einmal unter die lfresse gekommen zu seyn, wobei 
unten Text aufgedruckt wurde. Wir wissen wenigstens, dass unten 
auf dem Blatte mit dein Löwen, welcher den Honig aus dem Bienen- 
stocke genommen, bei vclleni Rande ikilgende Schrift steht: Catulum 
leonis dispersit Samson etc. Die Abdrücke mit Text im Rande dürften 
selten seyn, da die Schrift abgeschnitten wurde. 
 2) David im Begriffe, dem auf dem Boden liegenden Goliath das 
Haupt vom Rumpfe zu trennen. Esgeschieht diess im Angesichte 
der beiden Heerlager. Links unten ist das Zeichen. Sehr seltenes 
Blatt. H. 3 Z. 6 L. Br. 3 Z. 3 L. 
3) Abraham bewirthet die drei Engel. Sie sitzen um einen runden 
Tisch, und links horcht Sara an der Thüre. Unten links steht das 
Zeichen. H. 3 Z. 7 L. Br. 5 Z. 3 L.  
Dieses seltene Blatt beschreibt Zani in der Enciclopedia metodica 
critico-ragioiiata II. 2. p. 342. 
 4) Abraham befreit mit seinen Knechten den Loth aus der Gewalt 
desKönigs Kedor Laomor. In Mitte des Blattes wirft ein Krieger 
seinen Gegner zu Boden, und links liegt ein Pferd- auf dem Rücken. 
Gegenüber stösst ein Soldat in das Horn. Links unten am Steine 
steht: Gene. 11m, und oben ii_i der Ecke ist das Zeichen mit der Jahr- 
zahl 1545. H. 3 Z. 7 L. Br. 5 Z. 1 L. 
Dieses sehr seltene 'Blatt erwähnt -Brulliot in der Table geiierale 
p. 156. Es bildet das Gegenstück zu Abraham und Melcliisedech, 
B. No. 21. Der erwähnte Schriftsteller sagt, dass im spatern Drucke 
das Monogranim etwas verändert sei, indem der Buchstabe C nicht 
genau ausgedrückt ist, sondern mit dem ersten Schenkel des M fast 
einem gothischen -A gleiche.    
        

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