Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559040
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nur aus, dass alte Bilder mit diesen Initialen_dem O. Merkel zuge- 
schrieben wurden. Wo deren sich finden, ist nicht gesagt, und auch 
wir können zur Zeit keines nachweisen. Im Kunstblatt 1830 N0. 67 
gibt der Pfarrer Weyermann v0n_Wirtingen Nachrichten überUlmer 
Künstler, und darunter auch über Merkel, mit der Bemerkung, dass 
sich auf seinen Gemälden die Initialen CM. und  finden. Die 
obigen Buchstaben gibt nur Brulliot. Wenn nun die Form der Ini- 
tialen dreimal wechselt, so könnte man glauben, dass zwei oder drei 
Künstler dieser Buchstaben sich bedient haben, worüber eine beige. 
fügte Jahrzahl Licht verbreiten könnte. Conrad Merkel starb nach 
Weyermann 1518, und ein späteres, Datum schliesst ihn daher aus. 
G. von Murr (Die Merkwürdigkeiten der Stadt Nürnberg S. 360) 
spricht von einem alten Gemälde mit C. M. und 1521 , welches nicht 
von Merkel seyn kann. Wir machen desswegen auf andere Künstler 
aufmerksam, welche vielleicht auf irgend ein Bild dieser Art Anspruch 
machen können. Um 1525 lebte in Ulm ein Maler und Dichter Conrad 
Meyer. Ein Cas-par Meyer wurde 1525 Hauspileger und Maler 
bei der Pfarrkirchenpfiege zu Ulm. Gleichzeitig ist Conrad Miller, 
welcher ebenfalls in jener Stadt lebte. iEin Künstler dieses Namens 
verzierte nach Weyermann (Neue Nachrichten 8m. S.-322) 1525 den 
Thurm des Heerdbrucker-Thores in Fresco. .Somit hätten wir mit 
Gonrad Merkel vier Künstler, welche durch C. M. ihren Namen ange- 
deutet haben könnten. 
Man soll auch alte Kupferstiche mit CM. finden, uns ist es aber 
nicht gelungen, ein Blatt dieser Art ansichtig zu werden. Vergl. auch 
das angebliche Monogramm des Conrad Merkel N0. 400, und die Ini- 
tialen  (SED? N0. 405.  
425- G. Müller, Formschneider in Darmstadt, war um 1835 thätig. 
l In diesem Jahre erschien Dr. Kaup's Naturgeschichte des 
C [17 Thierreichs, in 3 Bänden mit einer Menge von Holzschnitt- 
f  Illustrationen. Auf einigen Blättern steht der Name des 
"  Künstlers, auf andern bemerkt man die ziemlich unregel- 
mässig gebildeten Initialen desselben.  
426. Gornelis Matteus oder Mattue, auch Mateus, M at heus 
und Matthus genannt, war in der ersten Hälfte des 
CM 17. Jahrhunderts in Antwerpen thätig. Er gehört zu den 
vorzüglichsten Landschafts- und Thiermalern, seine Gemälde 
sind aber eben so selten, als seine Radirungen. Nach Brulliot II. 
N0. 460 findet man auf Bildern in Oel den Namen O. Matheus, und 
auch die gegebenen Initialen. Bartsch P._ gr. V. p. 75 beschreibt drei 
radirte Blätter yon seiner Hand. Jenes mit dem Hirten bei der Ziegen- 
heerde (N0. 1) ist C. Maueus freit bezeichnet. -Die Landschaft mit der 
Brücke und einem Bauer (No. 2) trägt den Namen Cor. Matlue. Das 
Bildniss des Kunsthändlers Franz van Wyngaerde enthält ebenfalls 
den Namen des Meisters: Cor. Matthus fe. Die beigefügte Jahrzahl 
1637 deutet die Blüthezeit des Künstlers an. C. Mateus F. steht auf 
einem landschaftlichen Blatte, welches einen Jäger, und eine Heerde 
von Rindern und Ziegen zeigt. Zu dem Werke von Bartsch sind be- 
sonders die Supplements au Peintre-gravenr von Rudolph Weigel zu 
vergleichen. Er fügt S. 231 E. sechs Blätter bei. Zu N0. 3 bei 
Bartsch, dem Blatte mit d'en drei Eseln und einem Treiber, bemerken 
wir noch, dass unten in der Mitte auf einem Steine in ganz kleinen 
Buchstaben die Adresse des F. van Wyngaerde einradirt ist. Bartsch
        

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