Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1559011
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417. 
mit Messerchen. In Mitte eines ovalen Schildes schwebt der Liebes- 
gott über dem von zwei Tauben gezogenen Wagen der Venus, links 
sitzt eine weibliche Figur mit Merkurstab und Füllhorn, und rechts 
eine andere mit dem bekränzten Joche. H. 3 Z. Br. 6 Z. 10 L. 
Der Formschneider C. M. ist nicht jener Meister, welcher nach 
Zeichnungen von T. Stimmer und C. Maurer gearbeitet hat, sondern 
ein späterer Künstler, nach Börner wahrscheinlich der in F. J. WippePs 
Abhandlung von märkischen Formschneidern S. V. erwähnte Man re s, 
welcher um 1712 in Nürnberg lebte. Die Vignette findet man in einem 
daselbst 1713 gedruckten Gedichte: Der feinen Wiltwer Werth in einer 
Cantata zur Tufelmusik am Hoch-Adelich-Tucher- und Guglischm Ver- 
mählungs- Fest etc. 
Maures und Brühl gehörten zu den vorzüglichsten Formschneidern 
ihrer Zeit, in welcher aber diese Kunst in grossem Verfalle war. 
Ersterer bediente sich auch des Buchstaben M. allein, ebenfalls auf 
Vignetten von 1716  1749. Sie waren in den Ofiizinen von Endter, 
Felsccker und Bieling zu Nürnberg vorräthig. Nach WippePs Angabe 
finden sich auch solche in einem 1740 --41 zu Leipzig gedruckten 
Buche, wir wissen aber nicht, 0b C. M., oder M. auf denselben stehe. 
416. Carlo Mariotti, Maler von Perugia, war in der zweiten 
M Hälfte des 18. Jahrhunderts thätig. In der Iconologia del 
C_ Cav. Cesare Ripa. Perugia 1766, sind Knpferstiche nach 
C IV]  seinen Zeichnungen mit den gegebenen Initialen bezeichnet. 
C 777fäß Dieses Werk enthält kleine allegorische Figuren. 
417- 601111101 Meyer, Maler und Radirer, geb. zu Zürich 1618, 
gest. 1689. Sohn des Dietrich Meyer, und be- 
CMEuLt, CfKf  reits als Jüngling von 18 Jahren in der Malerei 
CMJmCax-ßj ,6{ sehr erfahren, ist er dennoch weniger durch 
Gemälde, als durch zahlreiche, und grössten- 
theils geistreich radirte Blätter bekannt. Eine Anzahl derselben er- 
innert an M. Merian, unter dessen Leitung Meyer einige Zeit stand, 
und dieser Umstand veranlasste Heller (Monogr.  Lexicon S. 85), die 
Initialen C. M. auf Caspar Merian, den Sohn des alten M. Merian, zu 
deuten. Die obigen Buchstaben findet man auf kleinen Blättern mit 
biblischen Vorstellungen, auf Landschaften mit figürlicher Staffage, 
auf Bildnissen u. s. w. Im Künstler-Lexicon IX. S. 210 haben wir 
viele Blätter dieses Meisters verzeichnet, und darunter auch auf die 
Portraitsammlungen hingewiesen. Landschaften mit den Initialen C. M. 
stellen die 12 Monate in ländlichen Figuren, und die Jahreszeiten vor. 
Seine kleinen Blätter mit Darstellungen aus dem neuen Testamente, 
und der Apokalypse kommen in verschiedenen Werken vor. Auch 
Blätter in R. Meyer's Todtentanz, ergänzt von C. Meyer 1650, sind 
CM f. oder C. M. fecit bezeichnet. Wir kommen unter R. M. darauf 
zurück. Folgende Werke ergänzen das frühere Verzeichniss. 
Romae Animale Exemplum: In Apmzalypsischen Figuren und Er- 
klaerungs-Besprechen über d-ieselbigm fürgestellt. 43 Blätter, 8. 
Fünf)" und zwanzig bedenklige Figuren mit Erbaulichcn Erinnerungen 
  in Kupfler gebracht durch Conrad Meyer. Zürich 1674, gr. 4. 
Geisllirhe Schöpffung und Reise des wahren Israels auss Egypten, 
 die; Wüste in du: gelobte Land.   Franckfurt_u. M" C. le Blon 
, .
        

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