Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1558977
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414. 
mit 3 Wappenschilden vorgestellt. Im Abschnitt steht: MDCLXXI. C. M. 
Der Revers enthält 7 Wappenschilde, und die Inschrift: Post 11mm 
Tutum Munimenlum 1671. Aug. 28. An diesem Tage war in Nürn- 
berg ein Kanonenschiessen. Eine zweite Medaille bei derselben Ver- 
anlassung zeigt auf dem Avers einen Kanonier vor der Kanone, mit 
der Umschrift: Schlafe! Mars U. Ruht Halt Dich In Hut. Unter dem 
Cartouche stehen die Buchstaben C. M. Im Revers mit den 3 Wappen- 
schilden: Zu Gedacchtniss Des Sluckschisscn In Nürnberg Anno 1671. 
Aug. 28. 
Uonrad Marquard, Münzmeister in Nordhausen um 1624. Von 
Schlickeysen erwähnt, wie die folgenden Künstler und Beamten. 
Gaspar M010, Stempelschneider von Lugano, war in Florenz, und 
dann in Rom thätig. Papst Urban VIII. (1623-1644) und Alexander VII. 
(1657-1667) beschäftigten ihn viel. Der erstere liess durch ihn eine 
Serie von Bildnissen der Päpste herstellen. Auf diesen Medaillen 
steht aber gewöhnlich G. M.  oder GASP. MOL. 
Christoph Melchior, Münzmeister zu Königsberg in Preusseu von 
1646  1656. 
Gonrad Maier, Stempelschneider in Ulm von 1663 --1682. Der 
unbekannte C. M. ? 
Christoph Müller, Münzmeister in Eisenach von 1702-1715. 
Christian Ernst Müller, Stempelschneider in Augsburg, ist unter 
den Initialen C. E. M. bereits eingeführt, und Christian Heinrich 
Müller kommt unter C. H. M. vor. Beide zeichneten nach Schlick- 
eysen auch C. M.  
414. Christoph Murer oder Maurer von Zürich, und ein anderer, 
nur muthmasslich zu nennender Formschneider aus 
C M CM der Schule des Jost Amman, haben Anspruch auf 
CMGZQ diese Initialen. Ueber Christoph Murer haben wir 
m): man oben unter dem Monogramm CM N0. 393 ausführ- 
lich gehandelt, und dabei die kaum abweishare Vermuthung aufge- 
stellt, dass er nicht allein als Zeichner, Glasmaler und Radirer, son- 
dern auch als Formschneider in Betracht komme. Murer ging aus 
der Schule des Tobias Stinnncr hervor, und arbeitete in Strassburg 
mehrere Jahre in Gemeinschaft mit diesem Meister. Später liess er 
sich in Zürich nieder, und dann in Winterthur, wo er 1614 als Amt- 
mann starb. Er scheint mit Jost Amman nicht in Berührung gekom- 
men zu seyn. Auch dürfte man ihn unter den in Frankfurt a. M. 
für Sigmund Feyrabend und Bassens arbeitenden Formschneidern ver- 
gebens suchen. Diesen lagen gewöhnlich Zeichnungen von J. Amman 
vor, unser Ch. Maurer war aber selbst ein erfindungsreicher Künstler, 
und hat wohl nach einer Zeichnung J. Ammarüs nie ein Blatt in Holz 
geschnitten. Bartsch P. gr. IX. p. 417 hat daher einen guten Grund, 
wenn er sagt, dass die Buchstaben CM mit dem Messcrchen auf Holz- 
schnitten nach J._Amman mit Unrecht dem Ch. Maurer zugeschrieben 
wurden. Er schliesst aber dabei auch die Blätter nach T. Stimmer 
ein, sowie jene, zu welchen Maurer sicher die Zeichnungen gefertiget hat. 
Nach der Ansicht des genannten Schriftstellers wurden sie nach Ch. Maurer 
von einem unbekannten CM geschnitten, worin wir dem verdienstvollen 
Verfasser des Peintrc-graveur nicht vollkommen beistimmen können, 
da er gewiss ohne Grund den Malern und Zeichnern die Handhabung 
des Schneidmessers unbedingt abspricht. Ihm folgten Brulliot n. A., 
und daher sagt ersterer II. No. 454, dass die Initialen CM einem 
anonymen Meister angehören, von dessen Hand Holzschnitte nach
        

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