Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1558924
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deutlich ausgedrückt ist. Das Zeichen mit der Jahrzahl 1603 steht 
links unten in der Ecke. H. 5 Z. 1 L. Br. 3 Z. 9 L. 
Nach Brnlliot I. N0.1395 wollte man dieses Blatt dem Paul Pa- 
gani zuschreiben, für welchen aber weder das Monogramm, noch die 
Jahreszahl spricht. Der Maler P. Pagani wurde erst 1656 oder 1661 
geboren. Axich ein Kupfcrstccher und Kunsthändler dieses Namens 
trat erst zu Anfang des 18. Jahrhunderts auf den Schauplatz. Der 
Verfertiger des beschriebenen Blattes verräth aber Bekanntschaft mit 
der italienischen Schule, was jedoch nicht hindert, ihn für einen 
Deutschen, oder einen Holländer zu halten. Diess ist mit C. Mopper der 
Fall, einem übrigens unbekannten Meister. Ein geistreich radirtes Blatt 
mit seinem Namen hat im Maehwerk ziemliche Aehnliehkeit mit der 
erwähnten Radirung, weniger aber in der Auffassung, so dass der Satyr 
mit der Nymphe nach einer fremden Zeichnung in Kupfer gearbeitet 
seyn könnte. Mopper's Blatt stellt die den Himmel stürmenden Gi- 
ganten vor, und oben den Olymp, in welchem die Götter den Kampf 
dagegen eröffnen. Unten links: C. illopper invßnit et fecit, qu. 4. 
 399- Oarl Millner, Landschaftsmaler, geboren zu München 1825, 
(N machte seine Studien an der Akademie daselbst, und unter- 
nahm dann Reisen nach Italien und der Schweiz. Seine 
w Gemälde gehören zu den schönsten Leistungen der neueren 
deutschen Landschaftsmalerei. Auf den meisten findet man 
den Namen, theils mit Verbindung des Monogramins. Andere Bilder 
sind aber mit dem Zeichen allein versehen, und darunter Werke von 
Bedeutung Das obige Monogramm entnahmen wir einem Gemälde, 
welches eine' Partie am Gardasee mit ziemlich reicher Staffage vor den 
Blick führt. Dieses Bild athmet südliche Wärme, und ist wie alle Ge- 
mälde dieses Künstlers von grösster Farbenfrische. 
400- Gonrad Merkel, Maler von Ulm, soll nach Brulliot I. N0. 1391 
der Träger dieses Zeichens seyn. Der genannte Schriftsteller 
(M, beruft sich auf Heller (Albrecht Dürer II.1 S. 32), welcher aber 
das Monogramm etwas abweichend gibt, so dass dasselbe ein 
älteres Ansehen hat. Nach Heller findet man dieses Zeichen auf Ge- 
mälden des G. Merkel, er spricht aber nur von einem Bilde des Abend- 
mahles des Herrn in der ImhoPschen Kapelle des St. Rochus-Kirchhofes 
in Nürnberg, welches mit dem Monogramme und der Jahrzahl 1522 
bezeichnet seyn soll. Ueber die Gemälde dieser von der Familie Im- 
hof 1519 gestifteten Kapelle berichtet Dr. Waagen (Kunstwerke und 
Künstler in Deutschland I. S. 265), es scheint ihm aber kein Bild des 
hl. Abendmahles aufgefallen zu seyn, da er davon schweigt. Das Haupt- 
Altarbild von 152.1, mit Darstellungen aus dem Leben des hl. Rochus, 
ist nach der Angabe dieses Schriftstellers ein verdienstliches Werk der 
Dürefschen Schule, welches viel Verwandtschaft mit den minderen Ar- 
beiten des Hans von Culmbach zeigt. 
Meister Conrad Merkel war ein Vertrauter Freund des A. Dürer, 
welcher mit ihm einen Briefwechsel unterhielt. Heller gibt einen Aus- 
zug aus einem Briefe von 1510. Aus diesem geht neben anderen hu- 
moristischen Bemerkungen hervor, dass Merkel kurz zuvor eine Altar- 
Tafel in irgend eine Kirche abgeliefert hatte, vielleicht in eine solche 
zu Nördlingen, da der Künstler von daher mehrere Aufträge erhielt. 
Er starb 1526. 
401. Or. Möglich heisst nach Frenzel (Cat. Sternberg I. No. 5008) 
der Urheber eines gut radirten Blattes, welches den Leichnam 
m des Herrn am Grabe, von den Senngen beweint, nach Annibale 
Carracci vorstellt. An das Monogramm schhesst sich der Nach-
        

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