Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1558870
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393. 
3) Perseus befreit die Andromeda von dem Drachen. Geätztes 
Blatt, qu. 8. 
4) [B. No. 2] Der lustige Arme und der traurige Reiche. Links 
steht ein armer Soldat mit Spielkarten und einer Heuschrecke zu den 
Füssen, und rechts sitzt der Reiche in Sorgen über seinen Geldkasten. 
Oben sind diegende Bänder mit Inschriften: Vtraq-ue diuidite ea: aequo 
etc. etc. Links nach unten das Monogramm mit urer Feeit Tiguri, und 
rechts 1596. H. 8 Z. 11 L. Br. 7 Z. 3 L. 
5) Ein Auto da fe, mit der Ueberschrift: Hispanische Inquisition. 
H.3Z.5L. Br.4Z.5L. 
Dieses seltene Blatt gehört nicht zu den von Füssly (K. L. IV. S. 803) 
erwähnten 20 Vorstellungen über das Gerichtsverfahren in bürgerlichen 
und Criminalvorfällen. Dieses Werk enthält Holzschnitte, wie wir 
unten sehen. 
6) [B. N0. 3] Die Hirschjagd. In der Mitte unten: Christoph. 
Murer fecit. Rund, Durchmesser 7 Z. 9 L. 
Dieses Blatt gehört nicht zu den unten erwähnten Werken über 
den Feldbau und über die Jagd. Es erschien einzeln, und kommt 
auch in neueren Abdrücken vor. Das Papier derselben ist nicht 
50 Jahre alt. 
7) Die 40 emblematischen Vorstellungen, auf welche Bartsch in 
der Einleitung zum Verzeichnisse der Blätter aufmerksam macht, aber 
ohne das sehr seltene Werk gesehen zu haben. Es erschien unter 
folgendem Titel: XL. EMBLEMATA I miscella nova. I Das ist: I 
XL imderschiedliche Ausserlesene I Newradirte Kunststuck: I Durch I Wei- 
land den Kunstreichen und Wcitbe- I rümpten Herrn Christoff Murern von 
Zürych inventirt, vnnd mit eygener I handt zum truck in Kupffer ge- 
rissen. I An jetzo erstticlt I zu nützlichem Gebrauch und Nach- I richtung 
allen Liebhabern der Malercy in I Trunk gefertiget, und mit allerley darzu I 
dienstlichen aufferbawlichen I Reymcn erkläret: Durch I Johann Heinrich 
Rordorffen, auch I Burgern dasclbst.  Gedruckt zu Zürych bei Johann 
Budolff Wolffen Anno M.DC.XXII. Dieser Titel steht in einer portal- 
ähnlichen Einfassung, in welcher oben zwei Posaunen blasende Engel, 
unten zwei weibliche Figuren als Industria und Labor angebracht sind. 
H. 6 Z. 11 L. Br. 5 Z. 3 L. Hierauf folgt das Wappen des Künst- 
lers, welches aber, wie die Bordure, ohne Zeichen ist. H. 4 Z. 2 L. 
Br. 3 Z. Auf der Rückseite des Titels ist das Symbolum Authoris 
gedruckt, und nach dem Wappen folgt eine Erklärung an den Leser 
auf drei Quartseiten. Die emblematischen Bilder haben deutsche und 
lateinische Aufschriften, und im unteren Rande sind Verse gedruckt. 
Die Masse der Blätter sind nicht durchgängig gleich. H. 3 Z. 2 L. 
bis3Z.6L.  
Ch. Murer scheint diese 40 Blätter ursprünglich zur Illustration 
einer schriftstellerischen Arbeit, einer Gomödie: Von den Drangsalen 
der Christlich Edessenischen Kirchen in Mesopotamien unter dem Ariani- 
sehen Kaiser Valente, bestimmt zu haben. Auf ein solches Drama 
macht J. C. Füssly aufmerksam, ohne zu bestimmen, ob es gedruckt, 
oder im Manuscripte vorhanden sei. Es ist aber wahrscheinlich nur 
von einer Handschrift die Rede, welche in letzter Zeit Hr. J. A. Börner 
aus einer Auktion in Zürich erhielt. In diesem Manuscripte sind hie 
und da. emblematische Bilder eingeklebt, da zu diesem Behufe leerer 
Raum im Texte gelassen wurde. Die Vorstellungen passen meisten- 
theils auf den Text. Börner gibt im dritten Bande seiner handschrift- 
liehen Zusätze zum Peintre-graveur Nachricht über diese Comödie und 
die Embleme, und ist der Meinung, dass die radirten Blätter für den 
poetischen Versuch des Künstlers bestimmt gewesen seien. Dieser
        

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