Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1558832
144 
CLV 
CLZ. 
386 
688. 
Im Künstler-Lexicon XIV. S. 193 haben wir mehrere Blätter 
dieses Meisters aufgezählt, und auch auf die Folge von 12 Blättern 
mit einzelnen Figuren von Bauern und Bäuerinnen in verschiedenen 
Stellungen hingewiesen, hinsichtlich der Abdrücke sind aber in dem 
erwähnten Werke die Angaben nicht genügend. Das erste Blatt stellt 
einen sitzenden Bauer vor, welcher eine grosse Bandrolle in beiden 
Händen hält, auf welcher der Name des Künstlers: C. Sachleeuen Fecit, 
und dann die hinsichtlich der Abdrücke massgebenden Adressen stehen. 
H.3Z.7L. Br.2Z.4L. 
Es sind folgende Abdrucksgattungen zu unterscheiden: 
 'I. Mit der alleinigen Adresse: J. P. Beerendrecht ex. unter dem 
Namen des Künstlers auf der Schriftrolle des Mannes. Sehr selten. 3 
II. Mit derselben Adresse, aber unten in der Mitte das Verlags- 
zeichen des Heinrich Hondius: Hh. exo. 1645. 
III. Mit der doppelten Adresse in der Mitte unten: Hh. exc. 
F. de Wit. 
IV. Der Rand der Platte mit der Adresse: F. de Wit 1645 No. 1, 
ist abgeschnitten, da der letzte Verleger seine Adresse jener des 
Beerendrecht beifügte. Auf dem Schriftzettel des Bauers steht dem- 
nach: J. P. Beerendrecht. M. Pool ewc. Durch die Abnahme des Randes 
mit der früheren Adresse fiel die untere Einfassungslinie weg, wah- 
rend in den früheren Abdrücken zwischen dieser und dem Bilde ein 
Raum von reichlich zwei Linien ist. Die No. 1 wurde rechts unten 
eingestochen. Die Abdrücke vierter Art kommen am öftesten vor. 
386. Oarl Ludwig Selche war von 1767-1770 Direktor der 
C L S churfürstlichen Münze in Düsseldorf. Er soll die unter 
 '  seiner Leitung hervorgegangenen Gepräge mit den Initialen 
des Namens bezeichnet haben. Von 1751 an bekleidete er in Berlin 
die Stelle eines Wardein. 
337- Gonrad Leigebein von Salzburg dürfte der Träger dieses 
Zeichens seyn. Man findet es auf historischen Zeichnungen, 
Q VASY welche mit der Feder und in Tusch ausgeführt sind, und 
 einen um 1580 lebenden Künstler verrathen. Leigebein 
war um 1580-1600 in Innsbruck thätig, oder lebte wenigstens 
einige Zeit in dieser Stadt. Sein Name kommt in den Pfarrbüehern 
daselbst vor. 
388. Pierre Thomas lB Glerc, Maler und Zeichner, wurde um 
1740 geboren, und in Paris zum Künstler herangebildet. 
Er malte Genrebilder, meistens idyllische Scenen, theils 
f im mythologischen Gewande. Auch die Schaubühne bot 
" ihm Gelegenheit zur Produktion. J. Deny stach den ent- 
wailineten Amor: Alt! du moins äpargnäs mes atlls, gr. qu. fol. Ein 
von Demonchy gestochenes Blatt hat den Titel: La Partie de bain 
tnterrompzce. gr. qu.fo1. Noch grösser ist ein Blatt von Elluin, welches 
den Schauspieler F. R. Mole in der Rolle des Beverley vorstellt, mit 
dem Ausrufe: Natura m fremis! Um 1782 erschien eine Folge von 
Blättern in Zeiehnungsmanier, welche verschiedene Phantasiebilder und 
Entwürfe in leichten Zeichnungen zum Gegenstande haben. Auf diesen 
Blättern findet man das Monogramm des Künstlers, die Zahl derselben 
ist uns aber unbekannt. Hinsichtlich des Zeichens folgten wir Brulliot 
I- N0. 1383, welcher seine Notiz einer Handschrift des Kunstfretindes 
J. Hazard entnahm, übrigens aber den P. Th. le Clerc nicht kannte. 
Eine eigenhändige Radirung von 1763 stellt einen Satyr vor, wie er 
zweien Bacchantinnen eine Schale reicht, 4.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.