Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1558624
336- 
338. 
123 
Florent le Comte kommt der Form am nächsten, Christ vergrösserte 
und gab eine ungenaue Schwingung. Malpe verkleinerte Christls 
Zeichen, und fügte dem L einen Schnörkel bei. Heller verewigte die 
Zeichnung bei Christ. Wir begnügen uns mit dem obigen Namens- 
zeichen, und verweisen auf die genannten Schriftsteller, um zu sehen, 
wie die Copie von der schon ursprünglich oberflächlichen Copie immer 
ungenauer wird. 
336. _Prinz Charles de Ligne, Kunstliebhaber, geboren zu Wien 
den 25. September 1759, gest. den 14. September1792. 
(Q2 ß Q3 Als Dilettant steht dieser Fürst auf keiner hohen Kunst- 
'I 7 stufe, als warmer Kunstfreund verwendete er aber eine 
ß. Wttfßc bedeutende Summe auf seine Kunstsammlung. Bartsch, 
W  der Lehrer des Prinzen im Radiren, lieferte ein rai- 
sonnirendes Verzeichniss der Handzeichuungen desselben, welches 1794 
in Wien gedruckt erschien. Den Versteigerungs-Catalog seiner Kupfer- 
stiche besorgte J. P. Ceroni in Wien. 
Prinz Charles de Ligne radirte wenigstens 33 Platten, welche auf 
17 Bogen abgedruckt unter folgendem Titel erschienen: Recueil d'Estampes 
gravees d Feau- forte par M!" le Prince Charles de Ligne, Chevalier de 
l'ordre de Marie Theräse et de celui de St. George. Diess ist die Ge- 
sammt-Ausgahe der Radirung des fürstlichen Dilettanten, es erschienen 
aber schon früher einzelne Folgen seiner Blätter. Eine solche ist 
betitelt: Recue-il De Six Paisages [ Premier Essai d'un Amateur, kl. qu. fol. 
Auf den Blättern dieser Folge findet man obige Zeichen, sie wieder- 
holen sich aber auf den meisten Radirungen des Prinzen de Ligne. 
Nur auf zwei Blättern der Gesammt-Ausgabe bemerkt man ein aus LF 
bestehendes Monogramm, welches sich aber nicht auf den Prinzen 
de Ligne, sondern auf einen unbekannten Langendong bezieht. Seine 
meisten Blätter haben Dedicationen; die erwähnte Folge von 6 Blättern: 
Dedie a Mon fils de sia: semaines. Ein anderer Theil enthält Zueig- 
nungen an verschiedene Personen beiderlei Geschlechts von hohem 
Stande. Eine Landschaft hat aber auch die Ueberschrift: Dedie aMf- 
Barsch (statt Bartsch). Par son Disciple Charles Prince De Ligne 1786. 
Das Brustbild eines bärtigen Mannes nach L. da Vinci ist dem be- 
kannten Kunstliebhaber J. Hazard gewidmet. Dann findet man eine 
während des Unwohlseyns radirte Dorfansicht nach A. Flamen mit: 
Dediä d ma Fievre 1790; eine Landschaft nach Brand mit: Dedie d 
Demoiselle Sidonie par son tres humble Serviteur et Pere Ch. P. De Ligne 
1787 ; eine eben so grosse Landschaft mit: Dedie d mon brave Cheval 
Brillant, d man bon Chien Tristam et ä man joli Chevreuil Cabri. Teresien- 
stadt 1787. Die Radirung, welche der Fürst seinen vierbeinigen 
Stallgenossen dedicirte, ist bei weitem besser ausgefallen, als eine kleine 
Dorfansicht nach D. Teniers mit der Widmung: DEDIE A MA FEMME. 
337. Luigi Grespi, Maler und Radirer, der Sohn und Nach- 
ahmer seines Vaters Giuseppe Maria, ist als Schriftsteller 
am bekannt. Hier handelt es sich aber nur um die radirtexi 
l Malerbildnisse in folgendem Werke: Vize de' pillori Bolog- 
nesi non descritte nella Felsina pittrice, del Canonico L. Crespi. Roma 
1769, 4. Die Blätter dieses Werkes sind mit seinem Zeichen ver- 
sehen. Es bildet den dritten Band der Felsina pittrice del Conte 
Malvasia.  Der Canonicus Crespi starb 1779. 
338. Garlo Lasinio, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Trevigi 
1757, gest. zu Pisa um 1839. Dieser berühmte Künstler 
 war Conservator der Kunstschatze in Pisa, und machte
        

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