Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1558419
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285. 
aber 1597, und somit dürften sie nicht die Erstlinge des Künstlers 
scyn, wenn er wirklich Schüler, und nicht vielmehr Nachahmer des 
O11. Schwarz war. 
284- Gornelis Ketel, Maler von Gouda, wurde 1548 geboren und 
 von Anton von Montfort unterrichtet. Carl..vnn Man- 
GQmnF. der, der spezielle Freund unseres Künstlers, widmete 
G; t ihm eine ausführliche Biographie und beschreibt auch 
"man  viele Werke desselben. Sie bestehen in Bilduissen, 
historischen, mythologischen und allegorischen Vorstellungen. In öffent- 
lichen Gallerien findet man aber nur selten ein Gemälde von C. Ketel. 
Viele seiner allegorischen Compositionen scheinen auch nur in Cartons, 
oder "ausgeführten Zeichnungen geblieben zu seyn. Er lnachte dazu 
die Erklärung in Versen, und an den Werken dieser Art scheint denn 
C. van Mander ein besonderes Gefallen gefunden zu haben. Er be- 
schreibt mehrere, nebst Angabe der Verse des Malers. In Amsterdam 
sind noch vier grosse Gemälde, welche die Schützengesellschaft 1580, 
1588, 1589 und 1590 bestellt hatte. Die handelnden Figuren dieser 
Schuttersstilkken sind alle Portraite. In Amsterdam und in London 
müssen sich auch noch mehrere andere Portraite von ihm finden; denn 
es ist aus C. v. Mander bekannt, dass der Künstler in diesen Städten 
und auch anderwärts viele Bildnisse gemalt habe. Zur Zeit, als 
C. van Mander sein Werk vollendete, lebte C. Ketel noch, es ist aber 
nicht angegeben, wie alt der Künstler damals gewesen ist. Sein Todes- 
jahr hat Niemand aufgezeichnet. Descamps will wissen, dass Ketel 
1600 in Leipzig gelebt habe, C. van Mander sagt aber, dass der 
Künstler damals zu Amsterdam auf die sonderbare Idee gekommen 
sei, mit dem Fusse zu malen. Mit dem Jahre 1602 schliesst er die 
Lebensgeschichte seines Freundes und empfiehlt ihn der Gnade Gottes. 
Das Monogramm des Künstlers scheint nur auf Zeichnungen sich 
zu finden, da nicht anzunehmen ist, dass es von den Kupferstechern 
erfunden wurde. Die erste Erklärung auf C. Ketel gibt Christ im 
Monogrammenbuche S. 145 nur muthmasslich, seine Nachfolger sprachen 
sich aber entschieden aus, ohne jedoch einen hinreichenderen Grund 
zu haben. Carl van Mander sagt nichts von einem Zeichen des 
Künstlers. Mit dem Beisatze inne steht es auf einem Blatte von Jakob 
de Zettre, welches den Mutius Scüvola vor Porsenna vorstellt. Rund, 
gr. 4. Johannes Sadeler stach eine allegorische Darstellung nach Sa- 
l0mon's Sprüchwörtern XIII. 3. Unten im Rande steht: Qui Cvstodit 
Os Svvm. Cvslodit Animam Svam prover. 13. An das Monogramm 
schliesst sich das Wort inuent. Eine andere Allegorie, auf den Dank 
und Undank, hat J. Saenredam gestochen, B. No. 106. Dieser Com- 
'position erwähnt G. van Mauder. Das Bild malte Ketel für Jakob 
Razet, einen Kunstfretuid in Amsterdam. Im Rande des Blattes 
sind die von Ketel gedichteten Verse eingestochen. Im ersten Drucke 
steht nach dem Namen Saenredams: J. Ratet divulgavil. C. Boel 
stach das Bild der Madonna, wie sie dem Kinde die Brust reicht. 
Auf diesem Blatte steht aber: C. Ketel im). 
285. Gar! Kretsohmann von Nürnberg dürfte derTräger dieses 
von Brulliot I. N0. 1345 gegebenen Zeichens seyn. Er war 
(I5 Maler und Kupfelecher, und lebte in der zweiten Hälfte des 
17. Jahrhunderts. Man findet es auf einem Blatte mit dem 
Bildnisse des Pastors Sebastian Boetius in Halle. Kniestück, H. SZ. 
Br. 4 Z. 9 L. In dem mitgemessenen Rande steht der Name des 
Theologen.
        

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