Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557368
Vorrede. 
weis wird nur im seltensten Falle den Anschein einer gefürchteten 
Wiedorliolung haben, wenn man dazu auch noch bedenkt, dass früher 
nicht selten irgend ein Monogramm einem Künstler zugeschrieben 
wurde, welcher gar keinen, oder doch nur einen sehr zweifelhaften 
Anspruch darauf hat. Die Initialen bedürfen in der Regel eben sowohl 
der Erklärung, als das Monogramm, und es wäre daher mit einer ein- 
fachen Verweisung auf einen bereits vorhandenen Artikel nicht Ge- 
nüge geleistet. Von Ersparung des Raumes kann auch keine Rede 
seyn, da hier und dort eine Erläuterung ilothwendig ist. Bei der ein- 
fachen Verweisung von dem einen auf den anderen Artikel würde 
häufig ein leerer Raum bleiben, nämlich jener, welchen die Höhe 
des eingesetzten Stöckchens bedingt. Wir füllten ihn zur genauen und 
bequemen Orientirung des Lesers aus, da er einmal vorhanden ist, 
und ohne Text weiss erscheinen müsste. Es handelt sich also um 
keine absichtliche Wiederholung derselben Thatsachen bei verschie- 
denen Monogrammen, und wenn früher ein paar Zeilen hätten erspart 
werden können, so ist bald ein gewissenhafter Haushalt eingetreten, 
da nichts weniger als eine unnöthige Voluminosität beabsichtiget wird. 
Die Masse des Materials ist ohnehin so gross, dass ich eher zu be- 
schneiden, als auszudehnen suche. Wenn der verehrliche Berichtgeber 
es auch bedauert, dass die reinen Abkürzungen mit modernen 'l'ypen 
gedruckt seien, weil der Schriftcharakter ein interessantes Merkmal 
für Originalität oder Nachahmung eines Stiches darbietet, so kann ich 
letzteres theils selbst bestätigen, es wäre aber weder mir, noch einem 
Anderen möglich gewesen, durchhin Facsimiles der Handschriften zu 
erhalten. Die Stöcke zu den Abbreviaturen auf Kupferstichen und 
Holzschnitten, und zu den Inschriften auf Gemälden hätten aber die 
Furcht vor einer übermässigen Ausdehnung noch mehr erregt, als 
man glauben möchte, indem ein einziges Facsimile oft mehr Buchsholz 
verlangt, als zehn Monogramme. Uebrigens wären solche Nachbildungen 
im möglichen Falle von Interesse, und es kommen desswegen solche 
Vor, wenn auch nicht in der Zahl, wie man sie wünschen könnte. 
Dass aber die moderne Cicero-Cursiv der Ofticin, in welcher die altmodischen 
Typen des Dictionnaire des Monogrammcs pur F. Brulliol nicht mehr 
vorhanden sind, gerade das Aufsuchen erschweren, möchte ich nicht 
glauben. Ein Monogrammenwerk ist überhaupt kein Wörterbuch, und 
die Mühe des Aufsuchens ist daher nicht so leicht, als in einem solchen. 
Auch das Facsimile der Schrift hebt nicht jeden Zweifel bezüglich der 
Originalität und der Nachahmung. Es gibt häufig, wenn nicht immer noch 
andere Merkmale zur Unterscheidung des Originals von der Copie. 
Solche Merkmale sind angegeben, wenn es nothwendig war, und über- 
diess ist die betreffende Literatur jetzt so ausreichend, dass man hin- 
sichtlich der Originalität und Priorität meistens ins Klare kommt. 
Wie aber dieses im Allgemeinen noch nicht möglich zu seyn scheint,
        

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