Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568214
1082 
3102 
3104. 
gedruckte Erklärung, und rechts sind die fortlaufenden Nummern. 
Das Schlussblatt hat die Adresse: Zu Nürnberg durch Georym Germer 
de: Jüngern in der Newengassen verlegt und in Trurk verferligl 1603. 
Unter dieser Adresse ist das Druckerzeichen des Georg Gertner, zwei 
über einander gestellte G in einem Kranze. 
Irgend eines der drei ersten Zeichen wird auch noch auf anderen 
Blättern vorkommen. Wir finden ein Blatt erwähnt, welches ein Weib 
mit der Katze vorstellt Eine andere Radirung zeigt eine Gesellschaft 
beim Mahle, welche mit den Fingern Zeichen macht. 
Das vierte Zeichen gibt Christ in seinem Monogrammenbuche 
S. 194 mit der Bemerkung, dass es auf etlichen Blättern vorkomme, 
welche 1599 zu Cöln erschienen seien. Christ zeichnete das Mono- 
gramm grösser, so wie es Brulliot I. N0. 214211 , und auch Heller im 
Monogrammen-Lexicou S., 153 beifügen. Malpe II. pl. 3 N0. 50 hatte 
das Zeichen bei Christ verkleinert, keiner weiss aber, auf welchem 
Blatte es vorkomme. Malpe scheint es auf Landschaften nach Johann 
Heintz zu vermuthen, wir möchten aber glauben, dass Christ das 
Monogramm vollkommen verzeichnet habe. 
Ueber das architektonische Werk des J. Guckeisen und Veit Eck 
handeln w" unter IG. Es sollen auch Ansichten von Nürnberg mit 
diesen Iniäiralen vorkommen. Wir finden nur eine radirte Ansicht der 
neuen Brücke erwähnt, wissen aber nicht, ob sich die Initialen , oder 
eines der Monogramme darauf befinde. 
3102. Gerhard de Lairesse bediente sich- gewöhnlich eines aus GL 
bestehenden Zeichens, das gegebene wird man aber eher für 
IJD G I nehmen, da der Buchstabe L nicht deutlich hervortritt. Man 
findet dieses Monogramm auf einem von Lairesse radirxten Blatte, 
welches Joseph vorstellt, wie er als Statthalter Aegyptens von seinen 
Brüdern erkannt wird. Unter dem Monogramme GL werden wir aus- 
führlicher über diesen Meister handeln. 
3103. Johann Güdeler, Maler aus Nürnberg, übte um 1670 seine 
Kunst in Oesterreich. Er malte Bildnisse und historische Vor- 
6 stellungen, deren sich in Kirchen von Ober-Oesterreich finden. 
Er war vermuthlich ein Verwandter des Malers und Architekten 
Elias Gödeler, welcher 1620 zu Helfenberg im Lande 0b der Ens ge- 
boren wurde, und zu Nürnberg, München, Bayreuth und Hildburg- 
hausen Werke hinterliess, und 1693 als Ober-Baumeister in letzterer 
Stadt starb. Das obige Zeichen wird auf Gemälden dieses Meisters 
vorkommen. Herr J. A. Börner fand es im Stammbuche des Wolf 
Lorenz Hopfer von 1670. Gödeler zeichnete eine weibliche Figur ein, 
welche sitzend ein -Tuch ausbreitet. Eine Beischrift nennt den Träger 
des Monogramms. 
3104. Jakob Gole, gewöhnlich-Johann genannt, Kupferstecher 
und Kunsthändler, geb. zu Amsterdam um 1660, ist durch eine 
G bedeutende Anzahl von Blättern in schwarzer Manier bekannt. 
Nach Brulliot I. N0. 2150 findet man das gegebene Zeichen auf solchen 
nach A. Brouwer, D. Teniers, A. van Ostade und anderen holländi- 
schen Meistern. Wir kennen die auf solche Weise bezeichneten Blätter 
nicht, und glauben im Gegentheile, dass das Monogramm nur auf sehr 
wenigen Stichen vorkomme. Das Todesjahr des Künstlers ist nicht 
genau bekannt. Man weiss nur, dass er ein Alter von 77 Jahren er- 
reicht habe. Auf einigen Blättern kommt noch die Jahrzahl 1720 vor.
        

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