Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568189
3097 
3099. 
1079 
kennt den Copisten nicht. Auf dem Blatte mit dem Weltheilande steht 
aber unten rechts: Jnrobus Granlhomme fe. er er. Die übrigen Blätter 
sind ohne Namen, und können mit den Originalen verwechselt werden, 
da sie von dergleichen Seite sehr gut nachgestochen sind. Nur auf 
dem Blatte mit St. Thomas ist das obige Zeichen. Die Blätter des 
H. Goltzius beschreibt Bartsch N0. 43 if. H. 4 Z. 6 L. Br. 3 Z. 9 L. 
3097. Unbekannter llledaillenr oder Farmer, welcher in der 
G H V F ersten Hälfte des_18. Jahrhunderts thätig war. Er fer- 
    tigte einen fast vier Zoll grossen Medaillen auf Marcellus 
Malaspina. Auf der Vorderseite ist das Brnstbild desselben mit grosser 
Perücke, und auf der Kehrseite krönen Minerva und Themis seine 
Büste. Dieser Medaillon erschien 1736. 
 Johann Grünenberg, Buchdrucker in Wittenberg, soll nach 
Brulliot I. N0. 215i sich eines Zeichens bedient haben, 
Welches auf Vignetten, Büchertiteln 8m. vorkommt. 
Der genannte Schriftsteller gibt es in der Form etwas 
abweichend, und mit der Jahrzahl 1522. wir glauben 
aber, dass Brulli0t's Formschneider die Zeichnung 
nicht richtig eingehalten hat, wie diess häufig der Fall 
ist. Wir fanden das Monogramin in dieser Form unten 
in der Titelbordüre folgender Schrift: Eyn Sermon 
 von I dem vnrechten l Mammon] Lu XVI. I Deut. Mart. 
Luther. l Wiltenberg Armo M. o. XXII. 4. Diese Ein- 
fassung ist sehr schön, und in Cranach's Weise mit 
der Feder gezeichnet. Unten links sind zwei Drucker neben dem Storche 
mit der Presse beschäftiget, und von rechts her kommt ein Jäger mit 
F ederwild über dem Spiesse auf der Achsel. In der Mitte ist das ge- 
gebene Monogramm eingedruckt, wahrscheinlich mit einem Stempel, 
da es mit dem feinen Schnitte in Federzeichnungsmanier zu sehr con- 
trastirt. Die linke Seitenleiste zeigt einen beleibten Mann mit dem 
Kruge in der rechten, und dem Humpen in der linken Hand. In der 
oberen, und in der rechten Leiste sind Thiere auf landschaftlichem 
Grunde angebracht. Diese Leiste beschreibt Schuchardt im Leben des 
L. Cranach N0. 137. 
(W99. Johann Grünenberg, der im vorhergehenden Artikel er- 
lwähnte Buähdruckcr h in d Wittenberg, 
 önnte auc Formsc nei er gewesen 
661 k  9  seyn, und durch dieses Monogramm 
seinen Namen angedeutet haben, da 
die Zeit für ihn spricht. Das_Zeichen kommt in der unteren Leiste 
einer in Holz geschnittenen Titeleinfassung zu den Seiten der unteren 
Spitze des sächsischen Wappens mit den Churschweiitern vor, und 
zwar zuerst in Dr. M. Luthers Atfsslegung der Epistclln mi Euangelim etc, 
Wittenberg 1522 . 4. In der Mitte über der Titelschrift ist Christus 
am Kreuze, zu beiden Seiten Petrus und Paulus, und in den vier Ecken 
sind in Medaillons die Symbole der Evangelisten angebracht. Unten 
zwischen dem Löwen des St. Markus und dem Engel des Matthäus 
bemerkt man das erwähnte sächsische Wappen, dessen untere Aus- 
Schweifnng mit dem Monogramme und der Jahr-zahl oben in Facsimile 
geggben ist.  5 Z. 10 L. BP. 4 Z. 6 L. BTLllllOl; I. N0. 2193 gibt 
das Monogramm unter G L, es besteht aber nach dem Augenscheine 
deutlich ans GI. Der genannte Schriftsteller bemerkt auch, dass man 
es dem Georg Letter zuschreiben wollte. Dieser Buchdrucker fällt 
nach dem gegenwärtigem Sachbestande weg. Eher kann man den
        

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