Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568110
1072 
3056 
3059. 
wo der neue Verleger den noch lebenden Künstler: le träs fameuw 
Peintre etc..nannte. Vergl. auch das Mouogramm G. H. N0. 305i. 
 Gerhard Honthorst, Historien- und Genremaler, ist oben 
67H unter dem Monogramme GH. N0. 3039 eingeführt, und wir 
G _H  haben im Verzeichnisse der von ihm radirteu Blätter (N0. 3) 
auch auf eine radirte Landschaft mit den gegebenen Buchstaben auf- 
merksam gemacht, welche hier naher beschrieben wird, An dem mit 
Laubholz und einer Tanne bewachsenen Felsen vorbei führt rechts 
vorn ein Weg, worauf zwei Fussganger nach dem Ufer des von links 
nach rechts die Gegend durchsehneidenden Flusses gehen. Auf dem 
jenseitigen Ufer liegt ein Dörfchen, dessen Mauern sich im Wasser 
spiegeln. Links sieht man ein Thor und einen Nachen, und unter den 
Gebäuden zeichnet sich besonders die Kirche mit dem Thurme bei 
den grossen dichtbelaubten Daumen aus. Auch noch eine zweite Kirche 
mit spitzigem Dache macht sich bemerklich. Weiter zurück erheben 
sich grosse, abschüssige, fast kahle Felsenmassen, nur rechts sieht 
man niedrigere, entfernte Berge. Die Buchstaben sind links unten an 
einer lichten Stelle. H. 2 Z. 10 L. Br. 5 Z. 5 L. 
Die Beschreibung dieses sehr seltenen Blattes verdanken wir Herrn 
J. A. Börner. Auf dem Exemplare, welches ihm vorlag, wahrscheinlich 
jenem in R. WeigePs Auktions-Catalog der Sammlung des Dr. Fried- 
lander N0. 1827, ist unten im schmalen Rande ganz schwach einradirt, 
oder eingeschrieben: Geeraert Honthrst fe. Wir haben schon unter dem 
Monogramme des G. Honthorst bemerkt, dass dieser Künstler mit dem 
Landschaftsfache sich nicht befasst habe, er könnte aber dennoch ge- 
legentlich auch in einer landschaftlichen Radirung sich versucht haben. 
Wir finden auch im handschriftlichen Nachlasse des verstorbenen In- 
spektors Franz Brulliot in München angemerkt, dass Honthorst Land- 
schaften radirt habe. Brulliot sah aber kein Blatt dieser Art. Im Dict. 
des Monogrammes II. N0. 1020 gibt Brulliot nach einer handschrift- 
lichen Bemerkung des bekannten Kunstkenners James Hazard auch 
an, dass Honthorst Gemälde G. H. gezeichnet habe. Wir wissen nicht, 
wo sich ein Bild mit diesen Initialen finde.  
3957. Uiäbekanntgr Zleichner und Ratülireir, welcher um die Mitte 
 es 17. ahriunderts in H0 an thäitig war. Die e e- 
Gflfßlä benen Buchstaben findet man auf einem stark geääzgen 
Blatte, welches das Brustbild eines Mannes mit Turban vorstellt. Er 
ist nach links gewandt, wo oben das Namenszeichen steht. H. 3 Z. 7L. 
Br. 2Z. 7L. Dieses Blatt gehört zu den Seltenheiten. Der Verfertiger 
ist zu den Nachahmern Rembrandtis zu zählen. In Hamburg lebte in 
dem genannten Jahrhunderte ein G. Ilinrichsen, welcher biblische 
Seenen im Gesqbmacke Rembrandtis gemalt hat. Vielleicht rührt die 
Radirung von diesem Meister her. 
 Unbekannter Kupferstecher, welcher zu Anfang des 17. Jahr- 
GH hunderts in Augsburg thatig war. Die Initialen seines Namens 
fea ündet man auf einem Blatte mit St. Franciscus, welcher vor 
dem Cruciüxe kniet. Im Grunde ist Landschaft mit Bergen, und unten 
stehtqDeus Cordis mei. Deus meus et omnia. GHfec. Dobias Mannasser 
Ewcudit. H. 3 Z. 8 L. Br. 2 Z. 8 L.  
3Ü59. Unbekannter Maler, welcher um die Mitte des vorigen Jahr- 
G H Pmx hunderts in Paris thatig war. Die Initialen des Namens 
   findet man auf dem von Bnsan gestochenen Bildnisse 
des Cardinals Guillaume Brissonet in der Europe illustre. Paris 1755. 
gr. 4. Dasselbe Bildniss kommt auch in Abhe Velly's Histoire de
        

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