Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568046
3047 
3049. 
1065 
nach Dresden, um unter Casanova seine weitere Ausbildung zu ver- 
folgen. Hardorff folgte der Richtung des Rafael Menge, und blieb den 
neueren Bestrebungen vollkommen fremd, obgleich er erst 1834 starb. 
In den Kirchen und Hiiusern Hamburgs sind viele Gemälde von seiner 
Hand. Hard0rfl' war Professor an der Kunstschule daselbst, und "ihm 
verdankten mehrere der später rcnoinmirten Künstler der Stadt ihren 
ersten Unterricht.  
Auf Gemälden wird obiges Zeichen nicht vorkommen. Man findet 
es aber, so wie die Cursiven G II, auf Radiruugeu des Künstlers. 
Daruntefsind einige Blätter mit männlichen Köpfen, welche sehr 
geistreich behandelt sind. Er copirtc auch die Flaxmaifschen Umrisse 
zum Aeschyliis, wozu ihm die Uebersetzung von Stolberg Veranlassung 
gab. Sie bilden eine Folge von 16 Bliitteru mit Titel, qu. fol. Auf 
letzterem steht der Name. Sein grösstes Blatt stellt nach Füger's 
Zeichnung den Brutus vor, wie er seine Sühne verurtheilt, gr. qu. fol. 
Dann widmete llardorf auch der Litliograpliie.ein Augenmerk. Aus 
der früheren Zeit stammt das mit Kreide gezeichnete Bildniss des 
Malers Gerhard von Kügelgen, kl. fol. 
3047- Gilles Hardouyn, Buchdrucker in Paris,- ging wahrschein- 
lich aus der Zunft der Briefmaler hervor, und übte dem- 
. nach auch die Fornischneidekunst. Er gab von 1503 an 
- französische Gebetbücher heraus, sogenannte Haares, 
uacli den lateinischen Horae beutac Virginis Marius. In 
der Titelvignette kommen die gegebenen Buchstaben vor, welche ein- 
geschnitten sind. Die Holz- oder hletallschnittc, welche die Bücher 
zieren, sind viel geringer, als jene in äthnlichen Gebetbüchern aus der 
Druckerei von Simon Vostre und Thielmann Kerver, und er steht daher 
mit seinen Illustrationen allein da. Sein Sohn Germain führte den Handel 
mit Gebetbüchern fort, und daher können sich die Buchstaben G H. 
auch auf ihn beziehen._ Eines der reich illustrirteu Bücher des Gilles 
Hardouyn, mit einem Calender bis 1509, hat den Titel: [I Vfjonmur 
n: bieu zt tie m glurieuae cierge matt: h: munaeignem- aaiftilugunn teuügz: 
liste et n: toute {c cum In qiarunia. tu tniiieucit lra Heure; nnalralmmz 
o, luaaigebelicmetcut au lang auna riena requerir mies nnamira untienuea 
auffmgea et oraiacna: n: ntuairura auift et iaainrtea aelö lehrte uanige. 
Jmiirimcza u perle nur (üilm Harlmunn nemoumnt au tut {im   
Schmal 8.   
Heller (Gescli. der Holzschueidekunst S. 292) schreibt dieselben 
Buchstaben dem Formschneider G. Hoyau zu, welcher 1725 in Paris 
geboren wurde. Hierin liegt wahrscheinlich ein Irrthum, indem er den 
G. Hardouyu nicht kennt. 
3043. Unbekannter Kiipferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts thätig war. Er war mit der italienischen 
GH Schule vertraut, könnte aber in Wien gelebt haben. Die gege- 
benen Initialen findet man auf einem perspectivischcn Blatte, welches 
als Allegorie auf die Kriegskunst gelten kann. Im Vestibul der Mitte 
sieht man einen Ritter zu Pferd, wie er mit dem Bogen herwärts 
schiesst. Links steht eine weibliche, der Bellona ähnliche Figur mit 
einem Ganonenrohr, und rechts die Justitia mit Schwert und Waage. 
Oben ist das kaiserliche Wappen, und unter diesem rechts der Spruch: 
CORDA. nnowi. SVNT. m. MANV. DOMINI. DOMINVS. PROVIDET. H, 10'Z_ 
10 L. Br. 7 Z. 10 L.  
3Ü49. Unbekaiiiiter_Kupfersteoher, dessen Name aber durch die 
G Initialen GH nicht angedeutet ist. Man findet ein grosseg 
H Blatt, welches Christus am Kreuze, und die Donatoren am
        

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