Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568024
3041 
3042. 
1063 
Statfage aus dem bäuerlichen Kreise, sondern biblische Scenen. Uebrigens 
malte er die Landschaft ganz in Hobbemiüs Manier. Wir werden das 
Facsimile der Hand des letzteren geben, nämlich das Wort hobbema, 
welches der Künstler in ganz anderen Zügen aufschrieb. 
3041- Guido Hammer, Thiermaler in Dresden, stand unter Leitung 
des Professors J  Hühner, und gehört seit mehreren Jahren zu 
den tüchtigsten Künstlern seines Faches. Sein Gebiet ist das 
Jagdrevier, auf welchem er genaue Beobachtungen anstellte. 
i? Seine Landschaften mit jagdbaren Thieren, besonders Rehen, 
gehören zu den schönsten Leistungen dieser Art. In folgendem 
Werke sind 65 von H. Bürkner nach Ilammens Zeichnungen ausge- 
führte Holzschnitte: Hubertus-Bilder. Album für Jäger und Jagdfreuwide, 
gezeichnet und erzählt von Guido Hammer. Glogau 18-56, qu. 4. In der 
Leipziger illiistrirten Zeitung (August 1860) ist ein grosser Holzschnitt, 
welcher einen mit Hochholz begränzten Waldschlag vorstellt, über 
welchen ein Rehbock schnellen Laufes kommt, während links unter 
Bäumen der Jäger schnssbereit steht. Hammer illustrirte durch dieses 
Bild eine von ihm in der genannten Zeitung gegebene geistreiche 
Schilderung des Rehblattens. 0b die obigen Zeichen auf Gemälden 
vorkommen, wissen wir nicht, sie finden sich aber auf zwei Radirungen 
des Künstlers. Das eine dieser Blätter mit dem zweiten Zeichen stellt 
einen liegenden Fuchs vor, und erschien 1856. Das andere, mit dem 
ersten Monogramme, gibt zwei Wildschweine in Abbildung. Es dürften 
auch Zeichnungen mit den gegebenen Namenschitfern vorkommen. 
3042.  Pinne Louis Gi-evedou, genannt Henry Grevedon, 
Maler und Lithograph, wurde 1782 zu Parisgeboren, 
 und von Regnault unterrichtet. Er trat zu einer Zeit 
mit Gemälden auf, in welcher David das Scepter führte, 
und auch Regnault noch der Richtung desselben folgte. 
Seine früheren Gemälde tragen daher das Gepräge der 
7 David'schen Schule. Darunter wurde der Tod des 
Hector gerühmt. Das Bild erhielt aber 1806 beim Ooncurse doch nur 
den zweiten Preis. Grevedon malte fortan auch noch andere historische 
Bilder und Genrestücke, entsagte aber später dem Einflusse David's, 
und hielt mehr an Regnault, so dass er im Kampfe der sogenannten 
Classiker mit den Romantikern nicht ohne scharfe Hiebe davon kam. 
Desswegen malte er zuletzt fast nur mehr Bildnisse, und nach 1824 
legte er die Palette ganz beiSeite, indem er seine Thatigkeit der 
Lithographie widmete, zu deren Aufblühen Grevedoii nicht wenig bei- 
trug. Er zeichnete eine Menge von Bildnissen auf Stein, und darunter 
sind solche im grössten Formate. Die Portraite des, Konigs Louis 
Philipp und der Königin Marie Amalie fand man zu Hunderten in 
Rahmen unter Glas in Zimmern und Salons. "Grevedon lithographirte 
aber mit Vorliebe Bildnisse und Kopfe von schonen und merkwürdigen 
Frauen. Jede Sängerin und Schauspielerin von Ruf musste sich dem 
Steine des Henry Grevedon fügen. Zur Abwechslung kam dann auch 
die Reihe an Schauspielen und Musiker._ Bildnisse von solchen Nota- 
bilitäten der Kunst erschienen einzeln in fol. und gr. fol. Dann gab 
er aber auch Folgen von Frauenköpfen und Bildnissen heraus. Darunter 
nennen wir zuerst vier schöne historische Portraite untendeni Titel: 
Imperalrices et Reines, par _EI_enri Greuedon. Es sind dies die Bildnisse 
der Jane Gray, der Königin _Christina von Schweden, der Königin 
Maria de Medicis und der Kaiserin Catharina_ II. von Russland. Mit 
0 erklärendem Text, gr. fol. Andere Folgen mit Frauenbildnissen und 
Köpfen erschienen unter dem Titel: Recueil de portrails dälctrices des
        

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