Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567963
3025 
3028. 
1057 
3025. Hermann Goldscbmidt, Maler aus Frankfurt a. M., machte 
um 1829 seine Studien auf der k. Akademie in München, 
und widmete sich dem historischen Fache. Auf der Kunst- 
ansstellung des genannten Jahres sah man von ihm ein 
Bild der Charitas, auf welchem das obige Zeichen zwischen 
der Jalirzahl 1829 vorkommt. Es werden wohl auch noch andere 
Gemälde mit diesem Zeichen vorhanden seyn. 
3026. Gustav Adolph Hennig, Historienmaler und Direktor der 
 k. Akademie in Leipzig, bediente sich auch eines aus AGH 
GI bestehenden Zeichens, und daher haben wir ihm schon im 
ersten Bande N0. 641 eine Stelle gewidmet. Man findet aber 
auch Gemälde und Zeichnungen mit dem gegebenen Monogramnie, 
welches indessen in Verbindung mit dem Namen öfter vorkommt, 
als einzeln. 
3Ü27. Gerhard l-Ioorebecke, ein Holländer von Abkunft, war Hof- 
maler des Königs Heinrich VIII. von England, und wurde 
(ä desswegeii von den Schriftstellern seines Vaterlandes vergessen. 
Er malte historische Vorstellungen, besonders biblische Sceneu, 
welche wahrscheinlich in England ungekannt liegen, da sich der 
Künstler wohl nur sehr selten eines Monogramms bediente. Bryan I. 
p. 505 schreibt ein ähnliches Zeichen dem Hans Grunewald zu, und 
er möchte es daher auf irgend einem Gemälde gefunden haben. Hoore- 
becke starb zu London 1558. Man darf ihn nicht mit Gerhard Hore- 
bout verwechseln. 
VIIOZS. Johann Georg Hiltensperger, Historienmaler und Professor 
an der kgl. Akademie in München, geb. zu Haldenwaiig 
Gäxciil den 22. Februar 1806, machte seine Studien unter P. von 
, Cornelius in Düsseldorf, und begleitete dann diesen Meister 
nach München, wo sich ihm ein ehrenvoller Wirkungskreis öffnete. 
Eines seiner früheren Werke ist das Frescobild in den Arkaden des 
kgl. Hofgarteus, welches Albert den Frommen von Bayern vorstellt, 
wie er die ihm von den Böhmen angetrageiie Krone ausschlägt. Rechts 
unten in der Ecke ist das erste Zeichen, doch grösser auf dem Ge- 
mälde, als hier gegeben. Kurz nach der Vollendung dieses ziemlich 
grossen Gemäldes ging Hiltensperger im Auftrage des Königs Ludwig 
nach Neapel und Pompeji, um die Ueberreste der antiken Malereien 
zu studiren, da er auch zur Ausscliniückiing des Königsbaues der Re- 
sidenz in München bestimmt war. Nach seiner Rückkehr malte er im 
Ankleidezimmer daselbst nach den Entwürfen des L. v. Schwaiithaler 
27 Darstellungen aus den Lustspieleii des Aristophanes, und dann mit 
Streidel im zweiten Vorzimmer des Königs Scenen aus Hesi0d's Ge- 
dichten, ebenfalls nach Entwürfen Schwanthalefs. Die Darstellungen 
zu den homerischeu Hymnen im Service-Zimmer des Königs sind nach 
den Entwürfen von J. v. Schnor von I-liltensperger, Olivier, Streidel 
und Schulz ausgeführt. Im zweiten Stockwerke schmückte er den 
Tanzsaal mit enkaustisclieii lllalereien, wobei ihm die Wahl der Gegen- 
Stände blieb. Nach eigener Composition, und von ihm und Nilson ge- 
malt, sind auch die Frescobilder der Giebelfelder des kgl. Hof- und 
National-Theaters. Sie stellen im oberen Felde den Pegasus mit den 
Horen, und im unteren Apollo mit den Musen vor. Die glänzendsten 
und grössten Malereien des Künstlers sind im Erdgeschosse des kgl. 
Saalbaues, welche aber noch nicht alle vollendet sind. Hier ist nach 
Schwanthalers Entwürfen die Odyssee in _Bildern vorgeführt. Wie sehr 
Hiltensperger selbst in den Geist und die Geschichte des klassischen 
Monogrammisten Bd. U. 67
        

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