Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567956
1056 
GGN 
3020 
3024. 
3020. Der uubekaänntg lliolrmschnleidclalr, gvelcher einglrosses Blatt 
mit er e e run es l. aulus nach er Ori inal- 
G' G" FF" Zeichnung des Mälers Luca Cambisi ausgeführg hat, 
nimmt im Artikel dieses letzteren die ihm gebührende Stelle ein, und 
wir verweisen daher auf das Monogramm C L N0. 312. Auf dem frag- 
lichen Holzschnitte kommt ausser den obigen Initialen das zweite der 
dort gegebenen Zeichen vor. Den Namen des Formschneiders konnten wir 
nicht ermitteln, da. es ungewiss ist, ob der Buchstabe N den Geschlechts- 
oder den Ortsnamen andeute. Wir machen aber dennoch auf die in 
Italien ansässige Familie der Chrieger aus Nürnberg aufmerksam. Als 
Formschneider ist namentlich Christoph Chrieger bekannt, welcher sich 
in Italien Cristoforo Guerra nannte, wie aus dem Texte zum Trachten- 
buch des Cesare Vecellio erhellet. Von 1560 an kommen in venezi- 
anischen Druckwerken auch die Brüder (fratelli) Domenico und Gio- 
vanni Battista Guerra vor. Sie waren Buchdrucker und als solche wohl 
auch Formschneider , da die Kunst in der Familie einheimisch war. 
Man könnte daher versucht werden, unter den Initialen G. G. N. einen 
Gio. Guerm Norimbergesc zu vcrmutheu. Dass Christoforo Guerra aus 
Nürnberg stamme, ist durch das erwähnte Costtimwerk erwiesen. Der 
geit nach könnte Gio. Guerra mit L. Camhiaso in Berührung ge- 
ommen seyn. 
3021. Johann Georg Glückher, auch Glickher und Glückzer, 
Y war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Constanz als 
Zeichner thäitig. Er illustrirte die halb heidnischen und halb 
christlichen Poesien des Capuziners Lorenz von Schnüffis, welche in 
fünf einzelnen Banden mit Bildern und Singweiscn erschienen. Sein 
Name, und auch das Zeichen, kommt auf Kupferstichen des Mclchior 
Küssel in folgendem Buche vor: Miranlisclaes Flöllin oder geistliche 
Schäferey. in welcher Christus, under dem Nuhmen Duphnis die in den 
Sündenschlaf vertiefte See! Chlorinda zu einem besseren Leben auferweckl etc. 
Gedruckt zu Constanz bey David Hault 1682, 8. Die Zeichnung dieser 
allegorischen Bilder ist sehr manierirt, allenfalls eines Capuziners würdig. 
ÜÜZZ. Gian Girolamo Lonzo, Münzaufseher in Venedig 1746, liess 
Münzstempel mit G. G. L. zeichnen. Zu den Künstlern darf 
G' G" I" man ihn wohl nicht zahlen. 
3023. Georg Hortulanus, d. i. Georg Gärtner aus Nürnberg, ist 
oben unter den Initialen G. G. N0. 2999 eingeführt, und wir 
ü kennen ihn bereits als tüchtigen hliniaturmaler. Er malte aber 
auch historische und mythologische Bilder in Oel, deren mit 
dem gegebenen Zeichen und der Jahrzahl versehen sind. Gärtner 
schrieb auch den Namen auf seine Gemälde, zuweilen Georg Ilortulanus 
nachilateinischer Umbildung. Der Künstler starb 1640. 
3Ü24. Hans Grünewald soll nach Christ, hlonogin-Erklär. S. 194, 
 sich dieses Zeichens bedient haben. Der genannte Schrift- 
steller hatte aber weder ein Gemälde, noch einen Holzschnitt 
mit demselben gesehen, und er drückt daher nur die Muth- 
massung seiner Zeit aus. Heller und Brulliot geben das Monogramm 
etwas abweichend, berufen sich aber ebenfalls auf Christ. Brulliot I. 
N0.2104 bemerkt noch dazu, dass man Holzschnitte des Hans Baldung 
Grün dem IIans Grünewald zugeschrieben habe, die Zeichenywelcher 
sich aber jener Meister bediente, sind abweichend, und somit könnte 
man beide Künstler nur in der Person verwechselt haben. Ein Hans 
Grünewald hat aber gelebt. Nach Sandrart war er der Bruder des Matthäus 
Grünewald von Aschaffenburg, und er soll Eormschneider gewesen seyn.
        

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