Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1558315
GIB. 
244 
245. 
Gruppe von Dämonen. Links unten wird die allegorische Gestalt der 
christlichen Religion von einem Engel gekrönt, und ihren Thron 
bilden gefesselte und erschlagene Türken. Unten auf einer langen 
Tafel steht die Beschreibung der Schlacht und: Jo. Bapta de Ca- 
valleris uencis Ms typis represenvtavit AIJ)LÄ.ÄIII. H. 18 Z. Br. 21 Z. 
244- Unbekannter Verleger? Dieses Zeichen findet man auf 
etlichen Kupferstichen nach Rafael und Parmigiano, es 
scheint aber einem Kunsthändler anzugehören, da auch 
ä das Monogramm oder die Initialen des Stechers vor- 
1543 ä kommen. Diese ist der Fall mit einem Blatte, welches 
x eine alte Hexe vorstellt, welche auf einem mit Schlangen 
besetzten Altare opfert. Ihr zur Seite ist eine junge Hexe mit der 
Laterne, und nach links hin flieht ein Mann mit Hörnern. Oben be- 
merkt man einen Theil des Thierkreises und mehrere Sterne. Links 
unten in der Ecke stehen die Buchstaben Z. B. M. 1557 , welche auf 
Zoan Battista Moro (G. B. d'Ange1i) gedeutet werden. Der Meister 
Z. B. M. ist jener, welcher das Blatt radirt hat, und nur im späteren, 
wohl retouchirten Abdrucke ist das Tafelchen mit dem Monogramme 
und der Jahrzahl 1643 eingestochen. H. 14 Z. Br. 8 Z. 9 L. 
Brulliot I. N0. 816 nennt auch ein Blatt mit der Charitas, an- 
geblich nach Rafael, welches ebenfalls mit dem gegebenen Täfelchen 
bezeichnet ist, aber ausserdem noch ein aus D ICB gebildetes Mono- 
gramm trägt, wahrscheinlich jenes des Kupferstechers. Der genannte 
Schriftsteller gibt N0. 838 auch das zweite Zeichen, aber in einem 
geradestehenden 'l'äfe1ehen mit der Jahrzahl 1643, sowie etwas kleiner 
in einer vollständiger umrissenen Tablette ohne Jahrzahl. Blätter mit 
diesen Zeichen kennen wir nicht. 
Es fragt sich indessen immerhin noch, ob CIB oder DIB zu 
lesen ist, und somit wäre eine Erklärung des Monogramms gewagt. 
Heller sagt in seinem Monogrammen-Lexicon S. 79, dass sich das 
Zeichen mit der Jahrzahl 1643 auf Kupferstichen nach Rafael und 
Primaticcio finde, und somit könnte man an die Schule von Fontaine- 
bleau denken. Vielleicht ist unser Monogrammist ein Nachkömmlixig 
des Domenico Barbiere, welcher zu den Stechern der genannten 
Schule gehört. 
245- Johann Christoph Bari stach um 1625 nach der Zeichnung 
 eines liionogrammisten SC (Simon Cato) eine Ansicht von 
Carlslaad in Vogclperspektive, und fügte das erste Zeichen 
qgü bei. Auf der Baildrolle oben steht: Das KaiserCarols- 
1 Badt. Eine erklärende Schrift ist unten aufgedruckt: 
Simon Cato in Curlsbad [ Inventar ist, stach mich im Blut I Hanns 
Christol] Bart! zu Rengspurg. l Der Wagcnmann druclcts zu Nürnberg. I 
Doctor Strobelberg merleger war, [ In diesem fünf)" und zwantzigstcn Jar. 
  
Das zweite Monogramm, welches dem ersten fast ganz ähnelt, aber 
durch die Feder einen Zeichner andeutet, fand Brulliot I. N0. 837 auf 
sehr mittelmässigen Holzschnitten, welche in Gebetbüchern vorkommen. 
Einerderselben stellt die Anbetung der Könige, ein anderer die Ver- 
klärung auf dem Tabor vor. Vielleicht war BELYl auch Zeichner. Der 
Schnitt rührt aber von einem Monogrammisten CL her, welcher dem 
Zeichen die Jahrzahl 1629 beifügte. Die Zeitangabe ist wenigstens 
dem J. Ch. Bari nicht entgegen.
        

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