Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567832
1044 
2988 
2992. 
2988. Lazarus Gottlieb Sichling, welcher seit mehreren Jahren 
y in Leipzig lebt, könnte durch dieses Zeichen seinen Namen 
yfä; angedeutet haben, so dass es als ein sprechendes zu nehmen 
 wäre, Man scheint nämlich im G eine Sichel zu bemerken. 
Das Zeichen kommt auf dem Titelblatte zu Adalbert Stifters Fest- 
geschenk: Bunte Steine im Verlage von Gustav Heckmast in Peslh. vor. 
Die Titelvignette stellt einen Knaben vor, welcher dem im Walde auf 
dem Boden liegenden Mädchen Wasser im Hute bringt. Der Zeichner 
L R ist Ludwig Richter in Dresden. 
2989. Unbekannter Zeichner-oder Bildnissmaler, welcher vielleicht 
in Nürnberg lebte. Das gegebene bionogramni findet man auf 
ß, einem lithographiiten weiblichen Brustbilde mit der Unter- 
  Schrift: Demo-iselle Lauber als Kunigunde in Hans Suche. Stein- 
druck von Philipp Herrlein in Fürth. 
ZQQÜ. Gregorills de Gregoriis war ein sehr thätiger Buchdrucker 
 und Kunsthitndler in Venedig um 1515-1530. Die 
Gftö;  gegebenen Zeichen findet man auf Büchertiteln und 
. ,  Vignetten in Holzschnitt, und es wäre möglich, dass 
er selbst Bordüren geschnitten habe, wie diess bei vielen alten Buch- 
druckern und Verlegern der Fall ist. Die streng künstlerischen Pro- 
dukte mit seinem Zeichen und seinem Namen rühren aber nicht von 
ihm herl Er beschäftigte im höheren Fache den Formschneider Gio- 
vanni Andrea Vavassore , genannt Guadagnino , auf welchen sich die 
Buchstaben IA und in beziehen, welche auf Vignetten in Druckwerken 
des G. de. Gregoriis vorkommen. Gio. Andrea Vavassore copirte für 
ihn wahrscheinlich den Triumph Christi nach Tizian in fünf Blättern. 
Die erste Ausgabe dieser Copie erschien ohne Adresse, auf dem 
fünften Blatte der zweiten stehtaber in grossen beweglichen Lettern: 
GREGORIVS DE GREGORIIS nxovsrr 1517. Diese meisterhafte Compo- 
sition machte aber um 1508 Lucantonio de Giunta zuerst im Holz- 
schnitte bekannt, und dieses Werk diente dem Vavassore wohl einzig 
zum Vorbilde. Die Zahl der alten Platten belief sich auf zehn, der 
Copist nahm aber deren fünf. Verschieden ist der Schnitt des Andrea 
Andreani in acht Blättern. Ueber die verschiedenen Ausgaben des 
Tiziamschen Triumphes Christi handelt Dr. H. Segelken in Naumannk 
Archiv V. S. 198 1T. Ueber andere Verlagswerke des Gregorius de 
Gregoriis mit reicher Illustration handeln wir unter I A und in. 
2991- Albert Gloekendon soll nach einem uns zu Gebot stehenden 
m, handschriftlichen M0uogrammen-Verzeichnisse durch das ge- 
1 gebene Zeichen seinen Namen angedeutet haben. Wir kennen 
weder eine Zeichnung, noch einen Kupferstich oder Holzschnitt mit 
diesen Buchstaben, das Zeichen scheint aber nicht erfunden zu seyn. 
Von dem alten Meister AG No. 613, welcher ebenfalls Albert Glocken- 
don genannt wird, kann es sich nicht handeln. Ein anderer Künstler 
dieses Namens ist unten unter G G N0. 2992 erwähnt. Er war Illu- 
minist und Glasmaler. 
2992. Georg Glockendon, auch Glockenton und G-lockendan 
G   genannt, gilt jetzt gewöhnlich als der Verfertiger der Holz- 
 schnitte, welche mit den gegebenen Initialen bezeichnet sind. 
G G Eine Tradition dieser Art fand indessen schon Christ (Mono- 
grammen-Erklär. S. 192) vor, er bemerkt aber, dass ihm die Deutung 
noch nicht ganz sicher scheine, oder nach seinem Ausdruck, dass ihm 
dieses noch unklar sei. Bartsch IX. p. 428 geht daher auf den Namen 
gar nicht ein, sondern beschreibt nur fünf Holzschnitte ohne Raissonement.
        

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