Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567692
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2935. 
Giovsnni Battista Guglielmada, Stempelschueider in Rom, war 
von 1660  1690 thätig, und hinterliess viele Medaillen, welche G. F., 
I. B. G. und I. B. G. F. gezeichnet sind. Die Buchstaben G F. stehen 
auf dem schönen und sehr seltenen Medaillen mit dem Bildnisse des 
Königs Johann Sobiesky von Polen im Schuppenpanzer, mit der Um- 
schritt: I0. m. DACICVS TVRC. TART. POLON. REX. Auf dem Revers 
reichen sich ein Pole und ein Russe die Hände. Dieser Medaillen 
wurde wahrscheinlich nach dem Friedeiisschlusse von 1686 geprägt. 
Eine andere Medaille mit G. F. enthalt das Bildniss des Papstes 
Innocenz XI., und die Fusswaschung auf dem Revers, und eine dritte 
mit der Jahrzahl 1686 gibt das Bildniss des Cardinals Herzog Ferdi- 
nand von Mantua. mit dem Thierkreise auf der Kehrseite. Guglielmada 
fertigte viele Medaillen auf Innocenz XI., auf die Herzoge von Mantua 
und Modelna u. s. w. Es mögen auch noch andere Denkmünzen mit 
G. F. vor ommen. 
Gottfried llrumholt, Wardeiu in Crossen von 1668-1674, dann 
Münzmeister in Quedlinburg von 1675-1679, liess Münzstempel 
G. F. signiren. 
Elias Gervais. Stempelschneider in Neuwied und Cobleiiz von 
1750-1775, soll nach Schlickeysen nicht nur E G. und E. G. F., 
sondern auch G. F. gezeichnet haben.  
Giacomo und Girolamo Foscarini, Miinzaufseher in Venedig 1787 
bis 1789, liessen Münzstenipel G. F. zeichnen. 
Giuseppe Ferraris, Stempelschneider in Turin, wurde 1828 an der 
kgl. Münze daselbst angestellt, und schnitt Stempel zu Münzen und 
Medaillen. Nach Schlickeysen zeichnet er G. F. 
2935- Georg Fenliltzer oder Fennitzer, auch Filnitzer, machte 
 sie um 1670- 1693 in Nürnberg durch Bildnisse 
GIE  f in schwarzer Manier bekannt. Diese Blätter stammen 
 aus der früheren Zeit der Erfindung der Schab- 
manier, sind aber von geringem Knnstwerthe. Fenitzer scheint auch 
nicht Künstler von Profession gewesen zu seyn. Auf dem Blatte mit 
der Büste des Wolfgang Friedrich Stromer von Reichenbach steht 
nämlich nach den Initialän G. F.: Drotzier so. Das letztere Wort be- 
deutet Drathzieher" un somit war Fenitzer ein Gewerbsinanu. Auf 
mehrergn Blättern dieses Schabkünstlers steht der Name in wechselnder 
Orthographie, wir nennen aber hier nur einige Bildnisse mit G. F., 
da. Graf Leou de Laborde (Hist. dele gravure cn muntere noire p. 21B) 
nur ein einziges erwähnt. Auf einigen anderen Blättern kommt die 
Abbreviatur G. Fen. etc. vor, wie unten zu sehen ist. 
1) Ulrich Hirschvogel Norimb. A0. 1583. G. f. Er ist als St. 
Christoph mit dem Jesuskinde durch das Wasser schreiteud vorgestellt. 
Im Vorgrunde ist ein Fischer, und im landschaftlichen Grunde bemerkt 
man ein Dorf am Wasser. H. 4 Z. 6 L. Br. 3 Z. 1 L. 
Brulliot App. II. N0. 111 schreibt dieses Blatt einem unbekannten 
G. f. gegen Ende des 17. Jahrhunderts zu. Man vermuthete zu seiner 
Zeit ein Glasgemälde alsyorlage. Die zum Bildnisse des U. Hirschvogel 
benützte Figur des heil. Christoph ist aus A. Dürerls Kupferstich 
B. N0. 52 entlehnt.  
2) Jobst Truchses von Wetz. Hanssen Landkemmender der Baley 
OSiZEEGIäCh und Spital Meister. Starb 1532. G. F. H. 4 Z. 5 L. 
Br. 3  1 L. 
3) Johann Ebner. Reipubl. Norimb. Senat. Obyt 1577. G. F. 
H.6Z.8L. Br.4Z.8L.
        

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