Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567651
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2919 
2922. 
München zur Ausstellung. Ein dem ersten ähnliches Zeichen kommt 
auch auf architektonischen Gemälden des Friedrich Gärtner vor, ein- 
mal mit der Zahl 52. 
2919- Friedrich Gärtner, Architekturnialer von München, der 
 Sohn des kgl. bayer. Oberbaurathes Friedrich 
Ritter von Gärtner, widmete sich mit Vorliebe 
der Malerei, zog aber ausschliesslich die Ar- 
 ehitektur in seinen Kreis, da diese von seinem 
Vater in grossartiger Weise gepflegt wurde. 
Er trat gegen 1848 als ansübender Künstler 
1 , auf, und unternahm dann eine Reise nach 
Paris, sowie später nach Italien und Spanien, um nach den maurischen 
Baudenkmalen jenes Landes Studien zu machen. Seine Werke sind 
bereits zahlreich, und von grosser Mannigfaltigkeit. Sie gingen in ver- 
schiedenen Besitz über, da bei jeder Verloosung des Kunstvereins in 
München ein Gemälde dieses Künstlers in den Zug kam. Auch von 
auswärtigen Vereinen wurden Bilder angekauft. Auf den meisten Ge- 
mälden kommt das Monogramm vor, gewöhnlich kräftig mit dem Pinsel 
gezeichnet. Er fügte auch öfter die Jahrzahl bei, sowie den Ort, wo 
das Bild gemalt wurde. Mehrere Gemälde sind von Paris aus 1851 
bis 1854 datirt, und führen meistens in das Innere einer gothischen 
Kirche, in einen Kreuzgang, oder in andere Räume mittelalterlicher 
Bauten. Auch in Barcelona, Valencia, Granada u. s. w. wählte Gärtner 
Kirchen und maurische Gebäude zur malerischen Darstellung. Er fügte 
auch eine charakterische Stadage bei, zuweilen aus dem Leben des 
Volkes der von ihm bereisten Länder. 
 2920. Friedrich Ritter von Gärtner, der berühmte Architekt, 
welcher in München grossartigc Bauwerke geschaffen hat, 
 ist N0. 2108 bereits eingeführt, da das zweite, aus Cursiven 
 bestehende Monogramm unter F G. aufgesucht werden kann. 
Wir verweisen übrigens hier nur auf jenen Artikel, da in demselben 
auch von dem ersten Zeichen die Rede ist. 
 2921. Franz Gail oder Güill, hlalcr in München, war an der chur- 
fürstlichen Gallerie daselbst angestellt, und hatte die Erlaubniss, 
Bilder in Oel und Miniatur copiren zu dürfen. Man findet Ge- 
mälde von seiner Hand, auf welchen das gegebene Monogramm 
vorkommt. Er verband es aber auch mit dem Namen. F. Gail starb 
zu München 1810. 
2922. Francesco Guerrieri, Maler und Radirei- aus Fossombrone, 
scheint der Träger dieses Zeichens zu seyn. In den Kirchen und 
E Palästen seiner Vaterstadt, dann auch in Fano, sah man ehedem 
 viele schätzbare Bilder von seiner Hand. Er folgte der Richtung 
des Guercino,'ist aber einseitiger, indem seine weiblichen Figuren alle 
nach einem wiederkehrenden Modelle gezeichnet sind. Seine Blüthezeit 
fällt um 1610- 1630. 
Das obige Zeichen, mit dem Beisatze: Intagliava, findet man auf 
einem radirten Blatte, welches in Copie nach Paolo Farinato (B. No.1) 
die hl. Magdalena mit dem Buche vor dem Crucifixe knieend vorstellt. 
Letzteres ist an einem Felsen angebracht, welcher im Grunde hervortritt. 
Das Monogramm ist links unten, und rechts steht: PAUL FARINATI F. 
H. 7 Z. 2 L._ Br. 4 Z. 10 L. Diess scheint der erste Versuch des 
Künstlers zu seyn, in welchem er sich an Farinati halten musste. 
Einige Aehnlichkeit hat aber ein geätztes Blatt mit dem Namen des 
Künstlers, welches den Raub der Europa durch Jupiter vorstellt.
        

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