Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567638
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2915. 
und an den Seiten hält jeder Genius ein Ornament. An der Vase 
lehnt ein Täfelchen mit dem Zeichen. H. 8 Z. Br. 4 Z. 6 L. 
13) [B. 17] Die Vignette mit drei Vasen in Blätterwerk. Die Vasen 
an den Seiten sind nur zur Hälfte angedeutet, nur die mittlere ist 
vollständig gezeichnet. Unten in der Mitte ist das Täfelchen mit dem 
Zeichen. H. 10 Z. Br. 5 Z. 2 L. 
 10] Die kleine Vignette mit dem Harnisch, aus welchem 
sich Blätterwerk nach allen Seiten verbreitet. In der Mitte unten das 
Zeichen. H. 1 Z. 10 L. Br. 1 Z. 9 L. 
15) Eine andere kleine Vignette mit einem Harnisch, aus welchem 
Blätter kommen, und den Raum füllen-. Oben in Mitte des weissen 
Grundes bemerkt man das Zeichen. 1 Z. 10 L. im Quadrat. 
16) [B. 20] Eine Trophäe, bestehend aus einem Harnisch mit dem 
Helme darüber, aus einer Streitaxt, einem Bogen und einem Köcher 
mit Pfeilen. Unter dieser Trophäe liegt ein Schild, ein Horn und ein 
zweiter Helm. Links auf einem ovalen Schilde bemerkt man das 
Monogramm. H. 6 Z. 2 L. Br. 1 Z. 8 L. 
17) [B. 22  Muster zu einer Messerscheide. Der obere Theil 
enthält die Figur eines Mannes im Panzerhemd mit fliegendem Mantel, 
der untere Blätterwerk mit einem Adler. Links oben ist das Zeichen 
mit der Jahrzahl 1535. H. 6 Z. Br. oben 1 Z. 3 L. , unten 9 L. 
18) Zwei Capitäle mit Blättern in zwei Reihen über einander, 
etwas bizarr in den Formen, aber von gutem Style. In der Mitte oben 
steht das Zeichen auf einem Täfelchen. H. 2 Z. 8 L. Br. 1 Z. 9 L. 
Der Verfasser des Catalog Cicognara II. N0. 859 glaubt, dieses 
Blatt rühre mit anderen ohne Zeichen von einem deutschen Künstler 
her, und dass demnach zwei Künstler verschiedener Schulen sich des- 
selben Zeichens bedient hätten. Die Blätter italienischen Styls möchte 
er dem Guido Ruggieri vindiciren, jene im deutschen Charakter allen- 
falls dem Georg Frenzel. Wir theilen diese Ansicht nicht, und haben 
die Gründe unter FG N0. 2115 dargelegt. 
 2915. Florian Grospietsch, Landschaftsmaler und Radirer, geb. 
zu Protzan in Schlesien 1789, war bis in sein sechsund- 
ä zwanzigstes Jahr sein eigener Lehrer, und genoss nur kurze 
'  Zeit einen systematischen Unterricht in der Malerei. Aus 
E? jener Zeit stammt eine grosse Anzahl von Zeichnungen 
 T nach der Natur, in welchen sich ein entschiedenes Talent 
ausspricht. Sie bestehen meistens in Landschaften mit Figuren und 
Thieren. welche theils mit der Feder und in Tnsch, theils in Aquarell 
ausgeführt sind. Im Jahre 1820 begab sich Grospietsch nach Italien, 
um die mit Glück betretene Bahn weiter zu verfolgen. Während eines 
längeren Aufenthaltes in Rom machte er auch ernste Studien in der 
historischen Composition, in allen seinen Gemälden ist aber die Land- 
schaft das Element, iu welchem er sich in voller Freiheit bewegte. 
Die historische Staifage war ihm nur Mittel zur Steigerung des Inter- 
esses. Er steht in dieser Hinsicht auf der Basis des damals hochge- 
prieseneu Landschafters Joseph Koch, welchem er sich in Rom ange- 
schlossen hatte- Zu seinen Hauptwerken gehören aber die Landschaften 
mit Staffage aus dem italienischen Volksleben. Grospietsch bereiste 
zu diesem Zwecke auch das Königreich Neapel, und somit bieten seine 
Gemälde und Zeichnungen grosse Abwechslung. Im Jahre 1826 kehrte 
der Künstler wieder nach Deutschland zurück, und begab sich nach 
einem kürzeremAufenthalte in München nach Berlin. Die letztere 
Zeit seines Lebens verlebte er in Schlesien.
        

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