Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567594
1020 
GEB. 
GES. 
2907  2910. 
deurs aufbewahrt war. Die eine Seite stellt die von Th. Matham ge- 
stochene Kreuzabnehmung, die andere die Geschichte der irdischen 
Reste des Täufers Johannes vor. Beide Bilder befanden sich 1635 
bereits in der Sammlung des Königs Carl I. von England, welchem 
sie durch den Gesandten der vereinigten Provinzen der Niederlande 
überreicht wurden. Nach dem unglücklichen Ende des Königs Carl I. 
im Jahre 1649 wurde dessen Sammlung öüentlich versteigert. Wer die 
beiden Bilder des G. van Harlem damals erworben hatte, ist nicht 
genau zu ermitteln. Wahrscheinlich liess sie aber Kaiser Ferdinand III. 
ankaufen, indem dieselben seit 1777 in der kaiserlichen Gallerie zu 
Wien aufbewahrt werden. Früher könnten sie in einem der künigl. 
Schlösser versteckt gewesen seyn. Vergl. das Schreiben des Albert 
Krafft an Dr. Waagen im deutschen Kunstblatt 1852 N0. 52. 
 Geertken van Sanct Jans war nach C. van Mander Schüler des 
Albrecht van Ouwater, welcher zuerst die von Jan van Eyck erfundene 
 neue Technik der Oelmalerei nach Harlem gebracht hatte. Auch der 
Charakter der Bilder des G. van Harlem weist auf die Schule der van 
Eyck zurück. Der Künstler erreichte nach van Mander nur ein Alter 
von 28 Jahren. Ohne Grund ist aber die Annahme, dass er um 1400 
oder 1410 gestorben sei. Man könnte eher vermuthen , dass Gerhard 
van Harlem um 1410 geboren wurde, indem 0uwater's Thätigkeit gegen 
die Mitte-des 15. Jahrhunderts fällt. 
2997. Geraert Pietersz van Zyl, der sogenannte kleine Van Dyck, 
Günters 1mm. ist durch Portraite und Genrebilder bekannt. Auf 
   k den nach solchen Bildern gestochenen Blättern kommt 
Gera" Pmx- der gegebene Name vor. Man muss den Marc Gee- 
rarts unterscheiden. 
2908- Gerhard von Groeningen, Maler und Radirer, war um 1570 
G61; Gm bis 1590 thätig. Er ist nur durch Heiäsig lä-gdlirte 
 Blätter bekannt, welche im era e es ii 
Gen  i Galle in Antwerpen erschienen. läan bringt 
Jnuen- facwbah aber gewöhnlich mit einem Monogrammisten GP 
in Verbindung, und nennt diesen ebenfalls Gerhard oder P. von Grö- 
ningen. Die Blätter beider Meister sind aber in Styl und Behandlung 
ganz verschieden. Der Monogrammist heisst Crispin Paludanus, und 
ist der Landsmann unsers Meisters. Die Buchstaben GP des Mono- 
gramms bedeuten demnach Paludanus Groningius. 
Die obige Abbreviatur, und auch den Namen Gerh. Groeningus 
findet man auf zehn schön componirten Blättern, welche das Leben 
des Menschen von der frühesten Jugend bis zum Greisenalter vor- 
stellen," Compositionen in reich verzierten Ovalen, gr. qu. 8. Dann 
hinterliess dieser Meister auch mehrere Blätter mit Darstellungen aus 
dem Leben des Heilandes und der heil. Jungfrau, ebenfalls in ovalen 
und runden Bordüren, fol. Eine Folge von allegorischen Vorstellungen 
der Tugenden und Laster hat die Jahrzahl 1574, kl. qu. fol. 
2909. Unbekannter Maler, welcher in der ersten Hälfte des 
   18. Jahrhunderts in Venedig thätig war. An- 
   MIX." tonio Luciani stach nach ihm das Bildniss des 
Vincenzo Gradonico, des Procurators von San Marco. Auf diesem Blatte 
kommen die Buchstaben G. E. S. mit der Jahrzahl 1716 vor, kl. fol. 
2910. Gabriel Ehingor, Maler und Kupferstecher, ist oben unter 
E D den Cursiven GE N0. 2892 bereits eingeführt, und somit 
9'   bemerken wir nachträglich nur, dass diese Initialen auf
        

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