Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567384
GCV 
GGW. 
2829 
2832. 
999 
2829. Giulio Gesare Venenti, ein Edelmann aus Bologna, geb. 
um 1609, widmete sich unter Leitung des Malers 
 Brizio mit allem Eifer der Kunst, und hinterliess 
qI-DF  mehrere radirte Blätter, deren. mit den gegebenen 
Zeichen versehen sind. Bei oberflächlicher Betrachtung 
könnte man C C V lesen, der Künstler wollte aber G C V ausdrücken. 
1) Die Ruhe der hl. Familie in einer Landschaft. Maria sitzt in 
Mitte des Blattes auf dem Boden, und stillet das göttliche Kind. In 
ihrer Nähe bemerkt man St. Joseph, und nicht ferne den Esel. Links 
unten im Rande: Aug. Carac. lnven, und das Zeichen mit fe. Höhe 
14 Z. 3 L. Br. 20 Z. 6 L. 
2) Die Madonna della. Rosa, nach Parmegianinols Bild in der 
Gallerie zu Dresden. Maria sitzt, und das Kind hält mit der Rechten 
eine Rose empor, während es die Linke auf die Erdkugel legt. Links 
unten: Franciscus Parmensis pinwit, rechts ein dem ersten fast ganz 
ähnliches Zeichen. H. 6 Z. 9 L. Br. 5 Z. 7 L. 
3) Der Tod der Clorinde, und Tancred in Ohnmacht gesunken, 
von mehreren Figuren umgeben. Nach D. M. Cannti. Mit dem Zeichen 
und F., fol.   
4) Der Tod des Mithridates. Er nimmt von den Seinigen umgeben 
den Giftbecher. Nach D. M. Cannti. Mit dem Zeichen und F.. qu. fol. 
5) Eine allegorische Darstellung mit einem Manne, der den 
Löwen am Bande führt. Auf letzterem steht: Hosplis hominis etc. Mit 
dem dritten Zeichen. H. 10 Z 7 L. Br. 7 Z. 4  
6) Eine weibliche Caryatide, wie sie sitzend den einen Fuss auf 
eine Vase stützt. Rechts und links ist ein Genius. Links unten: 
Anib. Car. Pinmit, und das erste Zeichen. H. 13 Z. 9 L- Br- 6Z- SL- 
2830. Unbekannter Maler oder Badirerßelcher im 17- Jahr- 
hunderte in Italien thätig war. Man önnte die Buchstaben 
G0 V' G. C. V. auf Giulio Oesare Venenti deuten, welcher den obigen 
Artikel behauptet, wir wagen es aber nicht, für ihn zu sprechen. Die 
gegebenen Initialen findet man auf einem radirteii Blatte, welches die 
Judith mit dem Haupte des Holofernes vorstellt, kl. 4. Diese Mit- 
itheilung verdanken wir dem Herrn E. Harzen, und fanden ausserdem 
das erwähnte Blatt nicht beschrieben. 
2831. Georg Christoph Wächter, Stempelschneider, geboren zu 
G C W 1 Heidelberg 1729, war Schüler von J- Daßsler, und 
'   wurde 1770 Hofniedailleur in Stuttgart. _Er gab aber 
G- C- W' F- l diese Stelle schon im folgenden Jahre wieder auf,_in- 
dem er einen Ruf nach St. Petersburg annahm- Man kennt Von Selber 
Hand Medaillen mit Bildnisseu berühmter Männer. Auch Vorfälle aus 
dem Leben der Kaiserin Cathariiia II. verewigte er durch Denkmünzen. 
Nach Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen 8m. S. 121, zeichnete 
der Künstler G. C. W. und G. C. W.  
2832. Georg Christian Wilder, Zeichner und Knpfcrstecher, geb. 
zu Nürnberg 1794, war Schüler von A. Gabler, und 
G W begab sich 1819 nach Wien, wo er eine grosse Aii- 
 ' '  zahl von Zeichnungen in Aquarell und Tusch aus- 
führte, und auch viele Blätter radirte, meistens Ansichten von historisch 
mgykwürdigeii Gebäuden, Kirchen, Monumeiiten, plastischen Werken 
u. s. w. Wilder bereiste zu diesem Zwecke auch die Donaulander, 
Norddeutschland, Sachsen, Thüringen, Hannover (im, und kehrte endlich 
wieder in seiner Vaterstadt ein, wo er fast alle interessanten Gebäude 
und Denkmale zeichnete und in Kupfer radirte. Heller, Monogrammen-
        

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