Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567315
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2803 
2807. 
2803.  ühristoph Christian Graf von Olam-Gallas behauptet oben 
N0. 63 als lüinstliebhaber eine Stelle, und wir ver- 
g;  E  weisen daher Diejenigen, welche über seine Radirungen 
9 JFCCYYE- unter G C Aufschluss suchen , auf jenen Artikel. 
2304. Giovanni Battista (lasandva, Zeichner und Maler, geb. zu 
ad Venedig 1729, machte seine Studien zu Rom unter R. Mengs, 
 und. gründete da den Ruf eines vielseitig gebildeten Künstlers. 
eher sein Wirken und seine Werke gibt Heinrich Keller (Nachrichten 
von allen in Dresden lebenden Künstlern S. 25) einen aus authentischen 
Quellen geschlüpften Bericht. Casanova wurde 1764 Professor an der 
Akademie in Dresden, und dann auch Direktor dieser Anstalt. Das 
obige Monogramm findet man auf Zeichnungen des Künstlers. Es kommt 
daher auch auf Kupferstichen mit Abbildungen von Antiken aus Herku- 
lanum vor. Casanova starb zu Dresden 1795.  
2805- Giusepple Sei-bare, Medailleur und Edelsteinsehneider zu 
Rom, der So n des treiflichen Edelsteinschneiders Giov. Battista 
ß Cerbara, begann seine Laufbahn um 1805, und fertigte Stempel 
zu Münzen und Medaillen. Er wurde 1816 an der päpstlichen Münze 
angestellt. Zu seinen besten Arbeiten gehört die Denkmiinze auf die 
Unterdrückung der römischen Revolution 1831; dadurch ist aber nicht 
gesagt, dass er zu den vorzüglichsten Producenten seiner Zeit gezählt. 
werden müsse. G. Cerbara steht weit unter Nicolo Cerbara, seinem 
etwas jüngeren Zeitgenossen. Auf etlichen Geprägen kommt obiges 
Zeichen vor, auf anderen stehen die Buchstaben G. C.  
2806. Gilles Gorrozet, Buchdrucker und Formschneider in Paris, 
G C wurde oben N0. 2802 muthmasslich zu den Formschneidern 
' gezählt, und wir werden nicht irren, wenn wir ihm das mit 
G C. bezeichnete schöne Titelblatt zu Pierre Belon's Werk: De la 
natura des Oiseaux. Paris, G. Corrozet 1555, zuschreiben. Im Jahre 
1553erschien Belonls Beschreibung einer Reise in den Orient: Obser. 
vations de plusieurs singularitez etc. mit Holzschnitten von Pflanzen und 
anderen Dingen. Die Blätter mit Pflanzen und Vögeln könnten eben- 
falls von Corrozet herrühren, da die Zeichen aus G C bestehen. In 
der Vorrede des ornithologischen Werkes nennt Belon den Maistre 
Pierre Goudet, Peintre vraiment ingenieux als Zeichner. 
2807. Giulio Oarpioni, Historienmzßer und Radirer, geboren zu 
C   l Venedig 16H, gest. 1674, war Schüler von Ales- 
G- ' "m et so" 11' sandro Varotari, und ein Künstler von Ruf. Auf 
seine Gemälde können wir nicht eingehen, und daher fügen wir nur 
dem Verzeichnisse der Blätter dieses Meisters bei Bartsch XX. p. 175 
einige Bemerkungen bei. Von den meisten Radirungen kommen Ah- 
drücke vor der Adresse des Matio Cadorin vor. Dieser Verleger nannte 
sich aber auch Bolzetta. Zu den Hauptblättern im ersten Drucke vor 
der Adresse gehört die hl. Familie, wie die Madonna das Kind in die 
Wiege legt, B. N0. 8. Bartsch kannte nur die Exemplare mit der 
Adresse: Matio Cadorin deno Bolzetta forma. Das Blatt mg der heil. 
  und dem den Johannes se nenden Jesusknaben B. o. 7 muss 
Eiälxinldäher in's Auge fassen. Baräch weiss von Abdrücken vor Cado- 
rin's Adresse, es kann aber ein solches Exemplar auch dritter Art 
seyn. Es wurde nämlich die Adresse zugelegt, aber nicht ohne Spuren 
zurüekzulassen. Die Radirung mit Johannes dem Täufer B. N0. 11 
kommt .vor aller Schrift, und dann mit der Adresse des M. Cadorin 
vor. Letztere wurde auch beim dritten Drucke beibehalten, man fügte
        

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