Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567290
990 
2796 
2799. 
 4) Titelholzschnitt zu Taulerls Predigten in niedersächsischem 
Dialekte. Der Titel steht in einem von Säulen getragenen Portale. 
Oben sieht man ein Paar unbekleidete Kinder mit Blumengewintlen, 
unten zwei auf langen Hörnern blasende Engel. Zwischen letzteren 
steht die Jahr-zahl 1521. H. 9 Z 4 L. Br. 6 Z. 
Am Schlüsse dieses Werkes ist das Wappen Tauler's, mit Kreuz 
und Cardinalshut darüber. Unten steht die Jahrzahl1520. H. 7Z. 2L. 
Br. 5 Z. 10 L.  
2796. Unbekannter Maler, dessen Zeichen Brulliot I. No. 1255 
beibringt. Nach seiner Angabe iindet man es auf schönen 
Bildnissen in Geldorp's Manier, worunter er wahrscheinlich 
den Geldorp Gortzins versteht. Es lebte aber auch ein Georg 
und ein Melchior Geldorp, welche beide in Cöln thätig waren, 
und Bildnisse malten. Vielleicht bezieht sich das Zeichen auf einen 
dieser Künstler, so dass Geldorp Coloniensis zu lesen wäre. Keiner 
von beiden kommt dem alten Geldorp Gortzius gleich, sie malten aber 
in der Weise desselben. Georg Geldorp war ein schwacher Zeichner. 
2797. Unbekannter Formschneider, welcher um 1565 in Witten- 
berg" thatig war. Er ist mit dem Meister C G N0. 71 Eine 
8 427 Person, und kommt mitdem MonogrammistenC E I. N0. 2487 
in Berührung. Beide waren aber nicht selbstschöpferische Künstler, 
sondern arbeiteten nach Zeichnungen des Johannes Teufel, auf welchen 
sich das beigefügte zweite Zeichen beziehen dürfte. Dieser Meister 
zeichnete I T, und verband diese Buchstaben auch zum Kreuze. Ein 
Blatt mit dem gegebenen Monogramme haben wir im Artikel des 
Monogrammisten C E N0. 2 (7) beschrieben, und auch das Werk ist 
angegeben, in welchem es vorkommt. Andere Holzschnitte mit diesem 
Zeichen sind uns nicht bekannt, es müssen aber deren vorkommen. 
Christ (Monogp-Erkl. S. 140) gibt ein ähnliches, aber stark vergrössertes 
Zeichen mit der Jahrzahl 1566, und sagt, es komme auf feinen Holz- 
schnitten eines alten deutschen Meisters vor. 
Ein ähnliches Zeichen findet man auch auf zwei Holzsehnitten in 
einer Bibel, welche 1589 bei Catharina Gerlachin zu Nürnberg er- 
schien, fol. 
2793- Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
des 17. Jahrhunderts thatig war. Er stach das Bildniss des 
E Herzogs Philipp Ludwig von Holstein-Sonderburg zu Pferd, wie 
er im Vorgrunde einer Landschaft mit gezogenem Schwerte 
sprengt. Im Mittelgrnnde rechts ist ein Reitergefecht vorgestellt, bei 
welchem Türken betheiliget zu seyn scheinen. Im dunklen Boden rechts 
unten in der Ecke ist das gegebene Monogramm, aber wegen der sich 
kreuzenden Streichlagen nicht sehr deutlich zu erkennen, so dass der 
kleinere Buchstabe C oder G seyn kann. H. 11 Z. 8 L. Br. 8 Z. 9 L. 
Der erwähnte Herzog starb 1689.   
Der Stecher arbeitete mit wenig Gefühl, und scheint auch arm an 
Erfindung gewesen zu seyn. Das Gefecht ist aus einem radirten Blatte 
von Peter Nolpe nach Peter Potter entnommen. Es stellt den Monat 
August, oder das Feuer vor. Auch das Pferd scheint ein anderwärts 
entlehntes zu seyn. Wir verdanken die Nachricht dem Herrn Börner. 
2799. Giovanni Giuseppe Gosattini, Maler und Ganonicus von 
Aquileja, hinterliess in Udine viele Gemälde, deren man in 
m Kirchen und Sammlungen findet. Im Jahre 167i ernannte ihn 
die Kaiserin Eleonore. zum Hofmaler, und daher begab Sich 
der Künstler nach Wien. Das Diplom gibt Graf Mamago (Storia delle
        

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