Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555837
2309- 
2312. 
965 
dem Titelhlatte zu: L' Arbore di S. Francesco, Ragionamenti accademici 
del Mossiccio Filomato. In Siena 1622. 4. Die Architektur des Blattes 
umgibt ein Schild mit der Titelschrift, und dieses wird von zwei 
Knaben gehalten. 
2309. Joost van Oraesbeck soll der Träger dieses Zeichens seyn. 
Im Jahre 1608 zu Brüssel geboren, kam dieser Meister mit 
E, Adrian Brouwer in Berührung, und malte ähnliche Scenen 
, des gemeinen Lebens, wie letzterer, aber ohne ihm voll- 
kommen gleichzukommen. Im Cabinet le Brun waren Bilder mit dem 
gegebenen Zeichen, welches aber der Verfasser des Catalogs einem 
Joseph van Craesbeck zuschreibt, doch wohl nur aus irriger Version 
des Namens Joost oder Josse (Jodocns). Aus dem Cabinet le Brun 
entnahmen Brnlliot und Heller das Monogramm, und Immerzeel copirte 
es im Dictionnaire des Monogrammes des erstern. 
Es ist aber noch nicht ausgemacht, dass die Bilder mit diesem 
Zeichen dem J. v. Craesbeck angehören. Gori erklärt dasselbe auf 
einen Cornel Blecker, dessen Existenz nicht nachgewiesen werden kann. 
Man könnte mit eben so grossem Rechte an Benjamin Cuyp den- 
ken, welchen Houbracken zum Neffen des berühmten Albert Cuyp 
macht. Er malte Bauerngesellschaften in der Art des altern D. Te- 
niers, Strandscenen, und andere Bilder aus dem gewöhnlichen Leben. 
Seine Werke sind in einer breiten, kühnen Manier behandelt, und un- 
terscheiden sich eben so sehr von den Originalbildern Teniers, als 
Jene des Craesbeck von den Gemälden des A. Bronwer. 
2310. Giovanni Benedetto Gastiglione, Maler und Radirer, soll 
(E sich nach Bryan (Biogr. Dict. II. pl. 2) des gegebenen Zeichens 
bedient haben. Der Autorität dieses Schriftstellers wurde Folge 
gegeben, und daher findet man es auch in den Monogrammenwerken 
von Heller, Stellwag und Brulliot. Bryan gab aber das Zeichen un- 
genau, so dass es in dieser Form nicht vorkommt. Das Monogramm 
besteht nämlich aus den Buchstaben GB, und geht gewöhnlich dem 
Geschlechtsnamen des Künstlers voraus. Allein stehend ist es Bene- 
detto Genovese zu lesen. 
2311. G. Barnikel, Knpferstecher, war um 1728 in Wittenberg 
ß thätig. Er arbeitete gewöhnlich für Buchhändler, und zeichnete 
meistens mit dem Monogramme. 
2312. Charles Brias, Genre- und Landschaftsmaler von Mecheln, 
a; gründete um 1812 in Brüssel seinen Ruf, und bewahrte ihn fort- 
während in gleicher Höhe. Anfangs malte er Landschaften mit 
Staiiage, seine späteren Werke gehören aber fast ausschliesslich dem 
Genre an. Auch Bildnisse malte der Künstler. In allen seinen Wer- 
ken herrscht Leben und Wahrheit, und dabei die sorgfältigste Durch- 
führung. Er starb um 1850. 
Das gegebene Zeichen iindet man auf einem radirten Blatte, 
welches einen sitzenden holländischen Bauer vorstellt. Er hat eine 
weite Hose, und ein Hemd an, welches am Halse offen ist. Den Kopf 
stützt er auf die rechte Hand, und blickt nach rechts hin. Die Zeich- 
nnng der Figur ist ganz leicht, und nur an einigen Stellen sind ein- 
fache Schrafiirungen angebracht. Der Sitz des Bauers und der Boden 
sind mit Strichen angegeben. Links von seinem rechten Fusse steht 
das Monogramm. Höhe der Platte 6 Z. 5 L. Br. 3 Z. 6 L. Dieses 
Blatt "scheint sehr selten zu seyn, wenigstens in Deutschland. 
Monogrammisten. 66
        

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