Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555801
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2299. 
rufung auf Baglione. Dieser Schriftsteller sagt aber nur, dass Gobbo 
im Pontificate Urban VIII. (1623-1644) gestorben sei. 
Obige Zeichen findet man auf den radirten Blättern dieses Meisters. 
Brulliot und Heller geben sie in einer etwas abweichenden Form, wie 
es ilberhaupt bei Oopien nach Copien der Fall ist. Wir haben aber 
die beiden ersten Monogrammen über den Originalen durchgezeichnet, 
das zweite erscheint aber meistens gekritzt, und wenn man die obere 
Verbindung der beiden senkrechten Linien nicht genau in's Auge 
fasst, so könnte H B vermuthet werden, wie Bartsch es gethau zu 
haben scheint, da er auf der Monogrammentafel H B gibt. Das dritte 
Zeichen fügt Brulliot I. N0. 830 bei, sowie ein anderes, welches aus 
PB besteht, und von unserm zweiten auch insofern abweicht, als die 
beiden senkrechten Linien unten geschlossen sind. So wie die Mono- 
grammen oben gegeben sind, wird sie der Unkundige für C B, weniger 
für CPB nehmen, da. man eigentlich „P. P. Bonzi Cortonese" 
lesen muss. 
Gori Gandellini, Heiuecke, Huber, Malpe und Bryan 860. deuten 
diese Zeichen auf Orazio Borgiani, dessen Monogramm aber aus 
HB besteht, und mit obigem nichts gemein hat. Bartsch P. gr. XVIII. 
p. 130 schreibt die Blätter mit jenen Zeichen dem Jakob Cavedone 
zu, gibt aber HB mit dem Schnörkel vorn in der Art, wie unser 
zweites Monogramm, welches aber oben geschlossen ist. Die von ihm 
beschriebenen Blätter stellen N0. i den Engel mit dem jungen Tobias, 
N0. 2 die hl. Familie mit St. Anton und St. Catharina, und N0. 3 
die Taufe Christi dar, letztere mit dem ersten Zeichen links unten. 
Brulliot war der erste, welcher diese Radirungen dem P. P. Bonzi 
vindicirte, und zwar nach einer handschriftlichen Notiz des bekannten 
Kunstkenners Mariette. Doch beruft sich auch Bartsch für Cavedone 
auf eine Handschrift Mariette's, welche aber früheren Datums ist, 
als jene, deren Brulliot erwähnt. Jedenfalls passt das Monogramm 
eher auf Bonzi, als auf Cavedonc. Auffallend sind indessen etliche 
radirte Landschaften mit dem Namen "Gobbo", worunter wohl Bonzi 
zu verstehen ist. Sie sind in einer anderen Weise behandelt, als 
die von Bartsch beschriebenen Blätter, doch nur als Skizzen zu 
betrachten. 
Nachträge zum Peiutre-graveur von A. Bartsch. x 
i) Landschaft mit Bäumen, in welcher Tobias mit dem Engel 
geht. Der Fluss, aus welchem er den Fisch gezogen, durchschneidet 
quer das Blatt, und am Ufer liegt ein langer Baum. Unten nach 
links ist das zweite Zeichen, aber nur gekritzt, nicht stark einradirt. 
H.5Z.9L. Br.8Z.6L. 
2) Die Predigt des Täufers Johannes. Er sitzt rechts in einem 
kleinen Gehölze. Vor ihm bei einem Baume bemerkt man fünf Zu- 
hörer, und zwei andere fast in der Mitte des Vorgrunties. Links in 
der Ferne fahren fünf Männer im Kahne auf dem Flnsse. Das zweite 
Zeichen ist links unten. H. 5 Z. 7 L. Br. 8 Z. 6 L. 
3) Die hl. Familie in der Landschaft bei einem grossen Baume 
sitzend. Im Mittelgrunde nach links steht ein altes Gebäude auf 
dem Felsen, und nach rechts in der Ferne bemerkt man hohes Ge- 
birge. Unten im Vorgrunde rechts ist das Zeichen. H. 5 Z. 8 L. 
Br. 8 Z. 6 L.
        

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