Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555762
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2287- 
2290. 
Schlaflebcn der Auguste K. in Dresden 1841; die Gräber der Liven, 
mit vielen Abbildungen, Dresden 1850; Vorträge über Dante's gött- 
liche Comödie, Dresden 1852; der animalische Magnetismus und die 
experimentirenden Naturwissenschaften, Dresden 1854. Werke dieser 
Art gehören zwar nicht in unser Bereich, sie beurkunden aber einen 
gelehrten Künstler. 
2237- Garl Beiohling. Kupferstecher und Lithograph, war um 
1810-1825 in Dresden thätig. Er stach Landschaften und 
architektonische Ansichten, und zeichnete deren auch auf Stein. 
Blätter dieser Art sind mit dem Monogramme versehen. 
2288. Garl Georg von Berg, Maler, war um 1843 Zögling der 
Akademie in München, und machte sich durch militärische 
Vorstellungen bekannt. Auf einigen Bildern findet man das 
gegebene Monogramm. G. G. von Berg ist nur als Dilettant 
zu betrachten. 
2289- Paul Severin, Formschneider in Prag, welcher in der 
E ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lebte. Das gegebene Mono- 
gramm scheint aus den Buchstaben CB zu bestehen, es ist aber 
PS zu lesen. Man findet es auf Holzschnitten in der Kronyka Czeskd. 
Prag 1541, 4. Sie sind von Paul Severin gefertiget, dessen Mono- 
gramm auf anderen Blättern deutlicher PS zeigt. Diese böhmische 
Chronik wurde vor einigen Jahren in Wien mit den alten Lettern 
und Holzschnitten wieder gedruckt. 
2290- Gornelis Blecker soll nach Christ (Monogrammen-Erklärung 
QCB S. 121) und Malpe (II. pl. I. N0. 69) der Träger des ersten 
1 der gegebenen Zeichen heissen. Es hat aber unsers Wissens 
kein Künstler des Namens Oornelis Blecker gelebt. Wenigstens kann 
man den Taufnamen nicht nachweisen, wenn nicht allenfalls der von 
dem Dichter Jan Vondael in dessen "Gezrouwe Herderin, Lundspeel en 
Gedichten 1658" gepriesene Haarlemer Bleckers Cornelis geheissen hat. 
Dieser Bleckers malte historische Darstellungen, welche das Gepräge 
eines talentvollen Künstlers tragen. J. Vondael rühmt besonders den 
Triumph der Venus, welchen Bleckers für den Prinzen von Oranien 
gemalt hatte. Obige Zeichen findet man ebenfalls auf historischen 
Bildern, welche aber der neueren Critik nicht in dem Grade genügen, 
als diess bei Vondael der Fall war. Auf radirten Blättern mit den 
Jahrzahlen 1688 und 1641 nennt sich ein G. Blecker, sie entsprechen 
aber ebenfalls den Lobpreisungen des genannten Dichters nicht, indem 
die Zeichnung manierirt, und die Composition von bizarrem Geschmacke 
ist. Allein auch Werke dieser Art fanden im 17. Jahrhundert Ver- 
ehrer, besonders wenn Feuer und Energie aus den Bildern spricht. 
Diese Eigenschaft vermisste Vondael wohl nicht, und auch die Zeich- 
nung genügte ihm in gewisser Hinsicht. Und somit könnten die Ge- 
mälde mit den gegebenen Monogrammen von G. Blecker seyn. Der 
Buchstabe G deutet vielleicht den Taufnamen "Gaspard" an, und da 
dieser gleichbedeutend mit Caspar ist, ja beide Namen von einem und 
demselben Künstler abwechselnd gebraucht werden, so könnte das 
Monogramm Oaspar Blecker bedeuten. Füssly spricht von einem 
J. G. Blecker, welcher nach seiner Ansicht mit dem Radirer G. Blecker 
Eine Person seyn könnte. Aus diesem J. G. Blecker, welcher nur 
durch die unrichtige Erklärung des aus JGB bestehenden Mono- 
gramms des J. G. Bronchorst (nicht Bronkhorst) entstanden ist, macht 
Heller einen Johann Caspar Blecker, sowohl in seinem M0nogrammen- 
Lexicon, als im Handbuche für Kupferstichsammler. Auch in FrenzePs
        

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