Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1555756
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2286. 
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zichten, da es nicht ausgemacht ist, wo er gelebt hat. In Frankfurt 
am Main möchten wir ihn nicht suchen. Die Aehnlichkeit der Schnitt- 
weise mit jener des J. Amnian gibt keinen Grund, ihn mit diesem 
Meister in Berührung zu bringen. Er ist auch alter als Amman. 
gylllflitgäiilüllsvßllflfßßt gllaiibelnt, dais Gobleäs lläläleniss ignFraäikaeiäh gä- 
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Bezoard, von welchem Pa illon sa t, dass er ein grosses deutsches 
Bltitt geschnitten habe, ivldrunter älohl ein Holzschnitt nach einem 
deutschen Meister zu verstehen ist. Uebcr diesen Meister haben wir 
auch unter den durch Züge verbundenen Buchstaben C.B gehandelt. 
2285. Josse van Oraesbeck? Bnilliot I. No. 807 fand dieses 
Zeichen auf einem Schwarzkunstblatt, welches einen bärti- 
gen Alten vorstellt, wie er nach links gekehrt ini Sessel 
sitzt, und die Ilämle auf die Schenkel legt. Den (lrund 
bildet eine von links her beleuchtete Mauer, an welcher 
man das llflonogramm bemerkt. ll. 4 Z. 8 L. Br. 4 Z. 
Der erwähnte Schriftsteller sagt, dass einige dieses Blatt dem 
Charles Corbutt zuschreiben wollten, er selbst spricht sich aber für 
Josse (nicht Joseph) van Craesbeck aus. Graf Leo de Laborde illist. 
de la gravure en maniere noire p. 342) sah kein Blatt dieser Art, 
und felglte daher der äggalie Brullioüs für J. van (lraesbeck. Zwischen 
diesem 'eister uin  Lorbutt liegen aber 100 Jahre. Letzterer 
starb um 1760, und Craesbecl: 1664 oder 1608. Er steht daher der 
Zeit der Eriiiidiing der schwarzen Manier ganz nahe, und konnte so- 
mit den Versuch in den letzten Jahren seines Lebens gemacht haben. 
Descamps Il. S. 138 will aber wissen, dass Graesbeck 1641 gestorben 
sei. _In diesem Falle könnte das Blatt von ihm nicht herrühren, da 
Ludwig von Siegen um 1641 noch im Besitze des Geheimnisses der 
Schabkunst war, und erst iiiit diesem Jahre die ersten Versuche datiren. 
2286. Johann Garl Bähr,_IIistoi'icnmaler, geb. zu Riga 1801, 
stammt aus der Familie des berühmten Erbauers der schö- 
nen h'raueiikirche in Dresden, des Georg Bähr, welcher der 
Urgrossvater desselben ist. Er kam im Jahre 1823 nach 
Dresden, wo ihn der Gallerie-Direktor Friedrich Matthai 
unter seine Schüler aufnahm. Nach Vollendung seines Curses 
an der k. Akademie besuchte er 1827 Italien, und unternahm dann 
1834 eine zweite Reise über die Alpen. Im Jahre 1841 wurde er 
Professor der k. Akademie in Dresden, wo der Künstler noch gegen- 
warti in voller Thatigkeit ist. 
gähr malte viele Portraite, welche sich durch grosse Aehnliehkeit 
auszeichnen. F. Ilxanistitngl hat jenes des Dichters Julius Mosen 
lithographirt, fol. Es finden sich aber auch historische Darstellungen 
von seiner IIand, welche eben so verständigt geordnet, als oorrekt in 
der Zeichnung sind. Eines seiner Hauptwerkc stellt die Wiedertäufer 
in Minister vor, und wurde 1840 von Hanfstangl für den sächsischen 
Kunstverein zu Dresden litliographirt, qu. roy. fol. Von ganz vorzüg- 
licliem Wertlie ist auch das grosse Gemälde, welches Iwan den Grau- 
sameii vorstellt, wie ihm finnische Zauberer den Tod verkünden, jetzt 
im k. Museum zu Dresden. Besondere Blrwiihiiung verdient auch die 
Kreuzigung Christi, Christus mit dem unglaubigen Thomas, der Tod 
des Franz von Sickingen 8m. -Melirere (lenialde dieses Meisters sind 
mit dem Monogramme bezeichnet, welches fast nnnier" zwischen die 
Jalirzahl gestellt ist. Zuweilen ist es auch mit dein Namen verbunden. 
Die literarischen Arbeiten dieses Künstlers haben ebenfalls Aner- 
kennung gefunden. Es sind: Mittheilungen aus dem magnetischen
        

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