Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546837
146. 
dessen ein Abdruck mit einer früheren Schrift vorhanden zu seyn. 
Vgl. R. Weigel, Kunstkatalog N0. 11,173. H. 9 Z. 9L. Br. 11Z. 5 L. 
Dann finden sich auch viele lithographirte Blätter nach Brouwer, die 
schönsten in den Werken der Gallerien zu München und Dresden. 
Eigenhändige Radirungen des Meisters. 
Bartsch widmet diesem Künstler keinen Artikel, es finden sich aber 
mehrere Blätter, deren Aufschrift auf Brouwer als Verfertiger deutet. 
Einige dürften ihm sicher angehören, andere aber sind zweifelhaft. 
Wir geben hier ein Verzeichniss, da sich anderwärts keines findet. 
Im Namen sind die Buchstaben AB. wie oben gegeben. 
1) Der bucklichte Maler vor der Staffelei sitzend, mit einer breiten 
Mütze auf dem Kopfe, so dass er einem alten Weibe gleicht. Rechts 
auf dem Korbe neben ihm ist ein bucklichtes Kind mit dem Fläschchen 
vom Rücken gesehen. Links reibt einer der beiden Knaben Farben. 
Unten in zwei Zeilen: Wat dat ick doe mit lust 8m. Links: Matham 
excud. Höchst geistreich radirt, einigermassen an Ostadc erinnernd. 
H. 5 Z. 8 L. Br. 7 Z. 2 L. Rand 10 L.  In der Sternberg'schen 
Auktion wurde dieses seltene Blatt mit 10 Thlr. bezahlt. 
2) Büste eines Mannes, welcher einen rundbailchigen Krug an die 
Brust drückt. Er hat einen grossen Stilphut auf dem Kopfe, und ist 
nach links gerichtet. Links oben steht: ABrauer. H.5Z. 6L. Br.4Z.5L. 
3) Büste eines Mannes mit schinalkrämpigem Hute, welcher mit 
der Linken ein Blatt oben an der Brust hält, und mit weit geöffnetem, 
breitem Munde singt oder schreit. Oben steht: ABrauer. H. "-4 Z. 4L. 
Br. 3 Z. 4 L.  Diese beiden Blätter sind geistreich, und ziemlich breit 
radirt. Man erkennt die Hand eines Malers, wohl jene des A. Brouwer. 
4) Der Bauer mit dem Kruge auf der Bank schlafend. Rechts im 
Grunde sind drei fröhliche Bauern am Tische, und rechts vorn am 
Rande steht: ABrouwer. H. 5 Z. 7 L. Br. 4 Z. 11 L.  Dieses öfter 
vorkommende Blatt, welches dem A. Brouwer zugeschrieben wird, dürfte 
nach R. Weigel von P. Nolpe nach Brouwer's Zeichnung gefertiget 
seyn. Es ist geistreich radirt, und mit dem Stichel leicht übergangen. 
Ploos van Amstel hat dieselbe Composition in Tuschmanier gegeben. 
5) Die halbe Figur eines Mannes mit grossem Hute, einen Krug 
haltend. Auf dem Tische vor ihm steht eine Schüssel und eine Gluth- 
pfanne, und daneben liegt ein Brot und die Pfeife. Links im Rande: 
ABrouwver in., rechts: F. "V. W. excud. H. 3 Z. 51]; L. Br. 3 Z. 
6) Die halbe Figur eines Bauers mit zwei Federn auf der Mütze, 
im Begriffe, sich von dem Ungeziefer zu befreien. Auf dem Tische vor 
ihm steht ein irdenes Kohlenbecken, und dabei liegt die Pfeife. Links 
unten ist das Zeichen AB. H. 3 Z. 6 L. Br. 3 Z.  Die Blätter 
N0. 5 u. 6 werden im Catalog Rigal dem Brouwer zugeschrieben. 
7) Der Bauer, welcher Geld zählt, halbe Figur. Er, sitzt in Profil 
nach rechts gewendet, und an seinem spitzen Hute steckt die Pfeife. 
Auf dem Tische neben ihm liegen zwei Geldstücke. Oben links: 
ABrauer. H. 5 Z. 8 L. Br. 4 Z. 4 Lq- Dieses Blatt ist breit radirt, 
und hie und da, unter dem Hute und in den Haaren, verätzt. 
8) Die halbe Figur eines Bauers mit Stilphut, welcher ihm über 
die Augen herabfällt. Er hält mit beiden Händen einen grossen Topf. 
Links oben: ABrauer. H. 5 Z. 7 L. Br. 4 Z. 4 L.  Dieses Blatt 
ist im Machwerk dem obigen gleich, und beide werden im Catalog Rigal 
dem Brouwer beigelegt. Die Radirung ist kräftig und geistreich, und 
verräth jedenfalls die Hand eines Malers. 
9) Die halbe Figur eines Bauers in a], Ansicht mit einer Art Pelz- 
mütze auf dem Kopfe, nach links gewendet. Er scheint in der Hand
        

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